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Die Aktienmärkte reagierten heute Morgen empfindlich auf die steigenden Covid-2019-Neuerkrankungszahlungen in Italien und Südkorea. Besonders die Kurse von zyklischen Unternehmen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Goldpreis stieg dagegen weiter an und notiert mittlerweile bei rund 1.680 US-Dollar je Feinunze. Auch auf den Bondmärkten lässt sich eine ähnliche Risk-Off-Bewegung beobachten. Die Renditen von US-amerikanischen Treasuries und deutschen Bundesanleihen sinken weiter.

Portrait Burkhard Allgeier Chief Investment Officer
Burkhard Allgeier
Chief Investment Officer von Hauck & Aufhäuser | Geschäftsführer von H&A Global Investment Management
24.02.2020

Dabei sind die tatsächlichen realwirtschaftlichen Implikationen des Virus weiterhin nicht absehbar. Die jüngst veröffentlichten Umfrageergebnisse der Einkaufsmanagerindizes in den USA und der Eurozone lassen eine eher besonnene Haltung der Unternehmen in Bezug auf den Umgang mit dem Virus erahnen. Auch das ifo Geschäftsklima stieg im Februar entgegen der Erwartungen leicht an. Harte Wirtschaftsdaten aus China für den Monat Februar sind bisher noch nicht in ausreichendem Ausmaß veröffentlicht. Insofern dürften die Kursverluste an den Märkten zunächst einmal als nervöse Reaktion auf die durch die weitere Ausbreitung des Corona-Virus entstandenen Konjunkturrisiken zu interpretieren sein.  Die Bewegung von risikoreichen Assets in sicher geltende Anleihen und Währungen ließ sich bereits Ende Januar beobachten, als die Neuansteckungszahlen erstmals in die Höhe gingen. Die jetzt festgestellten Neuerkrankungen in Südkorea, dem Mittleren Osten und Italien legen nahe, dass sich die Ausbreitung der Krankheit nicht mehr nur auf China beschränkt. Der realwirtschaftliche Schaden auf die Volkswirtschaften der Eurozone könnte sich bei einer weiteren Ausbreitung erhöhen, zu einer sachlichen Einschätzung fehlen derzeit jedoch wirklich belastbare Fakten. Die heutigen Kursbewegungen spiegeln daher zunächst einmal die bestehende Unsicherheit und weniger die realwirtschaftlichen Tatsachen wider.

Asset Allocation Update

Für unsere Portfolio-Ausrichtung bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass wir an unserer vorsichtigen Positionierung der vergangenen Wochen weiterhin festhalten. Die erhöhte Gewichtung von Gold und die Bevorzugung von defensiven Qualitätstiteln gegenüber zyklischen Substanzwerten auf der Aktienseite werden wir auch für die nächste Zeit beibehalten. Luxusgüterhersteller sowie Industrieunternehmen könnten in den kommenden Wochen bei steigenden Neuerkrankungen unter der negativen Stimmung leiden. Auch Rohstoffunternehmen verlieren in einem Umfeld steigender konjunktureller Unsicherheit überproportional.

Auf der Anleihe-Seite sollte uns die höhere Gewichtung von langlaufenden US-Staatsanleihen und der Untergewichtung italienischer Staatsanleihen entgegenkommen. Bei der gegebenen Unsicherheit halten wir eine vorsichtige Positionierung nach wie vor für angemessen. Von Panikverkäufen sehen wir bei der aktuellen Nachrichtenlage jedoch ab. Die Neuerkrankungsfälle sind zumindest in China weiter rückläufig. Wir beobachten den weiteren Verlauf der Situation sehr genau und hier insbesondere auch die Reaktion der Zentralbanken und zuständiger Behörden.

Die Informationen in diesem Dokument wurden ausschließlich zu Informationszwecken für den Empfänger erstellt. Alle Angaben erfolgen unverbindlich und stellen weder eine Finanzanalyse, eine Empfehlung, eine Anlageberatung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar. Daher genügen sie nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die internen Richtlinien (Organisationsanweisungen) der Bank regeln Letzteres jedoch in dem Sinne, dass eine Vermeidung von Interessenkonflikten gewährleistet wird. Anlagen in Aktien sind sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Allgemeine Informationen zu den mit einem Investment in Aktien verbundenen Risiken können den Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren entnommen werden, die Ihre Beraterin/Ihr Berater für Sie bereithält. Interessenkonflikte sind auf der Homepage von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG unter www.hauck-aufhaeuser.com/rechtliche-hinweise/rechtliche-hinweise veröffentlicht.

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