Donnerstag, 17. Januar 2019, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 10.852,50
EuroStoxx50-Eröffnung 3.069,41
Financial Markets
DAX 10.931,24 (+0,36%)
MDAX 22.780,09 (+0,63%)
TecDAX 2.520,02 (+0,71%)
EuroStoxx50 3.077,22 (+0,30%)
Dow Jones 24.207,16 (+0,59%)
Nasdaq 100 6.668,56 (-0,02%)
Nikkei 20.402,27 (-0,20%)
EUR/USD 1,1391  
Gold in $ 1.292,30  
Oil (Brent) in $ 60,32  
DAX Tops:
Dt. Bank 8,11 (+8,39%)
Dt. Lufthansa 20,42 (+3,58%)
Covestro 46,25 (+2,53%)
DAX Flops:
Thyssenkrupp 15,86 (-1,55%)
Henkel Vz. 94,20 (-1,44%)
Continental 129,85 (-1,10%)

Märkte

Deutschland – Wall-Street schiebt DAX an

Gewinne an der Wall Street haben am Mittwoch den Dax aus seiner Lethargie befreit und wieder in Richtung der 11 000-Punkte-Marke geschoben. Auf die schon im Vorhinein erwartete Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament reagierten die Anleger gelassen. Letztlich legte der deutsche Leitindex um 0,36 Prozent auf 10 931,24 Punkte zu, während der MDax um 0,63% auf 22 780,09 Zähler stieg. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 "wachte auf" und rückte um 0,30% auf 3077,22 Punkte vor. In Paris wurden ebenfalls Gewinne verzeichnet. Auftrieb kam vor allem durch die positive Börsenstimmung in den Vereinigten Staaten nach weiteren erfreulichen Quartalsberichten aus der Bankenbranche.  In London indes ging es infolge der Sorgen um den Brexit leicht abwärts. Vom ungeordneten Brexit, mit oder ohne einer Premierministerin May, bis hin zu einem späteren oder gar keinem Brexit seien nun wieder alle Optionen auf dem Tisch, sagte Jochen Stanzl, Analyst bei CMC Markets. "Die Börse zumindest schwankt in ihren Erwartungen zwischen einer Fristverlängerung und einem zweiten Referendum über die EU-Mitgliedschaft." Wirklich schlauer sei auf dem Börsenparkett derzeit keiner.Mit 432 zu 202 Stimmen hatten die Abgeordneten in London am Dienstagabend gegen den Deal votiert, den die britische Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelt hatte. May muss sich an diesem Mittwochabend nun einer Misstrauensabstimmung im Parlament stellen. Im Dax bauten die Aktien der Deutschen Bank ihre frühen Gewinne nach überraschend starken Quartalszahlen der Bank of America und Goldman Sachs weiter deutlich aus. Mit plus 8,4%rückten sie an die Index-Spitze. Zuvor hatte ein weiterer Pressebericht über ein mögliches Zusammengehen mit der Commerzbank alte Fusionsfantasien neu genährt. Die Commerzbank-Papiere verteuerten sich im MDax um 7,%. Die Anteile der Lufthansa erholten sich mit plus 3,6% von ihren Vortagesverlusten und die der Deutschen Post mit plus 2,5%. Deutlich bewegt waren auch einige Aktien nach geänderten Analystenurteilen. So gab eine Kaufempfehlung der Schweizer Großbank UBS der jüngsten Erholung von Fuchs Petrolub weiteren Schub. Die Anteile des Schmierstoffherstellers gewannen im MDax 5,7%. Ferner profitierten im SDax die Papiere des Kohlenstoffspezialisten SGL mit plus 6,1% von einer Kaufempfehlung der Baader Bank. Zugleich senkte diese mit ihrem neuen "Hold"-Votum den Daumen für die Anteile von Zooplus , die daraufhin um rund 6% absackten. Negative Nachrichten gab es vom Online-Möbelversand Home24 , dessen Aktien außerhalb der Dax-Familie um 11,4% einbrachen. Die noch zu rund einem Drittel zu Rocket Internet gehörende Beteiligung enttäuschte mit ihrem Jahresumsatz. Erst im November hatte Home24 die eigene Prognose für das Umsatzplus gesenkt.

USA – Gewinne nach guten Zahlen in den Finanzwerten

Erfreuliche Geschäftszahlen einiger Finanzhäuser haben am Mittwoch die Standardwerte an der Wall Street gestützt. Angesichts des anhaltenden Teil-Regierungsstillstandes hielten sich die Kursbewegungen aber in Grenzen. Zudem schwelen im Hintergrund immer noch die Handelsstreitigkeiten mit China, so dass die Anleger bei den konjunktursensiblen Technologieaktien vorsichtig agierten. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,59% auf 24 207,16 Punkte und bewegte sich damit auf dem Niveau von Mitte Dezember. Der marktbreite S&P 500 rückte um 0,22% auf 2616,10 Punkte vor, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,02% auf 6668,56 Punkte fiel. Die Aktien von Goldman Sachs zündeten ein Kursfeuerwerk und gewannen an der Dow-Spitze 9,54%, nachdem die Investmentbank mit ihren Resultaten für das vergangene Jahr die Experten vor allem beim Ertrag positiv überrascht hatte. Zwischenzeitlich hatten die Anteilscheine den größten prozentualen Tagesgewinn seit 2011 verzeichnet.Verantwortlich dafür waren insbesondere brummende Geschäfte an den Aktienmärkten und niedrigere Steuern. Bereits am Montag und Dienstag hatten die Anteilsscheine von erfreulichen Zahlen der Branchenkollegen JPMorgan und Citigroup profitiert.In den positiven Zahlenreigen der Konkurrenten reihten sich auch die Ergebnisse der Bank of America ein, deren Papiere daraufhin um gut 7% anzogen. Das Nettozinseinkommen und eine unerwartet niedrige Steuerquote seien für die positive Überraschung verantwortlich, schrieb Analyst Saul Martinez von der Schweizer Großbank UBS. Die Anteilsscheine von Charles Schwab stiegen um 5,54%, nachdem der Broker sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Markterwartungen übertroffen hatte.In dem freundlichen Umfeld zeigten sich die Aktien von Blackrock mit einem Plus von gut 3% ebenfalls sehr fest, obwohl der weltgrößte Vermögensverwalter mit der Gewinnentwicklung im abgelaufenen Quartal enttäuscht hatte. Wegen der Kursverluste an den Finanzmärkten hatten Anleger Gelder aus den üblicherweise teureren, aktiv gemanagten Fonds des Unternehmens in preiswertere Indexfonds umgeschichtet. Während der Telefonkonferenz zum vierten Quartal sagte Unternehmenschef Larry Fink, dass die Anlegergelder bei einer Entspannung der internationalen Handelskonflikte wieder verstärkt in Aktien- und andere Anlageprodukte fließen könnten. Bereits im Januar habe Blackrock netto wieder Zuflüsse verzeichnet. Für Freude bei den Anlegern sorgte auch die Fluggesellschaft United Continental , die über ein besser als erwartet verlaufenes Quartal berichtet hatte. Dies galt vor allem für den bereinigten Gewinn je Aktie, der die Vorstellungen selbst der kühnsten Experten übertraf. Die Anteilscheine schnellten um mehr als 6% in die Höhe. Dagegen ging es für Ford-Papiere um rund 6% nach unten. Der zweitgrößte US-Autobauer hatte die Anleger auf schwächere Quartalszahlen und ein ungewisses Geschäftsjahr 2019 eingestellt. Das Unternehmen tut sich unter anderem mit gestiegenen Materialkosten schwer, was nicht zuletzt am Zollstreit der USA mit Handelspartnern wie der Europäischen Union und China liegt.Die Aktien von Snap stürzten um fast 14 Prozent ab, nachdem das Unternehmen hinter der Foto-App Snapchat über den Weggang seines Finanzchefs Tim Stone nach nur acht Monaten im Amt informiert hatte. Der Experte Mark Mahaney vom Analysehaus RBC schrieb, seine Besorgnis mit Blick auf ein umsetzungsstarkes Management sei nun gewachsen.

Asien - Uneinheitlich

Die Asienbörsen haben am Donnerstag frühe Aufschläge wieder abgebaut, einige Handelsplätze drehten ins Minus. Für Unterstützung sorgte zwar, dass China still und leise die Kosten für Interbank-Finanzierungen nach unten gedrückt hat, ohne die offiziellen Zinsen zu senken - zuletzt mit einer einägigen Liquiditätsspritze im Rekordvolumen. Doch der Bericht über Ermittlungen gegen Huawei in den USA dämpfte die Stimmung, da bei einer Anklageerhebung mit einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und den USA gerechnet wird. Der breite MSCI AC Asia Pacific Index notierte um 07:30 Uhr MEZ 0,1% im Plus bei 152,53 Zählern, nach einem Plus von 0,4% im bisherigen Tageshoch. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index anfänglich höhere Zugewinne wieder ab und notiert mit -0,1% kaum verändert. Das Index-Schwergewicht Tencent steigt um 1,6%, gestützt von der Hoffnung auf das Angebot neuer Computerspiele. Auch die Börse in Schanghai gibt im späten Handelsverlauf Gewinne ab und liegt jetzt leicht im Minus. In Tokio gibt der Nikkei-225-Index 0,2% auf 20.402 Punkte nach. 

Ausblick für heute

DAX
Der DAX wird heute voraussichtlich schwächer in den Handel starten. L&S taxiert den Leitindex derzeit auf 10.892 Punkte. Nach der Ablehnung des Brexit-Abkommens richtet sich der Fokus der Anleger auf die Quartalsberichtssaison. Am heutigen Donnerstag öffnen unter anderem Morgan Stanley, Netflix, American Express, Alstom sowie Beiersdorf ihre Bücher. 

Brexit
Das britische Parlament hat sich einen Tag nach dem Votum gegen das Brexit-Abkommen hinter Premierministerin Theresa May gestellt. Bei dem Misstrauensvotum stimmten 325 Abgeordnete für May, 306 votierten gegen sie. Die Premierministerin rief die Parteien im Unterhaus danach zu Geschlossenheit auf und erklärte, nun müsse beim Brexit ein Weg gefunden werden, hinter dem auch das Parlament stehe. "Ich glaube, dass alle in diesem Haus sich dazu verpflichtet fühlen, die EU zu verlassen." Unterdessen wird in der Europäischen Union einem Zeitungsbericht zufolge über Möglichkeiten nachgedacht, der Regierung in London entgegenzukommen. Man könne die politische Erklärung ergänzen, die das Austrittsabkommen flankiere und grundsätzliche Aussagen zu den künftigen Beziehungen zwischen Brüssel und London mache, berichtete die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf Diplomatenkreise.

Unternehmen

Allianz

ALLIANZ-Chef Oliver Bäte befürchtet große Probleme für die Weltwirtschaft. "Der Ausblick hat sich erheblich verdüstert, im Vergleich mit den Erwartungen vor 24 Monaten", sagte Bäte der "SZ". Sorgen bereite ihm etwa ein Auseinanderdriften der Gesellschaften wie aktuell in Frankreich und Großbritannien. 

Banken

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin will einem Medienbericht zufolge überprüfen, ob Banken zu freigiebig Kredite vergeben. Die Behörde werde dazu Ende Januar eine Umfrage in rund 100 Banken und Sparkassen starten, die nennenswert Kreditgeschäfte mit mittelständischen Unternehmenskunden betreiben, berichtete die "FAZ". 

Deutsche Bank

Die Aufsichtsbehörden stehen einem hochrangigen Insider zufolge einer Fusion der beiden größten börsennotierten heimischen Institute, Deutscher Bank und Commerzbank, skeptisch gegenüber. Die Commerzbank sei zu klein, um im Falle eines Zusammenschlusses einen Unterschied für die krisengeplagte Deutsche Bank zu machen, sagte die Person, die nicht namentlich genannt werden wollte. "Es macht aktuell keinen Sinn."

Metro

Metro konnte den Umsatz im 1. Quartal 2018/19 nach vorläufigen Zahlen wäh­rungs­be­rei­nigt um 2,1 % steigern. Vor allem in Osteuropa und Asien verzeichnete der Großhandels-Spezialist eine positive Geschäftsentwicklung. 

Termine heute

Termine
08:00 DE Verarbeitendes Gewerbe (Auftragsbestand und Reichweiten), Nov. 2018
08:00 DE Baugenehmigungen Januar bis November 2018
10:00 IT Handelsbilanzsaldo November in Mrd €
11:00 EU Verbraucherpreise Dezember (endgültig) y/y erw. 1,90%
12:30 AU OPEC Ölmarkt-Monatsbericht
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Tsd erw. 218,00 Tsd.
14:30 US Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche erw.1,72 Mio.
14:30 US Philadelphia-Fed-Index Januar
14:30 CA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Dezember m/m in Tsd
16:30 US DoE Erdgas-Lagerhaltung in BCF
16:45 US Fed-Gouverneur Randal Quarles hält eine Rede in New York
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalsberichte melden:  
Europa: Alstom, Atlassian Corp. Beta Systems, Beiersdorf, Geberit
USA: American Express Co.,Basset Furniture Inds Inc., BB&T Corp., Commerce Bancshares, Fastenal Co., Hunt (J.B.) Transport Svcs, Insteel Industries, Keycorp , MGIC Investment Corp., Morgan Stanley, Netflix Inc., PPG Industries Inc., Signature Bank, WNS (Holdings) Ltd.


Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
Artikel teilen

Wir verwenden Cookies, um die Funktionalität und den Inhalt dieser Website zu optimieren. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.