Freitag, 14. Dezember 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 10.809,58
EuroStoxx50-Eröffnung 3.102,09
Financial Markets
DAX 10.924,70 (-0,04%)
MDAX 22.480,77 (-0,62%)
TecDAX 2.547,23 (-0,65%)
EuroStoxx50 3.112,17 (+0,14%)
Dow Jones 24.597,38 (+0,29%)
Nasdaq 100 6.767,97 (+0,06%)
Nikkei 21.374,83 (-2,02%)
EUR/USD 1,1350  
Gold in USD 1.239,56  
Oil (Brent) in USD 59,97  
DAX Tops:
BMW 74,18 (+1,94%)
RWE 19,59 (+1,90%)
E.ON 9,22 (+1,41%)
DAX Flops:
Covestro 43,66 (-2,63%)
Fresenius 41,37 (-2,38%)
HeidelCement 54,18 (-1,56%)

Märkte

Deutschland – Moderate Einbußen nach EZB-Beschlüssen

Die Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag relativ kalt gelassen. Nach zwei schwankungsfreudigen und gewinnträchtigen Handelstagen bewegte sich der Dax am Donnerstag weitaus weniger und schloss mit einem geringen Rückgang von 0,04% bei 10.924,70 Punkten. Der MDax verbuchte ein Minus von 0,62% bei 22.480,77 Zählern. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,14% auf 3112,17 Punkte. Für den Pariser Leitindex Cac 40 ging es um 0,3% nach unten. Der Londoner FTSE 100 endete kaum verändert. Die EZB beließ die Leitzinsen wie erwartet unverändert, stellt aber die Käufe neuer Anleihen zum Jahresende 2018 ein. Die billionenschweren Anleihenkäufe der Notenbank hatten die Börsen in den vergangenen Jahren immer wieder aufs Neue befeuert. Die EZB bekräftigte ferner, dass die Zinsen mindestens bis zum Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau bleiben werden. Nach der Zinssitzung zeigte sich EZB-Präsident Mario Draghi allerdings weniger zuversichtlich für die Konjunktur im Euroraum.Unterdessen ist in der Brexit-Hängepartie noch immer kein Ende abzusehen. Im verzweifelten Ringen um einen geordneten EU-Austritt kann die britische Premierministerin Theresa May nur auf wenig Hilfe der Europäischen Union hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte beim EU-Gipfel am Donnerstag, dass der fertige Brexit-Vertrag nicht geändert werden könne. Nur über "zusätzliche Versicherungen" könne man reden. Ob, wie und wann der Brexit endlich unter Dach und Fach gebracht wird, ist somit offen. Denn für den Vertrag gibt es im britischen Unterhaus derzeit keine Mehrheit. BMW-Aktien verteuerten sich an der Dax-Spitze um knapp 2%. Die Münchener haben den Absatz der Marke BMW im November um 1,6% gesteigert. Beobachter lobten das starke Verkaufsplus auf dem wichtigen chinesischen Absatzmarkt. Abgestraft wurden die Papiere der Metro AG . Der Handelskonzern rechnet mit einem Rückgang des operativen Gewinns im laufenden Geschäftsjahr. Der Kurs sackte am Ende des MDax um mehr als 11% ab auf den tiefsten Stand seit fast vier Monaten. Analysten rechnen damit, dass die Geschäfte in Russland weiter schwach laufen. Leoni-Aktien reagierten mit einem Kurssprung von gut 18% auf Übernahmespekulationen. Auslöser der Kaufwelle war ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach sich Leoni in Gesprächen mit dem japanisch-indischen Wettbewerber Motherson Sumi über einen möglichen Zusammenschluss beider Unternehmen befinde. Der Deal könnte den Angaben zufolge ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro haben. Nach der zweiten Gewinnwarnung der Modekette Tom Tailor seit September rutschte die Aktie um mehr als 12% ab. Das Unternehmen schließt nun einen Verkauf der Filialkette Bonita nicht mehr aus.

USA – Erholungsversuch vom Vortag verpufft

Die Wall Street hat am Donnerstag mit nur bescheidenen Gewinnen geschlossen. Beim S&P-500-Index stand gar ein geringer Kursrückgang zu Buche. Damit verpuffte der Erholungsversuch vom Vortag weitgehend. Die jüngsten Nachrichten im Zusammenhang mit dem US-chinesischen Handelskonflikt fielen bestenfalls durchwachsen aus. Der Dow Jones Industrial musste nach einem moderat freundlichen Start schon bald um seine Kursgewinne kämpfen. Am Ende behauptete der Leitindex ein Plus von 0,29% auf 24.597,38 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor hingegen 0,02% auf 2650,54 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es letztlich um 0,06% hoch auf 6767,97 Zähler. Aus Peking verlautete erneut, dass hochrangige Regierungsvertreter derzeit eng mit den USA zusammenarbeiten, um eine Übereinkunft im Konflikt beider Länder zu finden. Zudem nahm China den Import von Soja aus den USA wieder auf. In der Affäre um Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou blieben die Fronten indes verhärtet.China nahm einen zweiten Kanadier fest - das Vorgehen wird als mögliche chinesische Vergeltung für die Festnahme der Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei in Kanada auf Antrag der USA angesehen. Bis zu einer Entscheidung über ihre Auslieferung an die USA bleibt sie gegen Kaution von der Haft verschont, ist aber strengen Auflagen unterworfen."Nach wie vor zeigt der übergeordnete Trend des Dow Jones Industrial nach unten", schrieb derweil Andreas Büchler vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Lediglich aus den kurzfristigen Hoffnungen auf eine Seitwärtsbewegung lasse sich etwas Kurspotenzial ableiten. Das wahrscheinlichste Szenario bleibe vorerst aber ein weiterer Rückgang des Börsenbarometers in Richtung der Jahrestiefpunkte um 23.300 Punkte. Bei General Electric (GE) sorgten erfreuliche Unternehmensnachrichten für einen Kursschub: Die zuletzt nahe ihres Rekordtiefs notierenden Aktien des Industriekonzerns schlossen dank der angekündigten Veränderungen im Unternehmensportfolio mehr als sieben Prozent höher. Der kriselnde Siemens-Rivale verkauft 90% der Anteile seiner Tochter ServiceMax an die Beteiligungsgesellschaft Silver Lake. Mit der Gründung einer unabhängigen Software-Tochter, in der GE das bestehende Geschäft seiner Sparten GE Digital und GE Power Digital einbringt, setzt der Konzern künftig stärker auf das Geschäft mit dem Internet der Dinge. Zudem strich die US-Bank JPMorgan ihre Verkaufsempfehlung. Beim Telekommunikationkonzerns Ciena konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg von über achteinhalb Prozent freuen. Im vierten Geschäftsquartal übertrumpfte das Unternehmen bei Umsatz und Ergebnis je Aktie die Erwartungen des Marktes deutlich. Eine verlorene Patentklage des französischen Pharmakonzerns Sanofi gegen US-Konkurrent Mylan gab dessen Aktien keinen Auftrieb, wie das mehr als einprozentige Kursminus zeigte. Die Sanofi-Titel hatten anderthalb Prozent schwächer geschlossen.Laut Mylan urteilte das zuständige Patentgericht in den USA im Zusammenhang mit dem Diabetes-Blockbuster Lantus zugunsten des Herstellers. Sämtliche betroffenen Ansprüche von Sanofi im Zusammenhang mit Lantus seien als nicht patentierbar zurückgewiesen worden. Mylan will eine Nachahmerversion des Insulins herausbringen. Im vergangenen Jahr hatte Sanofi deshalb Patentklage gegen Mylan eingereicht. Für Apple-Titel ging es indes um gut 1% bergauf. Sie trotzten damit der Ankündigung des Chipkonzerns Qualcomm , einen ersten Teilerfolg im Patentstreit mit Apple ausbauen zu wollen. Nachdem Qualcomm in China ein Verkaufsverbot für mehrere ältere iPhone-Modelle erzielen konnte, sollen dort nun auch die diesjährigen Modelle XS samt der größeren Version XS Max sowie das iPhone XR ins Visier genommen werden.

Asien – Deutlich schwächer

Die Asienbörsen haben am Freitag deutlich nachgegeben. Der breite MSCI Asia Pacific Index notierte um 06:33 Uhr MEZ 1,2% im Minus bei 149,41 Zählern. Sowohl die November-Daten zum chinesischen Einzelhandel als auch zur Industrieproduktion lagen unter den Erwartungen. Chinas Notenbankchef Yi Gang sagte, die Wirtschaft sei mit zunehmenden Abwärtsrisiken konfrontiert. Vor diesem Hintergrund kündigte er eine anhaltend akkomodierende Geldpolitik an. In Japan verlor der Nikkei 1,8% ; der Topix-Index gab 1,3% ab. Ausländische Investoren haben an Japans Aktienmarkt in der Woche bis 7. Dezember per saldo Aktien im Wert von 600 Mrd. Yen (4,6 Mrd. EUR) abgestoßen, im Wochenvergleich der höchste Wert seit 9. Februar, zeigen von der Börse in Tokio am Donnerstag veröffentlichte Daten.

Ausblick für heute

Der DAX wird heute voraussichtlich deutlich schwächer in den Handel starten. L&S taxiert den Leitindex derzeit auf 10.834 Punkte. Die gestrigen Aussagen der Europäische Zentralbank (EZB) und die Zugeständnisse der EU in Bezug auf Irland sind im Fokus. Zusätzlich werden am  heutigen Handelstag  zahlreiche Konjunkturdaten aus dem EWR und den USA erwartet.

EZB/Zinssitzung

Die Europäische Zentralbank setzt ihre Krisenmedizin für die Wirtschaft noch Jahre fort, will die Dosierung jedoch nicht mehr erhöhen. Die Währungshüter kündigten nach ihrer Zinssitzung in Frankfurt zwar an, die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe zum Jahresende einzustellen. Fällig werdende Wertpapiere werden aber auf unbestimmte Zeit ersetzt, wodurch die aufgeblähte Bilanz der EZB zwar nicht mehr größer wird, aber auch nicht kleiner. EZB-Chef Mario Draghi verwies auf zahlreiche Risiken für die Konjunktur - etwa den Handelsstreit oder Turbulenzen an den Finanzmärkten. Daher sollen die Zinsen weiterhin auf dem Rekordtief von 0,0% bleiben. 

Grossbritannien

Die britische Premierministerin Theresa May kämpft nach dem überstandenen Misstrauensvotum auf dem EU-Gipfel in Brüssel um weitere Zugeständnisse für das von ihr ausgehandelte Brexit-Abkommen. "Wir müssen den Vertrag über die Ziellinie bekommen", sagte sie vor dem Treffen. "Ich erwarte keinen sofortigen Durchbruch", aber sie werde den anderen Staats- und Regierungschefs schildern, welche "juristischen und politischen Zusicherungen" sie benötige, um Skeptiker in ihrer Partei zu überzeugen. Die anderen europäischen Staats- und Regierungschefs schlossen Nachverhandlungen aus, zeigten aber Bereitschaft zu einer politischen Erklärung.

Unternehmen

Aixtron

"Wir erwarten ein sehr starkes, aber auch sehr robustes Wachstum in den nächsten Jahren", sagte Vorstandsmitglied Felix Grawert der "Börsen-Zeitung".

Deutsche Telekom

Gegner der geplanten Übernahme von Sprint durch T-Mobile US haben sich in den USA zusammengeschlossen, um den Milliardendeal zu stoppen. Das Geschäft werde zu höheren Preisen für Mobilkunden führen und Nutzern in ländlichen Gebieten schaden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der neuen Gruppe.

Leoni

Der indische Autozulieferer Motherson Sumi hat Insidern zufolge ein Auge auf den Nürnberger Kabel- und Bordnetz-Spezialisten Leoni geworfen. Die Gespräche seien noch in einem frühen Stadium, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Motherson Sumi habe Investmentbanker mit der Suche nach einem größeren Zukauf in Europa beauftragt, an der Finanzierung einer Übernahme werde aber noch gearbeitet. Die Pläne könnten sich auch wieder zerschlagen. Leoni dürfte mehr als 1 Mrd. EUR kosten.

Steag

Die kommunalen Eigentümer des Energiekonzerns haben sich laut "WAZ" darauf verständigt, einen Ausstieg einzelner beteiligter Stadtwerke ab Anfang 2020 zu ermöglichen. "Als Gesellschafter sind wir in der Verantwortung, die Wachstumsmöglichkeiten der Steag zu unterstützen, deshalb prüfen wir ergebnisoffen Möglichkeiten, wie die notwendige finanzielle Ausstattung dargestellt werden kann", sagte Essens Stadtwerke-Chef Peter Schäfer, der Geschäftsführer der Steag-Mutter KSBG ist, der "WAZ".

United Internet

Der chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE verhandelt laut "Handelsblatt" mit United Internet über einen möglichen Großauftrag. In einem Geheimtreffen sei  ein Plan diskutiert worden, nachdem ZTE den Netzaufbau übernehmen würde und United Internet die Infrastruktur anschließend leasen würde, schreibt die Zeitung.

Termine heute

Termine
08:00 EU ACEA - Pkw-Neuzulassungen November
08:00 DE Großhandelspreise November m/m
09:00 FR Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Dezember (vorläufig) erw. 50,70 Punkte
09:00 FR Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Dezember (vorläufig)
09:30 DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Dezember (vorläufig) 09:30 DE/ Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Dezember (vorläufig)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Dezember (vorläufig) 10:00 EU/ Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Dezember (vorläufig)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Composite Dezember (vorläufig)
14:30 US Einzelhandelsumsatz November m/m
15:15 US Kapazitätsauslastung November
15:15 US Industrieproduktion November m/m
15:30 GB CB Index der Frühindikatoren Oktober m/m
15:45 US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Dezember (vorläufig)
15:45 US Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Dezember (vorläufig) 16:00 US/ Lagerbestände Oktober m/m
21:30 US Commitments of Traders (COT) Report
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalsberichte Europa: Isravision, Stabilus, Sthree

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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