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Die Gesellschaft wird individueller und heterogener – auch beim Thema Vermögensaufbau und der Möglichkeit, Geld online zu investieren. Für den Zugang zum Kapitalmarkt und Finanzwissen gelten inzwischen Prinzipien wie Transparenz und Demokratie. Das beschert Privatanlegern – ob Single, Paaren oder Familien – viele Möglichkeiten.

57% der Frauen wollen ihr Erspartes selbst investieren

Es klingt abstrakt und etwas widersprüchlich: die Individualisierung der Gesellschaft. Das Phänomen beschreibt, dass Menschen verstärkt selbstbestimmt handeln, anstatt sich auf Ideale, Delegierte und Experten zu verlassen. Menschen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen wollen, machen nicht mehr nur ein passendes Kreuz auf dem Wahlzettel, sondern unterschreiben Petitionen und kaufen umweltfreundliche Produkte. Die Norm, dass sich die Frau dem Kind und der Mann der Karriere widmet, verliert mit jeder Generation an Bedeutung. Und auch was Finanzen angeht, ist das Bedürfnis nach Individualität und Teilhabe gewachsen. 57 Prozent der deutschen Frauen, so die JP-Morgan-Studie „Frauen und Geldanlage“, wollen ihre Geldanlage selbst in die Hand nehmen.

Unabdingbar: Individualität bei der Altersvorsorge

Im Grunde gilt: Ab einem gewissen Maß an Wohlstand handeln Menschen selbstbestimmter. Die Maslowsche Bedürfnishierarchie, eine sozialpsychologische Theorie, besagt, dass zuerst Dinge wie Ernährung, Wohnraum und Sicherheit gewährleistet sein müssen, bevor die individuelle Selbstverwirklichung ins Blickfeld des Menschen rückt. Die Wohlstandssteigerung bis in die 1980er-Jahre hat für kürzere Arbeitszeiten, finanzielle Sicherheit und soziale Aufstiegsmöglichkeiten gesorgt. Dies ermöglichte den Gesellschaftsmitgliedern, den Blick auf die Individualität zu richten. Beim Thema Altersvorsorge ist Individualität inzwischen sogar unabdingbar.

Gefragt sind neue Anlagemöglichkeiten für Privatanleger

„Langfristig ist die Demokratisierung der Geldanlage sicher auch eine Folge der Individualisierung der Gesellschaft, da die sozialen Sicherungssysteme nicht mehr so umfassend sind wie früher und die private Altersvorsorge immer wichtiger wird“, erklärt Prof. Dr. Alexandra Niessen-Ruenzi, Inhaberin des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Corporate Governance an der Universität Mannheim. Der demografische Wandel führt zu Problemen im Rentensystem. „Zudem hat das Sparbuch ausgedient. Geprägt von niedrigen Zinsen und der anhaltenden Inflation wollen Menschen ihre Liquidität nicht mehr einfach auf dem Konto liegen lassen. Gefragt sind neue, lebenssituationsabhängige Anlageformen“, sagt Madeleine Sander, Chief Financial Officer (CFO) und Strategin von Hauck & Aufhäuser.

Geld online investieren kennt keine Öffnungszeiten

Hauptursache der demokratisierten Geldanlage ist aus Sicht von Professorin Niessen-Ruenzi die Digitalisierung. „Demokratisch war der Aktienmarkt schon immer in dem Sinne, dass jeder Aktien kaufen konnte. Aber die technologischen Hürden waren höher. Heutzutage kann man sich einfach eine App herunterladen und starten“, erklärt sie. „Trading-Apps erleichtern den Zugang zum Kapitalmarkt und das Investieren in verschiedene Anlageklassen. Zudem gibt es im Rahmen der Digitalisierung das neue Feld der Robo Advisors, die für Kunden eine große Menge an Informationen aggregieren und zur Verfügung stellen.“ Die digitalen Angebote erleichtern den Zugang zum Kapitalmarkt ungemein. Geld online investieren kennt keine Öffnungszeiten oder Anfahrten mehr. Man kann sich auch am Wochenende und aus der Ferne mit Investments auseinandersetzen.

Anlagevorschläge und Vermögensaufbau ohne Filialbesuch

Auch Hauck & Aufhäuser hat digitale Lösungen eingeführt. „Wir haben schon sehr frühzeitig auf diese Entwicklung gesetzt“, erinnert sich Sander. Neben dem Online-Banking mit App gibt es digitale Beratungsmöglichkeiten für Anleger. „Kunden können sich etwa über unser Onlineportal einen unverbindlichen, kostenlosen Anlagevorschlag erstellen lassen, ohne die Niederlassung aufzusuchen, oder auch das Depot direkt von zu Hause eröffnen“, erklärt die CFO und Strategin. Digital und analog greifen fließend ineinander. Insbesondere seit der Corona-Pandemie finden Erstgespräche öfter per Videokonferenz statt.

Investments nach individuellem Anlagehorizont und Sicherheitsorientierung

Der digitale Kanal, mit dessen Hilfe Anleger bei Hauck & Aufhäuser Geld anlegen können, heißt Zeedin und ist ähnlich wie ein Robo Advisor aufgebaut. Er fragt Anleger nach Risikoverhalten, Anlagehorizont und -zielen oder Finanzkenntnissen. Aus diesen Kriterien wird eine sehr individuelle und anpassbare Anlagestrategie ermittelt – allerdings nicht von einem Algorithmus, sondern von einem Portfoliomanager. Der Kunde kann seinen Anlagevorschlag zudem jederzeit vorab nochmals mit einem Berater besprechen, um etwa spezifische persönliche Fragestellungen zu klären.

Gesteigertes Interesse junger Leute an Aktien- und Investmentfonds

Ein persönliches Beratergespräch kann auch bei der Möglichkeit, sein Geld online zu investieren, durchaus sinnvoll sein. Wie das CFA Institut herausfand, bevorzugen insbesondere Menschen zwischen 24 und 38 Jahren einen menschlichen Berater. Sie hoffen, etwas von ihm zu lernen, um selbst ein besserer Investor zu werden – und individuelle, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. „Allgemein scheint es nach meiner Wahrnehmung auch ein gesteigertes Interesse an Aktienmärkten unter jungen Leuten zu geben, vielleicht auch ausgelöst durch Social Media“, sagt Professorin Niessen-Ruenzi. Studien bestätigen den steigenden Anteil junger Anleger an Aktien- und Investmentfonds.

Trading-Apps beeinflussen die Anlagedauer

Da erscheint es durchaus sinnvoll, dass einige Banken ihre Mindestanlagesumme verringert haben. „Bei Zeedin starten wir mit 25.000 Euro. Zuvor war es eine halbe Million“, sagt Sander. Die Gebühren für die Geldanlage sind ebenfalls geringer, wenn die Beratung wie im Fall von Zeedin technisch unterstützt erfolgt, wie es bei Robo Advisors der Fall ist. Eine Trading-App bietet Hauck & Aufhäuser nicht an. Niessen-Ruenzi von der Universität Mannheim sieht den Trend zur App riskant. Zwar erleichtern die Apps den Zugang, Aktien kaufen und verkaufen ist von überall möglich. „Das Geschäftsmodell ist allerdings oft, Flow zu generieren. Die Kunden sollen handeln. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es aber nicht empfehlenswert, als Kleinanleger mit Einzelaktien zu spekulieren. Womöglich könnte diese Entwicklung also dafür sorgen, dass Menschen nicht nachhaltig investieren und ein Vermögen aufbauen, sondern die Trading-Apps als Ersatz für Glücksspiel nutzen.“

Jeder kann sich online Wissen über Anlagemöglichkeiten aneignen

Wenn Menschen selbstbestimmte Finanzentscheidungen treffen, auch ohne Beratung Geld online investieren wollen, wächst der Bedarf an Information und Wissen über Anlagemöglichkeiten, wie Investmentfonds, Zinssätze aber auch Tagesgeld. Auch hier bietet die Digitalisierung viele Möglichkeiten. Das Angebot von Onlinekursen, Fondsvergleichsportalen und Ratgebermagazinen wächst. Auch die Banken haben sich dem angepasst. Madeleine Sander erklärt: „Früher war unsere Homepage eher eine Visitenkarte. Heute sind wir in den Produktbeschreibungen sehr viel transparenter geworden, auch im Interesse des Anlegers.“ Und der Anlegerin. Denn auch bei Frauen zeichnet sich eine Individualisierung ab. Sie wollen Verantwortung für die Finanzen übernehmen und dies nicht mehr dem Partner überlassen. Paaren empfiehlt Madeleine Sander, sich zunächst getrennt zu überlegen, welche Ziele sie bei der Geldanlage verfolgen, und dann gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Das habe in jedem Fall Vorteile. Etwa, weil die Frau bei einer unerwarteten Trennung oder einem frühen Todesfall sich nicht erst einen Überblick über die Finanzen verschaffen muss.

Frauen erzielen eine höhere Rendite durch sicherheitsorientiertere Investments

Studien lassen vermuten, dass gleichberechtigte Finanzentscheidungen auch positive Auswirkungen auf die Geldanlage haben. Während Männer häufig fälschlicherweise davon ausgehen, den Markt schlagen zu können, legen Frauen bedachter an. Eine Studie der ING aus dem Jahr 2019 zeigt, dass Frauen mit durchschnittlich 24,1 Prozent eine höhere Rendite erzielten als Männer mit 23,5 Prozent. Frauen investieren tendenziell eher in Fonds statt in Einzelwerte. Das liegt an unterschiedlichen Sicherheitsorientierungen. „Legen Paare gemeinsam Geld an und treffen entsprechende Entscheidungen gleichberechtigt, so nivelliert sich das Risikoverhalten“, erklärt Niessen-Ruenzi. Und es gibt zwei weitere Vorteile, den die gemeinsame Geldanlage mit sich bringt: „Kommen zwei Gehälter zusammen, kann das Paar eine größere Streuung erreichen. Die Risiken, die mit einem Verlust der Arbeitsstelle einhergehen, sind ebenfalls geringer.“ Eine Untersuchung der UBS von 2020 zeigt, dass sich viele Frauen vorgenommen haben, sich über Finanzen zu informieren.

Nachhaltige Geldanlage wird zum Standard

Ein Thema, auf das sie dabei stoßen werden: nachhaltige Geldanlagen. Demnach wollen immer mehr Anleger persönliche Werte und Ziele wie etwa Umweltschutz in ihren Investments berücksichtigen. „Man kann aber nur dann nachhaltig investieren, wenn man die entsprechenden Informationen über die Unternehmen hat, was nachhaltiges Wirtschaften anbelangt. Insofern trägt die gestiegene Transparenz dazu bei, nachhaltige Geldanlagen zu ermöglichen, weil sie die Berichtspflicht der Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien erhöht“, erklärt Niessen-Ruenzi. Hauck & Aufhänger bietet beispielsweise eine ethische Vermögensverwaltung an, die sich neben Nachhaltigkeit auch an Sozialstandards orientiert. Neo-Ökologie mag derzeit als Trend bezeichnet werden, doch Madeleine Sander sieht darin eine langfristige Entwicklung: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die nachhaltige Geldanlage perspektivisch die neue Normalität, der neue Standard sein wird.“

Intelligente Geldanlage für Privatanleger mit Zeedin

Die digitale Vermögensverwaltung Zeedin von Hauck & Aufhäuser ermöglicht es Anlegern, ihr Geld individuell und zugleich diversifiziert anzulegen:

• ab einer Anlagesumme von 25.000 Euro Investitionen in ETFs und aktiv gemanagte Investmentfonds

• ab einer Anlagesumme von 150.000 Euro Investitionen in

  • Aktien und Renten (Einzeltitel sowie selektiv Investmentfonds)
  • Zertifikate und Gold

• individuelle Anlagestrategie für das persönliche Rendite-Risiko-Profil

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