Donnerstag, 25. April 2019, 09:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.304,53
EuroStoxx50-Eröffnung 3.495,41
Financial Markets
DAX 12.313,16 (+0,63%)
MDAX 26.003,33 (-0,13%)
TecDAX 2.895,61 (+2,16%)
EuroStoxx50 3.502,63 (-0,03%)
Dow Jones 26.597,05 (-0,22%)
Nasdaq 100 7.784,41 (-0,34%)
Nikkei 22.307,58 (+0,48%)
EUR/USD 1,1155  
Gold in USD 1.275,12  
Oil (Brent) in USD 74,04  
DAX Tops:
SAP 114,62 (+12,55%)
Wirecard 134,00 (+8,50%)
Vonovia 45,27 (+1,39%)
DAX Flops:
Bayer 60,20 (-2,90%)
E.ON 9,60 (-2,21%)
Covestro 51,22 (-1,95%)

Märkte

Deutschland – DAX freundlich Dank SAP und Wirecard

Positiv aufgenommene Unternehmensnachrichten haben dem Dax am Mittwoch den neunten Gewinntag in Folge beschert. Dank der Kurssprünge von Schwergewicht SAP sowie von Wirecard stieg der deutsche Leitindex bis auf knapp 12.350 Punkte, was den höchsten Stand seit Anfang Oktober bedeutete.Von hier aus zollte er aber seiner jüngsten Rally etwas Tribut: Zum Schluss behauptete der Dax noch ein Plus von 0,63% auf 12.313,16 Punkte. Dass sich das Ifo-Geschäftsklima im April überraschend wieder eingetrübt hatte, ließ den Dax weitgehend kalt. Mau sah es indes beim MDax aus: Der Index verabschiedete sich 0,13% schwächer bei 26.003,33 Zählern aus dem Handel. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit einem Minus von 0,03% bei 3502,63 Punkten auf der Stelle. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben etwas nach. Angetrieben wurde der Dax vor allen vom Softwarekonzern SAP. Die Aktie von Deutschlands wertvollstem Börsenunternehmen stieg dank angehobener Gewinnziele um rund 12,5% und erreichte bei 116,32 EUR ein Rekordhoch. Auch die jüngsten Geschäftszahlen stießen bei Analysten auf viel Lob, obwohl SAP wegen hoher Kosten für den laufenden Personalumbau erstmals seit langem einen Quartalsverlust vermeldet hatte. Bei Wirecard trübte derweil ein neuer Bericht der "Financial Times" (FT) die Freude über den angekündigten Einstieg des japanischen Mischkonzerns Softbank merklich: Die Aktien des Zahlungsabwicklers, der am Donnerstag detaillierte Jahreszahlen vorlegen wird, dämmten ihr Kursplus von zeitweise über 15% auf zum Schluss noch 8,5% ein. Dem Bericht zufolge waren angeblich in den vergangenen Jahren die Hälfte der Unternehmenserlöse und fast die gesamten Gewinne auf lediglich drei Partner zurückgegangen, wie das Blatt unter Berufung auf ihm vorliegende Dokumente schrieb. Wirecard teilte dazu mit, "der FT-Artikel enthält wie alle anderen auch viele falsche und irreführende Aussagen". Zu den größten Dax-Verlierern zählten derweil die um über 2% schwächeren Titel des Energieversorgers Eon . Sie litten unter einer Abstufung durch die Bank of America . Aktien des Konkurrenten RWE sanken im Sog dieser Entwicklung um mehr als 0,5%. Aktien von Telekomunternehmen litten unter dem anhaltenden Bieterrennen um 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland. Inzwischen summieren sich die Höchstgebote der vier Interessenten nach Angaben der Bundesnetzagentur auf rund 5,5 Mrd. EUR. Externe Fachleute waren zuvor nur von Einnahmen von 3 bis 5 Mrd. EUR ausgegangen. Die Titel der Deutschen Telekom verloren über 1%. Im MDax belegten 1&1 Drillisch und Telefonica Deutschland (O2) mit Kursverlusten von knapp drei beziehungsweise fast 4% hintere Plätze. Ebenfalls unter Druck geriet die Autobranche. Börsianer verwiesen auf den Autobauer Nissan, der mit seiner Gewinnprognose enttäuscht und damit die Branche belastet habe. Daimler, BMW und Volkswagen verloren zwischen 1% und 1,5%. Continental knabberten mit fast 1,5% Minus zudem an einer Analystenabstufung: Metzler strich die Kaufempfehlung für den Zulieferer. Bei Deutz reichte es im Nebenwerte-Index SDax letztlich nur für ein Kursplus von 0,29%. Der Motorenhersteller war gut ins Jahr 2019 gestartet. Händler sprachen von starken vorläufigen Quartalszahlen.

USA – Gewinnmitnahmen

Die Quartalsberichte etlicher großer US-Konzerne haben den Börsen am Mittwoch keinen weiteren Auftrieb mehr gegeben. Nach den neuen Hochs der Leitindizes am Vortag hielten sich die Anleger merklich zurück. "Die US-Aktien waren richtungslos, bevor wir uns immer mehr dem Höhepunkt der Berichtssaison nähern", sagte Stratege Chris Hussey von der Investmentbank Goldman Sachs . Der Dow Jones Industrial , der am Vortag noch auf den höchsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gestiegen war, gab um 0,22% auf 26.597,05 Punkte nach. Der S&P 500 verlor 0,22% auf 2927,25 Punkte. Das marktbreite Börsenbarometer hatte am Dienstag ein erneutes Rekordhoch nur knapp verpasst. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 0,34% auf 7784,41 Zähler – nach einem Rekordhoch am Vortag. Für Enttäuschung unter Investoren sorgten Aussagen des Caterpillar-Finanzvorstands nach der Vorlage von Quartalszahlen. Andrew Bonfield hatte gewarnt, dass der Marktanteil des Unternehmens in China im laufenden Jahr etwas sinken dürfte. Experten bemängelten zudem bei dem Hersteller von Baumaschinen nach einem zweiten Blick auf das Zahlenwerk die unter den Erwartungen liegenden Gewinnmargen. Mit einem Abschlag von gut drei Prozent zählte der Titel zu den größten Verlierern im Dow, nachdem er im vorbörslichen Handel noch im Plus notiert hatte.Um eine der größten Übernahmen in der Ölindustrie ist ein Bieterwettkampf entbrannt: Neben dem US-Branchenriesen Chevron hat es nun auch Occidental Petrolum auf den Ölförderer Anadarko abgesehen. Der Ölkonzern aus Texas will mit seinem Gebot in Höhe von 38 Mrd. USD (34 Mrd. EUR) den Konkurrenten übertrumpfen. Occidental bietet 76 USD pro Aktie, rund ein Fünftel mehr als Chevron. Aktien von Anadarko schnellten daraufhin um fast 12% auf 71,40 Dollar nach oben. Papiere von Chevron verloren dagegen am Dow-Ende gut 3% und Occidental 0,6%. Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing verabschiedet sich wegen der Flugverbote für den Mittelstreckenjet 737 Max von seinen Jahreszielen. Gleichwohl legte der Kurs leicht zu. Experte Noah Poponak von Goldman Sachs verwies auf einen überraschend hohen Cashflow im ersten Quartal. Für gute Nachrichten sorgte Ebay. Der Quartalsgewinn der Online-Handelsplattform war höher ausgefallen als erwartet, was bei Anlegern gut ankam: Die Aktien zogen um rund 5% an. Papiere von AT&T verloren gut 4%. Der Telekom- und Medienkonzern war zu Jahresbeginn nur dank des milliardenschweren Zukaufs von Time Warner gewachsen. Im Geschäft mit Unternehmenskunden und im Breitbandfestnetz war es weniger rund gelaufen. Die Foto-App Snapchat hatte zuletzt erstmals nach drei Quartalen wieder Nutzer gewonnen. Insgesamt überzeugte der Mutterkonzern Snap mit den Geschäftszahlen. Die Aktien büßten dennoch gut 6% ein. Die Deutsche Bank verwies auf eine zurückhaltende Prognose für die Nutzerzahlen im laufenden Quartal. Der Chip-Spezialist Texas Instruments überzeugte an der Börse mit den Ergebnissen im ersten Quartal. Die Papiere rückten um 1,8% auf den höchsten Stand seit zehn Monaten vor.

Asien – Uneinheitlich

Die Asienbörsen haben am Donnerstag keine einheitliche Tendenz gezeigt. Chinas und Südkoreas Börsen gaben nach, Tokio war fester und die Börse in Sydney feiertagsbedingt geschlossen. Südkoreas Wirtschaft schrumpfte im Q1 um 0,3%; die Konsens-Erwartung hatte bei einem Zuwachs von 0,3% gelegen. "Insgesamt sehen wir etwas besser als erwartete Unternehmensergebnisse", sagte Bill Merz, Leiter Fixed Income Research bei U.S. Bank Wealth Management. Aber in den Wirtschaftsdaten sehen wir weltweit Anzeichen von Schwäche; zwar gibt es einige Hinweise für eine Bodenbildung ausserhalb der USA, aber wir sehen ausreichend Hinweise dafür, dass sich das Wachstum verlangsamt."

Ausblick für heute

Der DAX dürfte heute etwas stärker in den Handel starten. L&S taxiert den Leitindex derzeit auf 12.320 Punkte. Die Vorgaben aus Asien und den USA geben keine einheitliche Richtung vor, vor allem in den USA haben sich die Anleger kurz vor dem Höhepunkt der Berichtssaison eher zurückgehalten. Im Fokus der Marktteilnehmer stehen heute zahlreiche Quartalszahlen.

Japan

JAPANS NOTENBANK hat erwartungsgemäß ihre ultra-lockere Geldpolitik bekräftigt. Die Währungshüter betonten ihre Absicht, die Zinssätze noch für längere Zeit niedrig zu halten. Erstmals nannten sie dazu auch einen Zeitrahmen. Demnach soll die Zusage "wenigstens bis etwa Frühjahr 2020" gelten.

Unternehmen

Bayer

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern geht gegen das erste Urteil in der Glyphosat-Klagewelle in Berufung. Die Bayer-Tochter Monsanto habe mit der Einreichung ihres ersten Berufungsschriftsatzes bei einem kalifornischen Gericht beantragt, das Urteil der Geschworenen im Fall Johnson gegen Monsanto aufzuheben und die Klage abzuweisen, wie Bayer mitteilte. Die vorgelegten Beweise würden den Anforderungen zum Nachweis von Verantwortlichkeit und Kausalität bei weitem nicht entsprechen.

Bayer erzielte im 1. Quartal 2019 einen Umsatz von 13,015 Mrd. EUR (VJ: 9,138 Mrd. EUR; Prognose: 12,616 Mrd. EUR) und ein EBITDA (pre ex) von 4,188 Mrd. EUR (VJ: 2,896 Mrd. EUR; Prognose: 4,027 Mrd. EUR). Das Nettoergebnis belief sich auf 1,241 Mrd. EUR (VJ: 1,954 Mrd. EUR). Das Management hat den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2019 bestätigt. Die Zahl der Glyphosat-Kläger in den USA ist bis zum 11. April auf ca. 13.400 gestiegen. Die Zahl der Klagen steigt somit weiter, aber langsamer.

Deutsche Bank

Die Fusionsgespräche zwischen den beiden Banken sind laut "Wall Street Journal" ins Stocken geraten. Neuigkeiten zu dem Vorhaben seien bis Freitag nicht zu erwarten, berichtete die Zeitung. Nach Informationen der "Bild" wollen die beiden Banken heute über ihre Fusionspläne informieren. Es werde erwartet, dass Deutsche Bank und Commerzbank ihre bisherigen Gespräche als erfolgreich bewerteten. 

Pfeiffer Vacuum

Der Technologiekonzern hat im ersten Quartal weniger Gewinn und Umsatz erwirtschaftet als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (Ebit) belaufe sich auf 18,1 Mio. EUR, teilte das Unternehmen mit. Damit liege es deutlich unterhalb des Vorjahreswerts von 27,5 Mio. EUR. Den Konzernumsatz bezifferte der Vakuumpumpenhersteller auf 153,7 Mio. EUR.

Wirecard

Der Zahlungsanbieter wehrt sich gegen neue Vorwürfe der "Financial Times" (FT). "Der FT-Artikel enthält wie alle anderen auch viele falsche und irreführende Aussagen", erklärte der Konzern. Die Zeitung hatte zuvor auf ihrer Webseite einen Artikel veröffentlicht, wonach die Hälfte des weltweiten Umsatzes und ein Großteil des Wirecard-Gewinns in der Vergangenheit von drei undurchsichtigen Partnern stammten. Heute Bilanz-PK.

Wirecard erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 2,02 Mrd. EUR (VJ: 1,49 Mrd. EUR) und ein EBITDA von 560,5 Mio. EUR (VJ: 410,3 Mio. EUR). Das Nettoergebnis belief sich auf 347,4 Mio. EUR (VJ: 256,1 Mio. EUR). Das gesamte Transaktionsvolumen im Gesamtjahr 2018 betrug 124,9 Mio. EUR (VJ: 91 Mio. EUR). Das Management hat die EBITDA-Prognose von 740 bis 800 Mio. EUR für das laufende Geschäftsjahr 2019 bestätigt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr soll auf der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,20 EUR (VJ: 0,18 EUR) je Aktie vorgeschlagen werden.

Termine
08:00 DE Baugenehmigungen Januar – Februar
09:00 SP Arbeitslosenquote Q1
12:00 GB CBI-Index Erwartungen Industrieaufträge April
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Tsd.
14:30 US Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Mio.
16:30 US DoE Erdgas-Lagerhaltung in BCF
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa: UBS, TAG Immobilien, Nokia Oyi, Wacker Chemie, Bayer, Drägerwerk, Vossloh, Wirecard, Barclays PLC, ATOSS Software, Hawesko, Lloyd Fonds, Petro Welt Technologies, Allegion PLC. usw.  
Quartalszahlen USA: Columbia Sportswear Company, GrubHub, Illinois Tool Works, Masco, Raytheon, Southwest Airlines, 3M Co., AbbVie, Altria Group, Baxter International, Bristol-Myers Squibb, Comcast, D.R.Horton, Hess, Interface, Newmont Goldcorp, Shutterstock, United Parcel Service, Wast Management, Biomarin Pharmaceutical, Amazon, Cerner, Eastman Chemical, Ford Motor, Intel, Juniper Networks, Mattel, Starbucks usw.  


Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
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volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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