Montag, 25. März 2019, 09:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 11.323,20
EuroStoxx50-Eröffnung 3.371,68
Financial Markets
DAX 11.364,17 (-1,61%)
MDAX 24.711,11 (-1,63%)
TecDAX 2.641,57 (-1,22%)
EuroStoxx50 3.305,73 (-1,83%)
Dow Jones 25.502,32 (-1,77%)
Nasdaq 100 7.326,05 (-2,23%)
Nikkei 20.977,11 (-3,01%)
EUR/USD 1,1304  
Gold in $ 1.315,58  
Oil (Brent) in $ 66,07  
DAX Tops:
RWE 23,75 (+3,04%)
Dt. Boerse 111,90 (+0,72%)
adidas 209,90 (+0,67%)
DAX Flops:
Fresenius 46,24 (-4,23%)
Thyssenkrupp 12,32 (-3,52%)
Bayer 59,30 (-3,23%)

Märkte

Deutschland – Konjunktursorgen drücken

Neue schwache Wirtschaftssignale haben die Anleger zu Wochenschluss in die Flucht getrieben. Der Dax weitete sein Minus am Freitag vor allem am Nachmittag aus, als sich auch die US-Börsen auf Talfahrt begaben. Der Leitindex ging 1,61 Prozent tiefer bei 11 364,17 Punkten aus dem Handel und besiegelte so einen Wochenverlust von 2,7 Prozent. Zunächst hatte er am Dienstag noch ein Hoch seit Oktober erreicht, nun steht er auf dem tiefsten Stand seit einem Monat. Als Grund für den verstärkten Kummer der Anleger galten schwache Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. In Deutschland etwa war das Stimmungsbarometer für die Industrie im März auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren gefallen. Die neue Konjunkturangst erwischte viele Anleger auf dem falschen Fuß: Laut dem Helaba-Experten Markus Reinwand hatten sie zuletzt eher auf einen Aufschwung gesetzt, nun aber bremse die Unsicherheit den Risikoappetit. Im Sog dessen kam auch der MDax deutlich unter Druck. Der Index der mittelgroßen deutschen Werte büßte am Freitag 1,63 Prozent auf 24 711,11 Punkte ein. Auf europäischer Bühne rutschte der Eurostoxx am Ende sogar um 1,83 Prozent auf 3305,73 Punkte ab, die Leitindizes in Paris und London sackten jeweils sogar um runde 2 Prozent ab. Stahl- und Autowerte ließen angesichts der Konjunktursorgen Federn. In ersterem Sektor ging es allen voran für Salzgitter um mehr als 5 Prozent bergab, da half auch eine angehobene Dividende des neuerdings im SDax gelisteten Stahlkochers nicht. Im Dax gehörten Thyssenkrupp mit einem Abschlag von 3,5 Prozent zu den großen Verlierern. Daimler , BMW und Volkswagen büßten im Leitindex zwischen 1,9 und 2,7 Prozent ein. An der Dax-Spitze waren RWE die größte positive Ausnahme. Ein Analystenkommentar trieb die Aktien des Energiekonzerns mit einem Aufschlag von etwa 3 Prozent auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren, Eon rückten im Schlepptau um ein halbes Prozent vor. Alberto Gandolfi von Goldman Sachs zeigte sich am Freitag weiterhin überzeugt von den Aktien der beiden deutschen Versorger. Die Papiere des Sportartikelherstellers Adidas verteuerten sich nach Zahlen von Nike um 0,7 Prozent. Der US-Konkurrent enttäuschte zwar auf seinem heimischen US-Markt, international lief es laut Analyst Jürgen Kolb von Kepler Cheuvreux aber gut. Der Experte glaubt, dass Adidas von diesen Tendenzen profitiert.Schlusslicht im Dax waren jedoch die Anteile des Medizinkonzerns Fresenius mit einem Kursrutsch um 4,2 Prozent. Nach gutem Lauf seit Anfang Dezember waren sie zuletzt mehrmals an der 50-Euro-Marke gescheitert, nun setzten Gewinnmitnahmen ein. Verschärft wurde der Abwärtssog durch den Fall unter die 50-Tage-Linie, die Anlegern als mittelfristiger Indikator dient. Im MDax waren ProSiebenSat.1 mit 2,85 Prozent unter den Verlierern. Sie steuerten damit weiter auf ihr bisheriges Tief seit Ende 2011 zu. Nach Amazon und Netflix droht nun auch Apple dem TV-Konzern neue Streaming-Konkurrenz zu machen. Der iPhone-Hersteller hat am Montag eine Veranstaltung in seinem Hauptquartier in Cupertino angesetzt, bei dem es um einen neuen Videodienst gehen soll.

USA – Rezessionsängste drücken den DOW

Kalte Dusche für die Anleger zum Wochenschluss: Konjunktursorgen haben den US-Aktienmärkten am Freitag massive Verluste eingebrockt. Miserable Wirtschaftsdaten aus Deutschland und der Eurozone hätten neue Ängste vor einer schrumpfenden Weltwirtschaft geschürt, hieß es. Negative Impulse kamen auch vom US-Anleihenmarkt: Erstmals seit der schweren Finanzkrise 2007 fiel am Freitag der Zins für zehnjährige US-Staatsanleihen unter jenen für dreimonatige Geldmarktpapiere. Das wird von einigen Fachleuten als Rezessionssignal gesehen. Der Dow Jones Industrial fiel letztlich um 1,77 Prozent auf 25 502,32 Punkte und schloss damit fast auf seinem Tagestief. Auf Wochensicht verbuchte der US-Leitindex ein Minus von rund 1,3 Prozent. Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 1,90 Prozent auf 2800,71 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 2,23 Prozent auf 7326,06 Zähler ein. Zudem verschreckten enttäuschende Quartalszahlen von Nike die Anleger. Der Sportartikelriese hatte zwar angetrieben von starken Online-Verkäufen insgesamt ein weiteres Quartal mit glänzenden Ergebnissen abgeliefert. Im Heimatmarkt Nordamerika aber stiegen die Erlöse nicht so deutlich wie von Analysten erhofft. Die Nike-Aktien sackten am Dow-Ende um 6,6 Prozent ab. Die Krise des Luftfahrtriesen Boeing verschärft sich weiter: Nach zwei Flugzeugabstürzen mit insgesamt 346 Toten bestätigte nun die erste Airline die Absicht, einen milliardenschweren Großauftrag zu stornieren. Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda will eine Bestellung über 49 Maschinen des Typs Boeing 737 Max rückgängig machen. Der Wert der Bestellung liegt nach Listenpreis bei mehr als vier Milliarden Euro. Boeing-Aktien verbilligten sich um 2,8 Prozent. Mit einem Minus von 1,3 standen die Papiere von Levi Strauss (Levi's) an ihrem zweiten Handelstag vergleichsweise gut da. Am Vortag hatte der traditionsreiche Jeans-Hersteller eine fulminante Rückkehr aufs Börsenparkett gefeiert: Die Aktien waren mit einem satten Anstieg von mehr als 30 Prozent zum Ausgabepreis aus dem Handel gegange

Asien - Auch hier drücken Konjunktursorgen

Konjunktursorgen haben den Asienbörsen am Montag zugesetzt, wobei sich der Ausverkauf im Handelsverlauf weiter beschleunigte. Besonders starke Abschläge gab es in Japan, aber auch die Handelsplätze in China, Hongkong und Südkorea lagen deutlich im Minus. Der breite MSCI AC Asia Pacific Index notierte um 07:10 Uhr MEZ 0,1% im Plus bei 160,93 Zählern. Die Anleihekurse in der Region kletterten derweil: Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen von Australien erreichte ein Allzeittief, während Japans den niedrigsten Stand seit 2016 erreichte. In Japan laufen die grossen Indizes auf ihre stärksten Kursverluste seit Weihnachten zu. Der Nikkei 225 verlor zuletzt 3%, während der Topix 2,45% nachgab - mit allen 33 Branchengruppen im Minus. Japans Banken gaben nach, während die Rendite zehnjähriger Treasuries weiter nachgab. Mizuho Financial Group verloren 1,1%.

Ausblick für heute

DAX
Vorbörslich notiert der DAX schwächer mit -0,61%. Grund hierfür sind die sehr schwachen Vorgaben aus Übersee und Konjunkturängste. Auch wird man sich auf die weiterhin andauernde BREXIT-Querelen fokussieren.

BREXIT
Premierministerin May ist einem Medienbericht zufolge aufgefordert worden, einen Zeitplan für ihren Rücktritt vorzulegen. Diese Bedingung hätten Befürworter eines EU-Austritts im Parlament bei einem Treffen für die Zustimmung zum Brexit-Abkommen gestellt, berichtet ein Buzzfeed-Journalist. Damit solle sicherstellt werden, dass die nächste Phase der Brexit-Verhandlungen unter anderer Führung laufe. Heute befasst sich das Unterhaus erneut mit dem Brexit. 

Unternehmen

Bayer
Der wegen der Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto kritisierte Konzernchef Werner Baumann wehrt sich gegen den Vorwurf, sein Unternehmen habe die Risiken des Milliarden-Zukaufs unterschätzt. Auf die Frage nach einem Rücktritt sagte er der "FAS", der Vorstand habe die volle Rückendeckung des Aufsichtsrats. 

Deutsche Bank / Commerzbank
-Die Gewerkschaft Verdi mobilisiert die Belegschaft gegen eine Fusion der beiden Institute. "Vom 28. März an werden wir die Beschäftigten der Deutschen Bank und der Commerzbank jeden Tag zu Warnstreiks aufrufen, jeden Tag in einer anderen Stadt", kündigte Verdi-Vertreter und Commerzbank-Aufsichtsrat Stefan Wittmann in der "FAZ" an. "Die Mitarbeiter beider Banken sollen gemeinsam so lange streiken, bis die Fusion abgesagt ist."     

-Die DEUTSCHE BANK hat laut "Financial Times" ihren Mitarbeitern untersagt, während der Fusionsgespräche mit der COMMERZBANK Aktien der Deutschen Bank zu verkaufen. 

Scout 24
Scout24 erzielt 2018 einen Umsatz von €531,7 Mio. (VJ: €479,8 Mio, Analystenprognose: €533,1 Mio), ein Ebitda (operativ) von €291,5 Mio (VJ: €252,8 Mio) und ein Konzernergebnis nach Steuern von €165 Mio (VJ: €110,9 Mio). Dividendenvorschlag für 2018 von €0,64 je Aktie (VJ: €0,56). Im Ausblick auf 2019 rechnet Scout24 mit steigenden zweistelligen Wachstumsraten.

Surteco
SURTECO GROUP SE erzielt 2018 einen Umsatz von €699 Mio (VJ: €690 Mio), ein Ebitda von €32,2 Mio (VJ: €44,7 Mio) und einen Vorsteuergewinn von €27,1 Mio (VJ: €33,5 Mio). 

Termine
09:00 CH SNB Zahlungsbilanz Q4 2018
10:00 DE ifo-Geschäftsklimaindex März
10:00 DE ifo-Geschäftslage und Geschäftserwartungen März
11:00   Fed-Präsident von Philadelphia, Patrick Harker, hält eine Rede in
13:30 US Chicago Fed National Activity Index Februar
15:00 China Index der Frühindikatoren Februar m/m
15:00 BE Geschäftsklimaindex März
15:45 EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa: Cham Group, Freenet, Hypoport, init, SFC Energy, Scout24
Quartalszahlen USA: Cheetah Mobile, Francescas, Red Hat, Winnebago Ind.


Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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