Freitag, 16. November 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 11.425,80
EuroStoxx50-Eröffnung 3.197,61
Financial Markets
DAX 11.353,67 (-0,52%)
MDAX 23.757,70 (-1,15%)
TecDAX 2.571,47 (-0,77%)
EuroStoxx50 3.190,31 (-0,47%)
Dow Jones 25.289,27 (+0,83%)
Nasdaq 100 6.890,44 (+1,78%)
Nikkei 21.680,34 (-0,57%)
EUR/USD 1,1338  
Gold in USD 1.215,12  
Oil (Brent) in USD 66,50  
DAX Tops:
Siemens 101,36 (+0,82%)
BASF 69,65 (+0,69%)
Henkel 97,96 (+0,35%)
DAX Flops:
Merck 95,50 (-2,55%)
Continental 135,95 (-2,37%)
Covestro 56,96 (-2,37%)

Märkte

Deutschland – Brexit-Unsicherheit belastet

Die Brexit-Unsicherheit und teils weiter schwächelnde US-Börsen haben den Dax am Donnerstag unter Druck gesetzt. Der deutsche Leitindex verlor 0,52% auf 11.353,67 Punkte. Für den MDax ging es um 1,15% auf 23.757,70 Punkte nach unten. "Die Brexit-Verhandlungen, die extreme Volatilität bei US-Technologieaktien und die Unsicherheit über Italiens Haushaltspläne hinterlassen ihre Spuren an der Frankfurter Börse", stellte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets fest. Nach der Billigung des Brexit-Entwurfs in London hatten am Donnerstag mehrere Rücktritte die britische Regierung in eine schwere Krise gestürzt. Brexit-Minister Dominic Raab und Arbeitsministerin Esther McVey legten ihre Ämter nieder. Der Posten von Theresa May als Premierministerin wackelt mehr denn je. Auf sie kommt möglicherweise noch ein Misstrauensvotum in ihrer konservativen Fraktion zu. Völlig ungewiss ist auch, ob das britische Parlament dem Brexit-Entwurf überhaupt zustimmt. Im frühen Handel - noch vor den Rücktritten - hatte es am deutschen Aktienmarkt noch verhaltene Zuversicht gegeben angesichts der Billigung des Brexit-Entwurfs. Unter den Einzelwerten reagierten die Henkel-Papiere nur für einige Stunden mit spürbaren Kursgewinnen auf die Quartalszahlen des Konsumgüterkonzerns. Im Zuge des am Nachmittag stärker unter Druck geratenen Gesamtmarktes bröckelte der Kurs dann immer weiter ab. Aus dem Handel gingen die Anteile mit plus 0,35%, nachdem sie am Vormittag in der Spitze um 4% gestiegen waren. Analysten waren mit den Geschäftszahlen wie auch dem Ausblick der Düsseldorfer insgesamt recht zufrieden. Im Dax waren die Henkel-Papiere auf dem dritten Platz nach Siemens mit plus 0,82% und BASF mit plus 0,69%. Der Dax-Vortagessieger Merck KGaA war am Donnerstag der größte Verlierer. Die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns büßten 2,55% ein. Autowerte präsentierten sich ebenfalls schwach. Wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte, fiel die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen in den EU-Ländern im Oktober kräftig. Die im Dax notierten Aktien von Volkswagen , BMW , Daimler und Continental verzeichneten Abgaben von bis zu 2,4%. Daimler- und Conti-Papiere litten zusätzlich unter Abstufungen durch die Citigroup. Die Titel der Aareal Bank sackten im MDax um 4,28% ab, nachdem die Commerzbank sie von "Buy" auf "Hold" abgestuft hatte. Die Bechtle-Titel setzten ihre steile Talfahrt mit minus 6,91% fort. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hatte sie ebenfalls von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Die Sixt-Stammaktien gewannen im SDax nach dem detaillierten Quartalsbericht 4,43%. Die Resultate hätten den Erwartungen entsprochen, sagte Analyst Christian Weitz von der Baader Bank . Der aktuelle Mietwagen-Boom in Deutschland und auch international dürfte angesichts steigender Fluggastzahlen nicht nachlassen, glaubt der Experte. Die am Vortag starken Cancom-Aktien legten den Rückwärtsgang ein und fielen um fast 10%. Kepler-Analyst Martin Jungfleisch sprach von soliden Neunmonatsergebnissen, sieht jedoch anhaltende Risiken und hält die Bewertung der Papiere für so hoch. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , verlor 0,47% auf 3190,31 Zähler. Der Cac 40 in Paris gab ebenfalls nach, während der Londoner FTSE 100 im Zuge des unter Druck stehenden Pfunds leicht vorrückte.

USA – Nasdaq-Rally hilft Dow

Kräftige Gewinne an der Nasdaq haben am Donnerstag auch die Wall Street ins Plus gezogen. Der Dow Jones Industrial drehte nach seiner anfänglich fortgesetzten Talfahrt in die Gewinnzone und legte schließlich um 0,83% auf 25.289,27 Punkte zu. Von den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten gingen keine wegweisenden Impulse aus. Der S&P 500 stieg um 1,06% auf 2730,20 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 1,78% auf 6890,45 Punkte vor. Der Empire-State-Index war zwar besser als erwartet ausgefallen, der Philly-Fed-Index und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten aber ein schwächer als erwartetes Bild. Die Einzelhandelsdaten konnten ebenfalls nicht ganz überzeugen. Die Umsätze waren zwar insgesamt gesehen etwas stärker als vorhergesagt gestiegen, doch ohne Autoverkäufe und Erlöse an den Tankstellen fielen sie laut Goldman Sachs schwächer aus. Alles in allem zeige das insgesamt gemischte Bild dennoch weiter ein solides Wachstumstempo, hieß es. Unter den Gewinnern im Dow ragten die Aktien von Cisco mit plus 5,5% an der Index-Spitze heraus. Der Netzwerk-Spezialist hatte seine Anleger mit einem überraschend gut verlaufenen ersten Geschäftsquartal erfreut. Unter dem Strich hatte der Gewinn um fast 50% zugelegt. Für die Papiere von 3M ging es an zweiter Stelle um 3,5% nach oben. Der Mischkonzern rechnet in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Gewinnwachstum. Pro Aktie dürfte der Überschuss in den kommenden fünf Jahren um jährlich 8 bis 11% zulegen.Die Anteile von JPMorgan profitierten mit plus 2,6% vom Einstieg des Starinvestors Warren Buffett. Dieser hatte sich durch seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway mit einer beachtlichen Summe an der größten US-Bank beteiligt. Im dritten Quartal hatte die Investment-Holding des 88-jährigen Börsengurus mehr als 35 Millionen JPMorgan-Aktien gekauft und so einen Anteil im Wert von rund vier Milliarden Dollar aufgebaut. Die Aktien von Walmart verloren indes am Dow-Ende 2,0%. Der Handelskonzern hatte ein starkes drittes Quartal gemeldet und blickt auch optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft. Allerdings zeigte sich Analyst Simeon Gutman von Morgan Stanley vorsichtig und glaubt, dass das Wachstum im zweiten Quartal dieses Jahres seinen Höhepunkt erreicht haben könnte. Zudem dürften die Frachtkosten wegen steigender Löhne auch im neuen Jahr für Gegenwind sorgen, hieß es. Die Papiere von JC Penney erlebten eine extreme Kursbewegung. Nach einem Kurssturz von knapp 14% zu Handelsbeginn ging es letztlich um 11,5%hoch. Die Umsatzentwicklung im dritten Quartal des Kaufhauskonzerns hatte allerdings enttäuscht.

Asien – Uneinheitlich

Die Asienbörsen haben am Freitag erneut ein gemischtes Bild abgegeben. Während die Kurse in Japan nachgaben, wurden an den meisten anderen Märkten Aufschläge verzeichnet - vor allem in China und Hongkong. Die regionale Benchmark, der MSCI Asia Pacific Index, notierte um 7:00 Uhr MEZ 0,1% im Minus bei 151,57 Zählern. Stärkster Sektor waren im Zuge des wieder steigenden Ölpreises die Energiewerte, während Tech-Aktien das Schlusslicht bildeten. In Japan rutschten Nikkei 225 und Topix um jeweils 0,6% ab. Besonders schwach entwickelten sich Chip-Aktien, nachdem der US-Konzern Nvidia Corp. nach Handelsschluss in den USA mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen verfehlt hatte. SoftBank Group Corp., deren Vision Fund einen Anteil an Nvidia hält, verloren 3,4%.

Ausblick für heute

Der DAX wird heute voraussichtlich fester in den Handel starten. Der DAX kann von guten Vorgaben aus Übersee profitieren, aber die gute Stimmung könnte mit dem Scheitern des Brexit-Deals jederzeit kippen. Darüber hinaus ist am heutigen Handelstag mit erhöhter Volatilität zu rechnen, denn heute ist kleiner Verfall.

Brexit

Der Streit über die Gestaltung des Brexit hat die Regierung von Premierministerin Theresa May in eine tiefe Krise gestürzt. Einem Zeitungsbericht zufolge entzieht die mit den regierenden Konservativen verbündete nordirische Partei DUP May die Unterstützung. Sollte sie nicht abgelöst werden, würde die Kooperation beendet, berichtete der "Daily Telegraph" am Freitag unter Berufung auf das Umfeld von DUP-Chefin Arlene Foster. Die Minderheitsregierung der Torys unter May ist im Parlament von den Stimmen der protestantischen und pro-britischen DUP abhängig. May hatte am Donnerstag ihre Politik angesichts des Rücktritts von zwei Ministern verteidigt. "Ich glaube mit jeder Faser meines Körpers, dass der von mir vorgegebene Kurs der richtige ist für unser Land und alle Einwohner." Sie habe von Anfang an klargemacht, dass sie das Ergebnis des Brexit-Referendums umsetzen wolle. 

Unternehmen

BMW 

BMW bereitet sich weiter auf einen Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Folgevereinbarung vor. Die mit der EU getroffene Vereinbarung sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, erklärte der auch in England produzierende Autohersteller. Die politische Lage sei nach den Protest-Rücktritten britischer Minister aber ungewiss.

Bayer

In den USA ist ein weiterer Prozess wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat angesetzt worden. Das Verfahren gegen den Glyphosat-Hersteller, die Bayer-Tochter Monsanto, beginnt am 18. März, hieß es in Gerichtsdokumenten. Geklagt hat ein Paar, das das glyphosathaltige Herbizid Roundup regelmäßig von 1975 bis 2011 eingesetzt hatte und an Lymphdrüsenkrebs erkrankte. 

Lufthansa

Die Lufthansa führt Gespräche über einen möglichen Verkauf ihrer Tochter LSG Sky Chefs. "Ob es was wird oder ob wir die LSG komplett behalten, ist in keinster Weise definiert", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr auf einer Veranstaltung der "Börsen-Zeitung". 

Banken

Teilnahme u.a. von Deutsche Bank-Chef Sewing und Commerzbank-Chef Zielke am 28. Frankfurt European Banking Congress, Eröffnungsrede von Sewing, Teilnahme von Sewing und Zielke an einer Paneldiskussion. 

Stabilus

Stabilus hat im Geschäftsjahr 2018 einen Konzernumsatz von 962,6 Mio. EUR (VJ: 910,0 Mio. EUR) erzielt. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 15,5% (VJ: 15,1%). Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,5% auf 149,3 Mio. EUR. Der Konzerngewinn stieg im Vorjahresvergleich von 79,2 Mio. EUR auf 105,4 Mio. EUR. Die Konzernleitung bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 und möchte an der Hauptversammlung am 14. Dezember 2018 erstmals die Ausschüttung einer Dividende vorschlagen.

Volkswagen

Volkswagen will zu einem führenden Anbieter von Elektroautos werden und stellt heute die Weichen dafür. In Wolfsburg kommt am Vormittag der Aufsichtsrat zusammen, um Milliarden-Investitionen freizugeben. Geplant ist unter anderem ein batteriegetriebener Stadtflitzer, der weniger als 20.000 EUR kosten soll. Mit dem Wagen will Volkswagen dem US-Elektroautobauer Tesla die Stirn bieten, der mit dem Model 3 in den Massenmarkt drängt.

Termine heute

 

 

Termine
08:00 DE Großhandelspreise Oktober m/m
09:15 DE European Banking Congress, Keynote von EZB-Präsident Mario Draghi, Frankfurt
11:00 EU Verbraucherpreise Oktober (endgültig)
14:00 DE Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hält eine Rede auf dem European Banking Congress in Frankfurt
14:30 CA Industrieumsatz September m/m
14:30 CA Wertpapierkäufe von ausländischen Investoren September in Mrd. CAD
15:15 US Kapazitätsauslastung Oktober erw. 78,30%
15:15 US Industrieproduktion Oktober m/m erw. 0,20%
15:30 GB CB Index der Frühindikatoren September m/m
16:30 AU CB Index der Frühindikatoren September m/m
17:30 US Chicago-Fed-Präsident Charles Evans hält eine Rede in Chicago
21:30 US Commitments of Traders (COT) Report
22:00 US Nettokapitalzuflüsse September in Mrd. USD
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa: Aumann, MPC Münchmeyer, Stabilus
Quartalszahlen USA: Helmerich & Payne, Rockwell Collins, Weibo

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
Artikel teilen

Wir verwenden Cookies, um die Funktionalität und den Inhalt dieser Website zu optimieren. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.