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Mittwoch, 21. Oktober 2020, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen Ihr 
Fixed Income Sales Trading Team
von Hauck & Aufhäuser.

  • Rentenmärkte: schwächer
  • Rekordnachfrage nach EU Bonds  - Anleger wollen EUR 230 Mrd.
  • EUR steigt gegen USD - Hoffnung auf Einigung zu Konjunkturpaket in den USA
Kennzahlen
Schatz-Future: 112,42
Bobl-Future: 135,65
Bund-Future: 175,49
iTRAXX Europe 5 Jahre: 55,75
iTRAXX Europe Crossover 5 Jahre: 330,55
Euro Swapsätze
zwei Jahre: -0,52%
fünf Jahre: -0,46%
sieben Jahre: -0,39%
zehn Jahre: -0,25%
Renditen amerikanischer Staatsanleihen
zwei Jahre: 0,15%
fünf Jahre: 0,36%
sieben Jahre :0,59%
zehn Jahre :0,82%

Konjunktur

Eurozone
Trotz des sensationellen Debüts der ersten beiden Social Bonds der Europäischen Union mit einem Rekord-Orderbuch haben die Staatsanleihen aus dem Euroraum Kursverluste am Dienstag hinnehmen müssen. Mit Renditeanstiegen von zwei bis drei Basispunkten am langen Ende der Zinskurven fielen sie jedoch überschaubar aus. Die bonitätsschwächeren Länder aus der Peripherie mussten, abgesehen von den italienischen Staatsanleihen, etwas höhere Renditeanstiege hinnehmen. Das dürfte neben erneuten Gewinnmitnahmen auf die wirtschaftlichen Folgen der zweiten Pandemiewelle zurückzuführen sein.
Italienischen BTPs half gestern Nachmittag die Meldung des Finanzministeriums, dass für das laufende Jahre die Finanzierung Italiens zu 90% abgeschlossen ist. 

USA
Im Fokus der Investoren dürften heute erneut die Gespräche zum US-Fiskalpaket stehen. Die von der Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus gesetzte Frist für eine Abschluss der Gespräche erwies sich als variabel. Die Verhandlungen mit der US-Administration über das Konjunkturpaket werden heute fortgesetzt. Es gab eine weitere Annäherung. Die Hoffnung auf einen neuen Konjunktur-Deal reichte jedoch aus, um die Renditen der 10-jährigen Treasuries im frühen asiatischen Handel über die 0,8% zu treiben und den höchsten Stand seit Juni-Beginn zu erreichen. Andererseits gewinnt auch der EUR an Fahrt und wertet auf 1,1850 auf. Der Weg ist jetzt wieder frei, das Niveau von 1,1944 vom 31.8. zu erreichen. 

Unternehmen

In einem Werk des US-Pharmakonzerns Eli Lilly & Co.haben Inspektoren der Arzneimittelbehörde FDA erneut Probleme bei der Qualitätskontrolle festgestellt.

Akzo Nobel meldet für Q3 ein bereinigtes operatives Ergebnis von EUR 353 Mio (+18% gegen Vorjahr), schlägt die Erwartungen.

Bilfinger SE ist informierten Kreisen zufolge zum Übernahmeziel geworden. Wie zu hören ist, haben Beteiligungsgesellschaften ausgelotet, den Industriedienstleister von der Börse zu nehmen. Zu den Interessenten gehöre die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Clayton Dubilier & Rice, hieß es.

Wolfgang Grenke ist nach eigenen Worten nicht aus dem Aufsichtsrat des von ihm gegründeten Unternehmens gedrängt worden. Damit wies er eine Behauptung des Leerverkäufers Fraser Perring zurück, der am Dienstag in einem neuen Bericht seine Betrugsvorwürfe gegen die Leasingfirma untermauert hatte. Auch dieser enthalte viele Unwahrheiten, sagte Grenke.

Die Deutsche Lufthansa AG hat für Q3 einen geringeren Verlust ausgewiesen, da Kostensenkungen und eine leichte Erholung der Flüge dazu beitrugen, den Abfluss von liquiden Mitteln zu verringern. Der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern belief sich auf EUR 1,26 Mrd, teilte die deutsche Fluggesellschaft am Dienstag unter Verweis auf vorläufige Zahlen mit.

Der Hannover Re-Chef Jean-Jacques Henchoz sieht starke Wachstumschancen in Asien. „Wir werden unsere Präsenz dort verstärken", sagte Henchoz dem „Handelsblatt". „In zehn Jahren werden 40% des globalen Prämienvolumens in Asien verdient." Zur Zeit seien es 15%, aber dieser Anteil werde rasch zulegen.

Nestle hat den 9-Monats-Umsatz organisch mit einem Anstieg von 3,5% präsentiert und somit die Erwartungen übetroffen. 

Nicolai Tangen, der CEO des 1,2 Billionen Dollar schweren norwegischen Staatsfonds, will stärker externe Manager wie Long-Short-Hedgefonds nutzen, um die Erträge zu steigern. Der 54-Jährige, der selbst Hedgefonds-Manager war, bevor er im September die Leitung des weltgrößten Staatsfonds übernahm, sagte, externe Manager hätten dazu beigetragen, „erhebliche zusätzliche Erträge zu erzielen“.Der Fonds des Landes weist bereits rund 4% seines Portfolios externen Vermögensverwaltern zu, wobei sich der größte Teil auf Schwellenländer konzentriert. 

Ericsson bereinigtes Betriebsergebnis im Q3 liegt mit SEK 9,0 Mrd. über der Erwartung von SEK 6,44 Mrd; Q3 bereinigte operative Marge 15,6% gegen Konsens 11,0%; Q3 Nettoumsatz SEK 57,5 Mrd gegen SEK 57,36 Mrd. 

Das Justice Department hat einem Bericht des „WSJ“ zufolge ein Kartellverfahren gegen Google eröffnet. Im Fokus der Verfahrens steht die Partnerschaft von Google mit Apple: Google bezahlt Apple, um die Standardsuchmaschine des IOS Betriebssystems zu sein.  

Netflix berichtete für das  3. Quartal schwächer als erwartete Neuabonnentenzahlen von +2,20 Mio zusammen mit einem Umsatz von USD 6,44 Mrd. und ein EPS von USD 1,74 (USD 1,47 y/y). Für das laufende Quartal erwartet der Streamingkonzern einen Umsatz von USD 6,57Mrd   bei einem EPS von USD  1,35. Netflix Aktien fielen daraufhin -6%.

Neuemissionen

Das Highlight am Primärmarkt war die EUR 7 Mrd. schwere Platzierung der EU 0,1% 4.10.2040, 99,39% Reofer, MS +14 BP, aktueller Briefkurs 101,50%, 0,025% sowie die Emission der zweiten Tranche: 0%, 4.10.2030, Reoffer 102,396%, aktuell 103,75%, -0,36%.MS EUR 10 Mrd.  Die größte Einzelorder war EUR 10 Mrd. schwer. In den Zeichnungsbüchern lagen mehr als EUR 233 Mrd, ein Rekord.

In USD zeigten sich Namen wie Ingevity Corp, Kernel Holding, First Bank Nigeria und India Green Energy (high yield). 

Darüber hinaus ging Dänemark mit USD 2 Mrd. an den Start, 0,125%, 27.10.22 endfällig.

Wieder mit von der Partie war T-Mobile USA Inc, 3,3%, 15.2.2051, USD 1,5 Mrd, 187,5 BP über US Treasury.

Fazit

Eine mögliche Einigung zum Konjukturpaket zwischen  Demokraten und Republikanern führt derzeit zu einem schwächeren USD und eher steigenden Renditen bei US Treasuries. 

Credit and Market Movements

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

Portrait Ilona Korsch Fixed Income Sales Trading
Ilona Korsch
Fixed Income Sales Trading
+49 (0)69 2161-1392
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ilona.korsch@hauck-aufhaeuser.com
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