Freitag, 14. Juni 2019, 09:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.124,36
EuroStoxx50-Eröffnung 3.388,78
Financial Markets
DAX 12.169,05 (+0,44%)
MDAX 25.467,60 (+0,12%)
TecDAX 2.846,75 (+0,83%)
EuroStoxx50 3.390,50 (+0,11%)
Dow Jones 26.106,77 (+0,39%)
Nasdaq 100 7.510,68 (+0,51%)
Nikkei 21.116,89 (+0,40%)
EUR/USD 1,1271  
Gold in $ 1.346,68  
Oil (Brent) in $ 61,90  
DAX Tops:
Wirecard 150,90 (+2,48%)
Fresenius 46,135 (+1,81%)
HeidelbergCement 69,20 (+1,76%)
DAX Flops:
RWE 22,77 (-1,26%)
Dt. Börse 125,75 (-0,95%)
Infineon 15,188 (-0,81%)

Märkte

Deutschland – DAX behauptet Plus

Der Dax hat nach einem kleinen Rückschlag am Donnerstag mit Kursgewinnen geschlossen. Zwar schmolzen die Gewinne im Tagesverlauf ein wenig ab. Doch trotz politischer Unsicherheiten behauptete der deutsche Leitindex am Ende ein Plus von 0,44% auf 12.169,05 Punkte. Für den MDax ging es um 0,12% auf 25.467,60 Punkte hoch.

Zur beendeten 5G-Lizenzen-Versteigerung erklärte ein Händler, deren Kosten lägen gut 50% über den ursprünglichen Analystenerwartungen. Er hob zwar die Erleichterung über das Ende der Unsicherheit hervor. Die Kursgewinne der beteiligten Telekomunternehmen schrumpften allerdings bis Handelsende deutlich. So gewannen im MDax die Titel des Neueinsteigers 1&1 Drillisch, der bislang über kein eigenes Netz verfügt, letztlich nur knapp 0,5%. Die des Mutterkonzerns United Internet und von Telefonica Deutschland profitierten am Ende mit fast 1,5% Plus. Dagegen schlossen die Titel des Dax-Konzerns Deutsche Telekom knapp im Minus.

Aurubis-Titel sackten zeitweise um über 12% ab auf den tiefsten Stand seit Herbst 2014. Am Ende standen ein Minus von fast 8% und der letzte Platz im MDax zu Buche. Der Metallkonzern hatte seinen Chef kurz vor dem geplanten Weggang freigestellt und zudem ein großes Investitionsprojekt abgeblasen. Die Papiere des Großaktionärs Salzgitter gaben im Nebenwerte-Index SDax um über 1% nach. Aktien des Siltronic-Großaktionärs Wacker Chemie verloren fast 5%. Ein Händler verwies auf eine "harsche Gewinnwarnung" der norwegischen Elkem. Der Produzent von Wafern sprach von einem deutlich schwächeren Markt als erwartet in Folge des US-chinesischen Handelskriegs. Siltronic selbst verloren mit über 1,5% deutlich weniger, nachdem die UBS ihre Verkaufsempfehlung aufgegeben hatte.

Zeitweise um fast 10% aufwärts bis knapp an das Rekordhoch ging es indes für Varta-Papiere. Sie gingen mit einem Kursgewinn von über 5,5% aus dem Handel - damit waren sie Spitzenreiter im SDax. Der Batteriehersteller schloss seine angekündigte Kapitalerhöhung zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten erfolgreich ab. Bei Compugroup Medical setzte sich die Rekordrally mit einem Sprung bis auf 70,15 € fort. Am Ende behauptete der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte Softwarehersteller einen Kursanstieg von knapp 2% auf 69,00 €. Mit gut 70% Plus belegen die Aktien im bisherigen Jahresverlauf den 3. Platz im SDax . Bei Hapag-Lloyd konnten sich die Anleger über ein Kursplus von mehr als 4% freuen, obwohl die Aktie bereinigt um die ausgezahlte Dividende von 0,15 € gehandelt wurde. Börsianern zufolge könnten die Vorfälle vor der Küste des Iran die Frachtraten von Container-Reedereien nach oben treiben.

USA – Anleger blenden geopolitische Spannungen aus

Neue geopolitische Spannungen haben die Anleger am US-Aktienmarkt am Donnerstag nicht aus der Ruhe gebracht
. Vielmehr nutzten sie die zuletzt zweitägige Schwächephase für Käufe. Jüngste Konjunkturdaten nährten zudem die Hoffnung auf eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank. Der Dow Jones Industrial gewann 0,39 Prozent auf 26.106,77 Punkte.
Nach schweren Zwischenfällen mit Handelsschiffen unweit der Küste des Irans haben die Spannungen zwischen den USA und seinen arabischen Verbündeten einerseits sowie dem Iran andererseits wieder zugenommen. Die USA sehen im Iran den Schuldigen für die Angriffe auf die Schiffe.
Der marktbreite S&P 500 legte am Donnerstag um 0,41 Prozent auf 2.891,64 Zähler zu. Für den von Technologiewerten dominierten Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,51 Prozent auf 7.510,68 Punkte hoch.
In den USA waren im Mai die Preise importierter Güter unerwartet stark gefallen und die wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen, was die Spekulationen auf Zinssenkungen durch die Fed weiter anheizte.
Am Aktienmarkt profitierten Ölwerte von den gestiegenen Ölpreisen nach den Vorfällen im Golf von Oman. ExxonMobil und Chevron gewannen 0,88 beziehungsweise 0,60 Prozent. Sie waren damit im Dow Jones im vorderen Feld.
An der Index-Spitze nahmen die Papiere des Entertainment-Riesen Walt Disney mit einem Aufschlag von 4,44 Prozent auf 141,74 Dollar wieder Tuchfühlung zu ihrem Rekordhoch bei 142,37 Dollar von Ende April auf. Auftrieb gab ein von der US-Investmentbank Morgan Stanley angehobenes Kursziel von 135 auf 160 Dollar.
Die noch nicht lange an der Börse notierten Fahrdienstvermittler Uber und Lyft legten um 5,07 beziehungsweise 4,79 Prozent zu, nachdem das Analysehaus Evercore ISI deren Beobachtung jeweils mit dem Votum "Outperform" aufgenommen hatte. Analyst Benjamin Black beurteilt die mittelfristigen Perspektiven positiv und sieht in naher Zukunft erhebliche Treiber für eine Kursaufwertung. Uber und Lyft dürften zudem schneller profitabel werfen, als dies der Markt gegenwärtig erwarte.

Asien –  Globale Unsicherheiten machen Anleger vorsichtig

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich auch zum Ende der Woche uneinheitlich
. Während Hongkong leichte Abgaben verzeichnet, geht es in Tokio etwas nach oben. Die Kursbewegungen halten sich jedoch in engen Grenzen. Viele Anleger scheuen das Risiko aufgrund der vielfältigen Unsicherheiten.
In Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index um 0,5 Prozent weiter nach unten. Zwar haben die jüngst stark belastenden Proteste gegen das Abschiebungsgesetz etwas nachgelassen, jedoch sei damit zu rechnen, dass diese am Wochenende wieder zunähmen, heißt es. Bei den zum Teil heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften im Laufe der Woche wurden Berichten zufolge mindesten 79 Menschen verletzt.
Übergeordnet sorgen weiter globale Handelsspannungen
- insbesondere zwischen den USA und China - für Zurückhaltung. US-Präsident Donald Trump hat seine Drohung bekräftigt die US-Zölle gegen chinesische Waren zu erhöhen sollte sich Chinas Präsident Xi Jingping nicht auf dem G20-Treffen Ende des Monats in Japan mit ihm zu einem Gespräch treffen. Chinas Handelsministerium hat derweil am Freitag mitgeteilt, die Importzölle auf Stahlrohre aus der EU und den USA zu erhöhen.
In Tokio legt der Nikkei-Index dennoch 0,4 Prozent zu auf 21.117 Punkte. In Schanghai und Seoul geht es hingegen um jeweils rund 0,3 Prozent abwärts.
Nach Angriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman rücken auch geopolitische Spannungen wieder verstärkt in den Fokus. US-Außenminister Mike Pompeo hat dem Iran die Verantwortung für die mutmaßlichen Angriffe zugewiesen. "Es ist die Einschätzung der USA, dass die Islamische Republik für die Angriffe verantwortlich ist", sagte Pompeo in Washington. Konkrete Belege dafür lieferte er jedoch nicht. Iran hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Unter den Einzelwerten legen Sony in Tokio 2,9 Prozent zu, nachdem der aktivistische Investor Daniel Loeb erneut die Abspaltung des Halbleitergeschäfts gefordert hat. Zudem solle Sony auch die Beteiligungen an den Versicherer Sony Financial, dem Technologiekonzern Olympus und den Musik-Streamingdienst Spotify in Betracht ziehen.

Ausblick für heute

DAX
Mit einem behaupteten Start am deutschen Aktienmarkt rechnen Händler am Freitag. Vorbörslich wird der DAX auf 12.172,00 Punkte taxiert (Vortag: 12.169,05). "Die Chancen liegen aber eher auf der Oberseite", sagt ein Händler, denn auf der Unterseite seien die Marktteilnehmer stark abgesichert. Zwar gebe es derzeit auch kaum Gründe für strategische Käufe, andererseits bei den niedrigen Renditen aber auch keine Alternativen für Anlagen. Und die Zinsspekulation um die Fed-Sitzung in der kommenden Woche sowie der dann ebenfalls anstehende G-20-Gipfel könnten die Anleger in Verbindung mit dem großen Verfallstermin an der Eurex zu kurstreibendem Positionsmanagement zwingen.

5G-Auktion
Der Bund hat mit der Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen über 6,5 Milliarden Euro eingesammelt. Am Mittwoch endete die Auktion nach 52 Tagen. Letztlich gaben die vier Teilnehmer Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica Deutschland und Drillisch deutlich mehr aus als erwartet. Versteigert wurden insgesamt 420 Megahertz an Frequenzen. Jeweils 130 Megahertz erwarben die Deutsche Telekom für knapp 2,2 Milliarden Euro und Vodafone für 1,9 Milliarden Euro. Die United-Internet-Tochter Drillisch zahlt für 70 Megahertz knapp 1,1 Milliarden Euro, Telefonica Deutschland ("O2") für 90 Megahertz 1,4 Milliarden Euro. Bundesfinanzminister Olaf Scholz erklärte, das Geld werde er nicht für den Bundeshaushalt, sondern wie in der Koalition vereinbart für digitale Infrastruktur verwenden. 

Unternehmen

Aurubis
Europas größte Kupferhütte hat nach einem fehlgeschlagenen Investitionsprojekt seinen Vorstandschef Jürgen Schachler entlassen. Zudem hätten Vorstand und Aufsichtsrat vereinbart, das Investitionsprojekt FCM (Future Complex Metallurgy) zu stoppen, dessen Wirtschaftlichkeit "nicht mehr gegeben" sei. 

BMW

BMW-Technik für Vietnam: Der Unternehmer Pham Nhat Vuong hat einen rasanten Aufstieg vom Restaurantbesitzer zum Immobilienmilliardär hingelegt. Und in nur 21 Monaten schuf er den ersten Autohersteller des Landes. Mithilfe deutscher Technik von BMW soll das Imperium nun weiter wachsen. Früher als geplant eröffnet Vuong eine Autofabrik.

Lidl

Der Landesdatenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg hat angekündigt, das in Berlin und Brandenburg gestartete Programm "Lidl Plus" zu prüfen. Es müsse kontrolliert etwa werden, "ob es zulässig ist, von Kindern solche Kundenprofile zu erstellen", sagte Stefan Brink (FDP). Kinder hätten häufig bereits ab der weiterführenden Schule Smartphones. "Es muss geprüft werden, inwieweit die Eltern hier mit einbezogen werden." Zudem müsse Lidl ganz transparent und für jeden verständlich machen, wozu welche Daten erhoben werden.

UBS / Credit Suisse
Die Schweizer Großbanken sind nach Einschätzung der Notenbank SNB im vergangenen Jahr widerstandsfähiger geworden. Credit Suisse und UBS<UBSG.S> hätten ihre Kapitallage leicht verbessert und seien nahe daran, die Vorgaben vollständig zu erfüllen, hieß es in dem Bericht zur Finanzstabilität der Schweizerischen Nationalbank (SNB). 

Volkswagen
Volkswagen unternimmt einen neuen Anlauf für einen Börsengang seiner Nutzfahrzeugtochter Traton und will dabei bis zu 1,9 Milliarden Euro einnehmen. Ingesamt würden bis zu 57,5 Millionen Aktien in einer Preisspanne von 27 bis 33 Euro pro Stück angeboten, teilte Volkswagen am Donnerstagabend mit. Damit werde die Dachgesellschaft der Lkw- und Bushersteller MAN und Scania insgesamt mit bis zu 16,5 Milliarden Euro bewertet. Die Papiere sollten zwischen dem 17. und 27. Juni angeboten werden, als erster Handelstag an den Börsen in Frankfurt und Stockholm ist der 28. Juni geplant. "Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen", erklärte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter.

Die Roboterauto-Kooperation, über die Volkswagen und Ford seit Monaten verhandeln, steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Für VW-Chef Herbert Diess hat die Allianz mit dem US-Autobauer geostrategisch überragende Bedeutung.

Die Türkei rechnet sich gute Chancen für ein neues Volkswagen-Werk aus. So ist ein Grundstück in der Nähe von Izmir im Gespräch. Dort herrsche kein Facharbeitermangel wie in der EU, heißt es.

Der VW-Chef verlangt mehr Kooperation. Herbert Diess hält seinen Führungskräften vor, dass die Konzernmarken nicht ausreichend zusammenarbeiten. Besonderen Bedarf sieht der Vorstandschef bei Audi.

Termine
08:45 FR Verbraucherpreise Mai (endgültig)
10:00 IT Verbraucherpreise Mi m/m
14:30 US Einzelhandelsumsatz Mai m/m, erw. 0,60
15:15 US Kapazitätsauslastung Mai
15:15 US Industrieproduktion Mai m/m
15:30 GB CB Index der Frühindikatoren April m/m
16:00 US Konsumklima Uni Michigan Juni (vorläufig)
16:00 US Lagerbestände April m/m
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa: Private Equity Holding
Quartalszahlen USA: Cheetah Mobile
Dividendenabschläge: Brenntag, Encavis, Eastman Chemical, Merck & Co. Inc., Viacom, usw.


Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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