Freitag, 22. März 2019, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 11.578,39
EuroStoxx50-Eröffnung 3.371,68
Financial Markets
DAX 11.549,96 (-0,46%)
MDAX 25.121,20 (+0,16%)
TecDAX 2.674,24 (-0,17%)
EuroStoxx50 3.367,40 (-0,15%)
Dow Jones 25.962,51 (+0,84%)
Nasdaq 100 7.493,27 (+1,52%)
Nikkei 21.627,34 (+0,09%)
EUR/USD 1,1383  
Gold in USD 1.312,80  
Oil (Brent) in USD 67,92  
DAX Tops:
RWE 23,05 (+3,50%)
Covestro 47,53 (+1,58%)
Beiersdorf 89,74 (+1,33%)
DAX Flops:
Wirecard 101,10 (-5,60%)
Deutsche Bank 7,44 (-4,10%)
Deutsche Börse 111,10 (-2,97%)

Märkte

Deutschland – Konjunktursorgen belasten die Indizes

Wieder hochgekochte Konjunktursorgen haben am Donnerstag die Aktienmärkte ausgebremst. Der Dax zollte seiner bisherigen Rally in diesem Jahr seinen Tribut und rutschte zeitweise unter die Marke von 11.500 Punkten. Am Ende stand noch ein Abschlag von 0,46% auf 11.549,96 Punkte auf der Kurstafel. Der MDax konnte sich positiv abheben und schaffte am Ende ein Plus von 0,16% bei 25.121,20 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kämpfte im späten Handel um die Gewinnschwelle, blieb aber letztlich mit einem Abschlag von 0,15% auf 3.367,40 Punkte leicht darunter. Weiter nachgebende Aktien der Deutschen Bank und von Bayer trugen im Dax zur schwachen Kurstendenz bei. Bei den deutschen Großbanken wirkt die vor wenigen Tagen gespürte Euphorie über Fusionsgespräche längst nicht mehr: Titel der Deutschen Bank blieben mit minus 4% auf Talfahrt. Die Aussicht auf die Zinspause in den USA kam in dem Sektor, für den niedrige Zinsen als nicht förderlich gelten, erschwerend hinzu. Noch deutlicher nach unten ging es im Dax lediglich für die 5,6% schwächeren Wirecard -Aktien, bei denen kritische Berichte im Zusammenhang mit Bilanzierungen in Asien nicht abebben. Auch HeidelbergCement gehörten nach der Zahlenvorlage mit 1,3% zu den Verlierern. Händlern zufolge verstimmte der Ausblick die Anleger.Auf der Sonnenseite standen die Aktien von Siemens und Infineon mit Kursgewinnnen von etwas mehr als 1%. Bei Siemens half eine Meldung, wonach der Konzern eine Fusion der Turbinen-Sparte mit asiatischen Partnern erwägt. Infineon wurde von einer allgemein guten Sektorstimmung im Chipbereich gestützt. Dafür verantwortlich gemacht wurden optimistische Aussagen des US-Speicherchipspezialisten Micron. Auch im Versorgerbereich ging es allgemein freundlich zu. RWE ragten im Dax mit einem Aufschlag von 3,5% besonders heraus. Im MDax rückten Uniper um mehr als 3% vor. Anleger wurden hier angelockt davon, dass der Finanzinvestor Elliott bei dem Energiekonzern weiter Druck ausübt. Der Hedgefonds fordert, dass Uniper einen Beherrschungsvertrag mit seinem finnischen Großaktionär Fortum vorbereiten soll. Im SDax belastete ein unerwartet starker Gewinnrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr die Papiere der Hornbach Holding mit minus 4,3%. Noch deutlicher um fast 11% rutschten dort die Aktien von Koenig & Bauer ab. Nach der Zahlenvorlage fielen diese unter die 50-Tage-Linie, die Anleger gerne als Indikator für den mittelfristigen Trend heranziehen.

USA – Dow Jones-Anstieg scheitert an 26.000 Punkten

Die Wall Street hat sich am Donnerstag gut erholt von ihrem Vortagesverlust präsentiert. Beflügelt von rasanten Kursgewinnen der beiden Technologie-Schwergewichte Apple und Microsoft stieg der Dow Jones Industrial letztlich um 0,84% auf 25.962,51 Punkte. Im Verlauf übersprang der Leitindex mehrmals die vielbeachtete Marke von 26.000 Punkten, allerdings jeweils nur kurzzeitig. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,09% auf 2.854,88 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 1,52% auf 7.493,27 Zähler zu. Für Gesprächsstoff sorgten weiterhin die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank, die dem Dow Jones am Mittwoch nur kurz Auftrieb verliehen hatten. Die Fed stellt ihre Ende 2015 begonnene geldpolitische Straffung vorerst ein. In diesem Jahr wird sie ihren Leitzins voraussichtlich nicht mehr anheben, im kommenden Jahr allenfalls noch einmal. Zudem will die Notenbank den im Herbst 2017 begonnenen Abbau ihrer billionenschweren Bilanz stoppen. Unter den Einzelwerten fielen Biogen mit einem Kurssturz von fast 30% besonders negativ auf. Der US-Pharmakonzern erlitt einen schweren Rückschlag bei seiner Alzheimer-Forschung. Das Unternehmen und sein Forschungspartner Eisai haben ihre Phase-III-Studien mit dem Medikamentenkandidaten Aducanumab gestoppt. Das Mittel galt bisher als die größte Hoffnung der Branche. Zusätzlichen Abwärtsdruck erhielten die Biogen-Titel von negativen Analystenkommentaren in Reaktion auf die Nachricht. Um knapp 10% nach oben ging es hingegen für die Anteilsscheine von Micron Technology. Der Chipkonzern hatte mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen am Markt übertroffen und geht von einer Erholung im Speicherchip-Markt aus. Dies mildere die Sorgen wegen einer schwächeren Nachfrage nach Smartphones und nachlassender Investitionen von Datencenter-Firmen etwas ab, sagten Händler. Apple verteuerten sich um 3,7% auf gut 195 USD und waren damit Spitzenreiter im Dow Jones. Sie profitierten unter anderem von mehreren positiven Analystenkommentaren. So hatte Needham-Analystin Laura Martin die Aktien auf "Strong Buy" hochgestuft und das Kursziel von 180 auf 225 USD erhöht. Im Verlauf hatte Apple kurzzeitig wieder den Titel als wertvollstes Unternehmen der Welt inne. Am Ende des Handels holte sich Microsoft dieses Prädikat mit 922 Mrd. USD zu 919 Milliarden Dollar (Apple) aber wieder zurück. Die Anteilsscheine von Microsoft schlossen mit einem Plus von rund 2,7%. Der traditionsreiche Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi's) ist bei seiner Rückkehr an die Börse auf großes Anlegerinteresse gestoßen. Der erste Kurs lag am Donnerstag bei 22,22 USD und damit gut 30% über dem Ausgabepreis von 17 USD. In der Spitze schossen die Aktien gar um 36% in die Höhe. Der Schlusskurs lag bei 22,41 USD und damit 32% höher. Das Unternehmen nahm beim Börsengang gut 623 Mio. USD an frischem Kapital ein und wurde insgesamt beim Börsen-Comeback mit etwa 6,55 Mrd. USD bewertet. Die New Yorker Börse hatte zu Ehren des Neulings sogar ihre "No Jeans"-Vorschrift für das Handelsparkett aufgehoben, so dass auch die Börsenhändler Levi's tragen konnten.

Asien – Uneinheitlich – Handel von Zurückhaltung geprägt

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zum Ende der Woche mehrheitlich mit leichten Abgaben. Die Börse in Sydney legt gegen den Trend jedoch zu. Von der Wallstreet kamen positive Vorgaben. Insbesondere der Technologiesektor lief hier gut. Der Nasdaq-Composite gewann 1,5%. In Japan fand am Donnerstag aufgrund eines Feiertages kein Handel statt. Die Börsianer verarbeiten noch die von einigen als "taubenhafter als gedacht" bewerteten Aussagen der US-Notenbank. Zudem richten sich die Blicke nun auf die in der kommenden Woche beginnende nächste Runde von Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Die zuletzt aus Washington kommenden widersprüchlichen Signale dämpfen die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konfliktes. In Asien dominiert derweil Zurückhaltung. An den Aktienmärkten in China ging es im frühen Handel zunächst etwas deutlicher abwärts; die Indizes erholten sich von ihren Tagestiefs im weiteren Handelsverlauf jedoch wieder etwas. Der Schanghai-Composite gibt 0,2% nach. Am Handelsplatz in Shenzhen, an der vornehmlich kleinere Werte gehandelt werden, verliert der Index rund 0,5%. In Hongkong zeigt sich der Hang-Seng-Index 0,4% schwächer. An der Börse in Tokio – wo am Vortag feiertagsbedingt kein Handel stattfand – notiert der Nikkei-225-Index kaum verändert bei 21.627 Punkten. Die japanischen Verbraucherpreise stiegen im Kern mit 0,7% gegenüber dem Vorjahr weniger stark als von Ökonomen mit 0,8% erwartet worden war. In Südkorea gibt der Kospi leicht um 0,1% auf 2.184 Punkte nach. Aufgrund guter Vorgaben aus dem US-Technologiesektor gewinnen Samsung und SK Hynix hier jedoch 1,3 bzw. 0,4%. In Sydney – wo der Handel bereits beendet ist – gewann der S&P/ASX 200 rund 0,5% hinzu. Gestützt wurde der Index hier von Rohstoffwerten. Fortescue legten 1,2% zu. Für Rio Tinto ging es um 0,7% nach vorne. Unter den Einzelwerten geht es in Hongkong für Tencent 0,7% nach unten. Der Internetriese hatte im vierten Quartal mit hohen Kosten zu kämpfen. Wie das Unternehmen nach Börsenschluss am Vortag mitgeteilt hat, brach der Gewinn im Schlussquartal um knapp ein Drittel ein, womit die Markterwartungen verfehlt wurden. Für die Aktie des Smartphone-Zulieferers AAC ging es nach Vorlage von schwachen Viertquartalszahlen zunächst abwärts. Im weiteren Handelsverlauf erholte sie sich jedoch notiert nun 3,2% im Plus. Der Umsatz des Technologiekonzerns brach um 32% gegenüber dem Vorjahr ein und lag rund 15% unter den Markterwartungen.

Ausblick für heute

Der DAX dürfte heute zunächst freundlich in den Handel starten. Ein chaotischer Brexit am 29. März wurde in der Nacht zum Freitag vorerst abgewendet; die Anleger zeigen sich von diesem Aufschub bisher unbeeindruckt. Die Staats- und Regierungschefs aus 27 EU-Staaten haben sich auf einen Aufschub des Austritts bis mindestens zum 12. April geeinigt. Am heutigen Handelstag stehen erneut einige (endgültige) Quartalszahlen und Konjunkturdaten im Fokus der Marktteilnehmer.

Brexit

Die EU-Staats- und Regierungschefs gewähren Großbritannien nach mehrstündigem Ringen eine kurze Verschiebung des bevorstehenden EU-Ausstiegs. Sollte das britische Parlament kommende Woche dem ausgehandelten Austrittsvertrag noch zustimmen, soll es einen Aufschub bis zum 22. Mai geben, hieß es in der Brexit-Abschlusserklärung des EU-Gipfels in Brüssel. Sollte das Unterhaus dagegen nicht zustimmen, soll es eine Verlängerung nur bis zum 12. April geben. May appellierte an das Parlament, der Austrittsvereinbarung kommende Woche zuzustimmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einer "sehr ehrlichen, wichtigen Diskussion".

Unternehmen

Boeing

Die indonesische Fluggesellschaft Garuda storniert ihre Bestellung von 49 Boeing 737 MAX. Die Order könnte in andere Boeing-Modelle geändert werden, sagte Garuda-Finanzchef Fuad Rizal. Die Airline ist die erste, die öffentlich Stornierungspläne nach dem Absturz einer zweiten 737 MAX bestätigt.

Deutsche Bank/Commerzbank

Eine Fusion der Geldhäuser könnte einem Bericht der "Bild" zufolge für rund 500 Filialen das Aus bedeuten. Für den Fall einer Fusion könnte jede dritte Filiale eingespart werden, schreibt das Blatt. Derzeit verfügt die Commerzbank über rund 1000, die Deutsche Bank über rund 530 Zweigstellen. Unterdessen rief ifo-Chef Clemens Fuest die Politik auf, sich aus einer möglichen Fusion der beiden Geldhäuser herauszuhalten. "Wir haben genug Banken in Deutschland, eher zu viele", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung." Die Deutsche Bank legt heute ihren Geschäftsbericht vor.   

Nike

Der weltgrößte Sportartikel-Hersteller schreibt wieder schwarze Zahlen. Im dritten Quartal stand unter dem Strich ein Gewinn von 1,1 Mrd. USD nach einem Verlust von 921 Mio. USD im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Nike-Aktie gab im nachbörslichen Handel um 3% nach.

Ryanair

Nach den Arbeitskämpfen in mehreren europäischen Ländern im vergangenen Jahr geht der Billigflieger für dieses Jahr von keinen weiteren Streiks aus. Spätestens bis Ostern seien die Tarifverträge für die Piloten in Deutschland mit der Vereinigung Cockpit und für die Flugbegleiter mit Verdi unterschrieben, sagte Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs in einem Reuters-Interview. 

Termine
  EU Gipfeltreffen der Statts- und Regierungschefs, Brüssel
08:00 DE ACEA, NfZ-Neuzulassungen Februar
09:30 DE Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig), erw. 48,00
09:30 DE Einkaufsmanagerindex Dienstlesitungssektor März (vorläufig)
10:00 EU EZB-Leistungsbilanzsaldo Januar (siasonbereinigt) in Mrd. EUR
10:00 EU Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig), erw. 49,30
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Composite März (vorläufig)
14:45 US Markit Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
14:45 US Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
15:00 US Verkauf bestehender Häuser Februar (annualisiert) in Mio.
15:00 US Lagerbestände Großhandel Dezember (vorläufig) m/m
19:00 US Haushaltssaldo Februar in Mrd. USD
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa: Artnet AG, Baader Bank AG, Credit Suisse Group AG, Deutsche Bank AG, Dürr AG, DWS Group GmbH & Co. KGaA, Encavis AG, Hapaq-Lloyd AG, Homag Group AG, Intercard AG, SAF Holland AG, Salzgitter AG, Schwälbchen Molkerei Jakob Berz AG, WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG
Quartalszahlen USA: Destination XL Group Inc., Hibbett Sports Inc., Tiffany & Co.
Hauptversammlungen: DIC Asset AG, Deutsche Industrie REIT AG
Sonstige Veranstaltungen: Jenoptik AG (Analystenveranstaltung)


Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
Artikel teilen

Wir verwenden Cookies, um die Funktionalität und den Inhalt dieser Website zu optimieren. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.