Mittwoch, 12. Dezember 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 10.832,04
EuroStoxx50-Eröffnung 3.059,25
Financial Markets
DAX 10.780,51 (+1,49%)
MDAX 22.220,88 (+0,67%)
TecDAX 2.522,81 (+1,68%)
EuroStoxx50 3.055,32 (+1,27%)
Dow Jones 24.370,24 (-0,22%)
Nasdaq 100 6.704,23 (+0,32%)
Nikkei 21.602,75 (+2,15%)
EUR/USD 1,1325  
Gold in $ 1.243,25  
Oil (Brent) in $ 59,95  
DAX Tops:
Linde Plc 141,80 (+4,04%)
Bayer 62,85 (+3,37%)
Wirecard 136,70 (+3,21%)
DAX Flops:
Vonovia 42,01 (-1,34%)
Dt. Post 25,28 (-0,94%)
Fresenius 39,66 (-0,55%)

Märkte

Deutschland – Hoffnung im Handelsstreit

Positive Signale im US-Handelsstreit mit China sowie unerwartet gute Wirtschaftsdaten haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag einen kräftigen Schub nach oben gegeben. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,49% bei 10 780,51 Punkten und machte damit seinen Kursrückgang von rund 1,5% zum Wochenstart wieder wett. Allerdings büßte der Leitindex ein gehöriges Stück seines satten Nachmittagsgewinns im späten Handel wieder ein. Auch die Kursgewinne im MDax bröckelten im Schlussgeschäft merklich ab, der Index gewann letztlich 0,67% auf 22 220,88 Zähler. In den Handelskonflikt zwischen China und den USA scheint Bewegung zu kommen. US-Präsident Donald Trump sprach am Dienstag auf Twitter von "sehr produktiven Gesprächen mit China". Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor gemeldet, China bewege sich in Richtung einer Senkung der Zölle auf importierte US-Autos. Im späten Handel sorgte jedoch die Meldung für einen erheblichen Dämpfer, wonach ein ehemaliger kanadischer Diplomat in China verhaftet worden sei. Dies löste Spekulationen über eine mögliche chinesische Vergeltungsaktion für die Festnahme der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada aus. Der EuroStoxx 50 endete 1,27% höher bei 3055,32 Punkten. Für den Pariser Leitindex Cac 40 und den Londoner FTSE 100 ging es um jeweils rund 1,3% nach oben. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Dezember überraschend weiter verbessert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, stieg der entsprechende Indikator, während Analysten im Schnitt einen Dämpfer erwartet hatten. "Die Stimmung unter Finanzmarktteilnehmern ist besser als gedacht", kommentierte Helaba-Volkswirt Ulrich Wortberg die ZEW-Daten. Unterdessen geht die Hängepartie um den Brexit weiter und könnte jederzeit wieder zur Belastung für die Märkte werden. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schloss am Dienstag Nachverhandlungen über die Vereinbarung mit Großbritannien noch einmal kategorisch aus: "Jeder muss wissen, dass der Austrittsvertrag nicht noch einmal aufgemacht wird", sagte Juncker. Er kündigte für den Abend ein Treffen mit der britischen Regierungschefin Theresa May an. May hatte das für Dienstagabend geplante Parlamentsvotum über das Brexit-Abkommen abgesagt, weil eine Ablehnung absehbar war. Aus Branchensicht gehörten Autowerte wegen neuer Hoffnungen im amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt zu den attraktivsten Sektoren. So verteuerten sich die Aktien von Daimler , BMW und Volkswagen zwischen 1,8 und 3,6%. BMW und Daimler lassen für den chinesischen Markt bestimmte Fahrzeuge unter anderem in den USA fertigen. Unter den Einzelwerten waren Linde-Aktien mit einem Plus von mehr als 4% Spitzenreiter im Dax. Wie bereits am Vortag bekannt wurde, will Linde nach dem Zusammenschluss mit Praxair Aktien im Umfang von bis zu einer Milliarde US-Dollar zurückkaufen. Analyst Markus Mayer von der Baader Bank sieht darin eine Unterstützung für die Aktie, gemeinsam mit einem voraussichtlich höheren Indexgewicht im Dax. Aktien von Bayer gewannen 3,4%. Laut Händlern liefern weiterhin Spekulationen über die Pläne des umtriebigen Hedgefonds Elliott Rückenwind. Der fordert laut jüngsten Medienberichten eine Zerschlagung des Agrarchemie- und Pharmakonzerns. Die Aktien der ehemaligen Bayer-Tochter Covestro erholten sich nach einer Empfehlung der Bank Morgan Stanley um 2,8%. Die Einführung von Apple Pay bei den Bezahlsystemen von Wirecard war ganz nach dem Geschmack der Anleger. Die Papiere rückten um 3,2% vor. Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank wertete es positiv, dass Wirecard den Nutzern der mobilen kreditkartenähnlichen Bezahllösung Boon nun mit dem Zahlungssystem des iPhone-Herstellers Apple erweiterte Möglichkeiten anbietet. Nach einer Gewinnwarnung brachen die Papiere der Hornbach Holding um mehr als 16% ein und fielen auf den tiefsten Stand seit acht Jahren. Wegen eines unerwartet klaren Ergebnisrückgangs bei der Handelstochter Hornbach Baumarkt im dritten Geschäftsquartal rechnet die Holding damit, dass das bereinigte Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10% fallen wird. Bisher hatte das Management mit einer stabilen Entwicklung gerechnet.

USA – Erholungsversuch gescheitert

Der Erholungsversuch der Wall Street am Dienstag ist verpufft. Nach einem starken Start schmolzen die Gewinne beim Leitindex Dow Jones Industrial am Dienstag schnell zusammen. Zum Schluss stand ein Minus von 0,22% auf 24 370,24 Punkte zu Buche. Am vergangenen Freitag hatte das Barometer mit dem prozentual größten Wochenverlust seit März geschlossen und sich am gestrigen Montag am Ende nur knapp ins Plus gerettet. Damit bewahrheitete sich zumindest vorerst die Einschätzung der Experten vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar: Sie hatten von "Schnäppchenjägern" am Aktienmarkt gesprochen und "eine kleine Atempause im Abwärtstrend" wahrgenommen, "auch wenn diese nicht von Dauer sein dürfte".Nur wenig besser als dem Dow erging es am Dienstag den anderen Indizes: Der marktbreite S&P 500 verabschiedete sich 0,04% tiefer bei 2636,78 Punkten, während der technologielastige Nasdaq 100 immerhin ein Plus von 0,32% auf 6704,24 Zähler ins Ziel rettete. Die Hoffnung auf eine Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit, die Donald Trump via Twitter geschürt hatte, machte zunehmend wieder eher nüchternen Erwartungen Platz. Zudem drückte die Drohung des US-Präsidenten auf die Stimmung, bei einer Nichtbewilligung der finanziellen Mittel durch die Abgeordneten für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko einen sogenannten "Government Shutdown" zu beschließen. Im Kongress gibt es seit Monaten Streit über die Gelder für dieses Vorhaben.In diesem Fall würde Teilen der Regierung das Geld ausgehen, darunter dem für den Grenzschutz zuständigen Heimatschutzministerium. Bei einem "Shutdown" werden Mitarbeiter in den Zwangsurlaub geschickt sowie Ämter und Behörden geschlossen. Die Aktien des Telekomkonzerns Verizon gewannen als einer der besten Dow-Titel 1%, obwohl ihn die Streichung tausender Arbeitsplätze und Abschreibungen auf das von Yahoo übernommene Web-Geschäft sowie die Online-Tochter AOL voraussichtlich einen Milliardenbetrag kosten werden. Bereits am Montag hatten die Titel nach Bekanntgabe des Abbaus von über 10 000 Stellen um rund ein Prozent zugelegt. Die Anteilsscheine des Cloudspeicher-Anbieters Dropbox sprangen dank einer neuen Empfehlung des Analysehauses William Blair um rund 2,5% hoch. Dagegen war Pfizer mit einem Kursverlust von 0,88% einer der größten Verlierer im US-Leitindex. Hier belastete eine Abstufung der US-Bank JPMorgan . Nach der starken Kursentwicklung in diesem Jahr positioniere er sich bei dem Pharma-Wert nun an der Seitenlinie, begründete Analyst Chris Schott seine Neubewertung. Für Nvidia ging es im Nasdaq 100 um knapp 2,5% bergab. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, der japanische Mischkonzern und Tech-Investor Softbank wolle Anfang kommenden Jahres seinen Anteil am Grafikchip-Spezialisten loswerden. Softbank besitzt über seinen Technologiefonds Vision Fund rund 4,4 Prozent an Nvidia. Seit dem Hoch Anfang Oktober haben die Titel auch in Folge der amerikanisch-chinesischen Handelsstreitigkeiten fast die Hälfte an Wert verloren. Apple-Titel knüpften nach dem Stabilisierungsversuch vom Vortag wieder an ihre vorangegangene Schwächephase an und sanken um gut 0,5%. Dass der iPhone-Bezahldienst Apple Pay des Elektronikkonzerns vier Jahre nach dem Start in den USA nun auch in Deutschland verfügbar ist, beeindruckte die Anleger offenbar nicht. Zuletzt hatte Apple im Patentstreit mit dem Chipkonzern Qualcomm Negativ-Schlagzeilen gemacht.

Asien - Freundlich

Die Asienbörsen haben nach zwei Tagen mit Verlusten am Mittwoch kräftig zugelegt. Der breite MSCI Asia Pacific Index notierte um 07:00 Uhr MEZ 1,5% im Plus bei 150,16 Zählern. Positive Signale für die weiteren Aussichten in den Handelsgesprächen zwischen China und den USA gaben auch dem Offshore-Yuan Auftrieb. So kam die Finanzchefin der chinesischen Huawei Technologies Co.gegen Kaution wieder auf freien Fuß. Zudem sagte US-Präsident Donald Trump im Gespräch mit Reuters, dass er eingreifen würde in Bestrebungen der US-Behörden zur Auslieferung der Huawei-Managerin Meng Wanzhou aus Kanada in die Vereinigten Staaten, wenn es ihm helfen würde, ein Handelsabkommen mit China zu erzielen.Auch der japanische Nikkei konnte mit +2,15% gut zulegen. Gewinner war Yamaha mit über 8% im Plus. Sie profitierten wie die anderen Automobilhersteller von der chinesischen Senkung der Importzölle auf Autos. Subaru (7270) +3.5%, Toyota (7203) +2.2%, Mazda (7261) +1.9%.

Ausblick für heute

Der DAX wird heute voraussichtlich höher in den Handel starten. L&S taxiert den Leitindex derzeit auf 10.886 Punkte. Neuerliche Hoffnung auf eine Lösung im US-chinesischen Handelsstreit beflügelt den DAX. Für Erleichterung sorgt zudem, dass die in Kanada festgenommene Finanzchefin des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei vorerst gegen Kaution auf freien Fuß kommt.

Unternehmen

Automobile
China stimmt Reduktion von Einfuhrzöllen auf Autos aus US-Produktion zu, WSJ

Linde
Außerordentliche Hauptversammlung zum Squeeze-Out der Minderheitsaktionäre der Linde AG 

TLG-Immobilien
TLG IMMOBILIEN profitiert vom anziehenden Immobilienmarkt in Deutschland und wertet seine Bestände deutlich auf. Aufgrund der Neubewertung wird der Wert des Immobilienportfolios im zweiten Halbjahr 2018 verglichen mit der ersten Jahreshälfte um etwa 400 Millionen Euro auf etwa 4,1 Milliarden Euro ansteigen.
  

Termine heute

Termine
11:00 EU Industrieproduktion Oktober erw. 0,20 Prozent m/m
12:30 OPEC Ölmarkt-Monatsbericht
13:00 US MBA-Hypothekenanträge Vorwoche Prozent w/w
14:30 US Verbraucherpreise November m/m
14:30 US Realeinkommen November m/m
14:30 CA Kapazitätsauslastung Q3
16:30 US Rohöllagerbestände in Mio Barrel w/w
20:00 US Haushaltssaldo November in Mrd US$
22:45 NZ Nahrungsmittelpreise November m/m
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalsberichte Europa: Inditex
Quartalsberichte USA: Nordson Corp., Oxford Industries, Photronics, Progressive Corp Scholastic Corp., Tailored Brands, Vera Bradley

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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