Freitag, 29. Mai 2020, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen Ihr 
Fixed Income Sales Trading Team
von Hauck & Aufhäuser.

  • Rentenmärkte: schwächer
  • US Beige Book: The coronavirus deeply damaged the U.S. economy in recent weeks, with “steep” job losses and business closures
  • Credit Spreads engen ein
     
Kennzahlen
Schatz-Future: 112,00
Bobl-Future: 134,98
Bund-Future: 172,12
iTRAXX Europe 5 Jahre: 71,35
iTRAXX Europe Crossover 5 Jahre: 421,97
Euro Swapsätze
zwei Jahre: -0,28%
fünf Jahre: -0,27%
sieben Jahre: -0,22%
zehn Jahre: -0,11%
Renditen amerikanischer Staatsanleihen
zwei Jahre: 0,16%
fünf Jahre: 0,32%
sieben Jahre: 0,51%
zehn Jahre: 0,67%

Konjunktur

Eurozone
Eine abnehmende Risikoaversion der Investoren wurde von steigenden Kursen von Staatsanleihen aus dem Euroraum bekleidet. Nach einem verhaltenen Start konnten vor allem die Kurse der Staatsanleihen der Peripherie- und der Semi-Kernländern zulegen. Die Renditen der deutschen Bundesanleihen hingegen beendeten den Handel fast unverändert. Ein Teil der Bewegung dürfte auf den 750 Mrd. Euro schweren Wiederaufbaufonds der EU zurückgehen. Ein weiterer Teil auf die anhaltenden Spekulationen auf eine Ausweitung des PEPP-Volumens der EZB.

Italien und Spanien werden die Staaten sein, die den größten Nutzen aus dem gemeinsam finanzierten Konjunkturpaket in Höhe von 750 Mrd. Euro der Europäischen Union haben. Das Vorhaben der Kommission muss von allen 27 EU-Regierungen und dem Europäischen Parlament genehmigt werden. 

Die Umsätze im deutschn Einzelhandel sind im April weniger stark gefallen als angenommen. Der Rückgang im monatlichen Vergleich für April liegt bei -5,3 %. Es wurde mit einem Rückgang von -12,0 % gerechnet. Die veröffentlichte Zahl für März wurde positiv revidiert und zeigt einen Rückgang  von nur -4 % m/m genüber 5,6 % m/m. Damit notiert die Jahresrate 6,5 % tiefer. Gerechnet wurde mit einem Rückgang von -14 % und zeigt, dass sich der deutsche Verbraucher nur temporär und selektiv vom Konsum verabschiedet hat. 

USA
Heute wird US Präsident während seiner Pressekonferenz weitere Schritte gegen China aufgrund der Ausweitung der nationalen Sicherheitsgesetze auf Hongkong verkünden. 

Die Käufe von Unternehmensanleihen der US-Notenbank FED betragen "nur" 3,1 Mrd. US Dollar über ETF´s und zeigen, wie gut es der FED gelingt, mit so geringen Kaufvolumen die Kreditspreads deutlich sinken zu lassen.

Neue Botschaften werden vom US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell heute am frühen Abend nicht erwartet. Er dürfte noch einmal betonen, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung länger hinziehen kann. Außerdem könnte er erneut seine Abneigunge gegen negative Leitzinsen zum Ausdruck bringen.

Der Personal Consumption Core Price Index ist mit 1,6 % für das 1. Quartal 2020 veröfffentlicht worden und liegt damit unter der Zielgröße der US-Notenbank FED von 2,0 %. 

Die registrierten Arbeitslose sind deutlicher zurückgegangen als erwartet. 21,05 Mio US Arbeitnehmer sind noch Empfänger von staatlischer Arbeitslosenversicherung. Erwartet wurde eine Zahl von 25,68 Mio. US Arbeitnehmern.

Unternehmen

Der neue CEO der Credit Suisse AG, Thomas Gottstein, will die Kreditevergabe im internationalen Wealth Management überprüfen. Dieser Bereich ist in der Vergangenheit sehr rentabel für die Bank gewesen. Jedoch hatten die Verwerfungen an den Kapitalmärkten durch die Coronokrise die Rückstellungen vervierfachen lassen gegenüber dem Vorjahr. Probleme ergeben sich in schwer zu veräußernden Vermögenswerten, welche als Sicherheiten dienten. 

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen plant aufgrund des starken Umsatzrückgangs den Abbau von bis zu 15.000 Arbeitsplätzen. Die Hälfte soll in Deutschland wegfallen. Der geplante Stellenabbau entspricht 10 % der weltweiten Belegschaft. Der Abbau soll über einen Zeitraum von 5 Jahren erfolgen.

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating der Deutschen Bank AG mit BBB bestätigt. Der Ausblick für das Rating ist jedoch auf "watch negative" genommen worden. Fitch verweist auf die bestehenden Mittelfristrisiken in Bezug auf die Strategie und das Finanzprofil der Bank angesichts der schwachen Konjunkturaussichten. 

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den geplanten Automobilgipfel mit führenden Vertretern der deutschen Automobilbranche abgesagt. Die Entscheidung über eine Kaufprämie ist somit verschoben. Das Treffen war für den 2. Juni geplant. 

Volkswagen AG beteiligt sich mit 25 % am chinesischen Batteriehersteller Guoxuan High-Tech und strebt eine 50 %iger Beteiligung an.

Neuemissionen

3,675 % North Macedonia 03.06.2026; 700 Mio Euro; 98,556 %.

0,05 % Hilti AG 02.07.2025; 150 Mio CHF; 100,187 %.

0,25 % AXA Bank urope SCF 09.06.2040; 500 Mio Euro; 98,378 %.

0,25 % BASF AG 05.06.2027; 1 Mrd. Euro; 99,772 %.

0,5 % Essilorlucottica 05.06.2028; 1,25 Mrd. Euro; 99,485 %.

Fazit

Nach einem positiven Handelsverlauf innerhalb dieser Woche könnten Investoren heute erst einmal Gewinne mitnehmen. Den nächsten Rentenmarktbericht erhalten Sie wieder am 22. Juni. 

Credit and Market Movements

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

Portrait Ilona Korsch Fixed Income Sales Trading
Ilona Korsch
Fixed Income Sales Trading
+49 (0)69 2161-1392
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ilona.korsch@hauck-aufhaeuser.com
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