Freitag, 19. Oktober 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 11.578,85
EuroStoxx50-Eröffnung 3.210,82
Financial Markets
DAX 11.589,21 (-1,07%)
MDAX 24.354,05 (-0,24%)
TecDAX 2.659,34 (-1,03%)
EuroStoxx50 3.211,59 (-0,97%)
Dow Jones 25.379,45 (-1,27%)
Nasdaq 100 7.116,09 (-2,23%)
Nikkei 22.532,08 (-0,56%)
EUR/USD 1,1461  
Gold in USD 1.228,38  
Oil (Brent) in USD 79,60  
DAX Tops:
Linde (Tender) 213,20 (+2,75%)
Deutsche Börse 111,95 (+1,45%)
Bayer 78,42 (+1,34%)
DAX Flops:
HeidelbergCement 57,26 (-8,59%)
SAP 94,38 (-5,94%)
Infineon 18,19 (-4,34%)

Märkte

Deutschland –  SAP und HeidelbergCement verhangeln Stimmung

Eine deftige Gewinnwarnung des DAX-Konzerns HeidelbergCement und eine enttäuschende Profitabilität des Schwergewichts SAP haben am Donnerstag den DAX belastet. Der Leitindex fiel um 1,07% auf 11.589,21 Punkte. Die Verluste weiteten sich kurz vor der Schlussglocke noch aus. Ähnlich erging es dem TecDAX, der um 1,03% auf 2.659,34 Punkte zurück fiel. Für den MDAX ging es um 0,24% auf 24.354,05 Punkte weniger stark abwärts. Am Vortag waren bereits die Prognosen der beiden Gesundheitskonzerne und DAX-Mitglieder Fresenius und FMC weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Damit mehren sich schon zu Beginn der Saison der Quartalsberichte die enttäuschenden Ergebnisse und Ausblicke großer Konzerne. "Investoren reagierten auf die Unternehmensnachrichten negativ", merkte die Postbank an. SAP fielen nach Quartalszahlen um fast 6%. Als Schwergewicht im DAX belasteten sie auch den Leitindex. Investoren und Analysten zeigten sich von den Margen des Softwarekonzerns enttäuscht. Zwar boomt das Geschäft mit Cloud-Angeboten, diese sind jedoch bislang nicht so rentabel wie das klassische Geschäft mit Software-Lizenzen. HeidelbergCement fanden sich nach einer Gewinnwarnung mit einem Kurseinbruch von fast 9% am Ende des DAX wieder. Hohe Energiekosten hatten dem Zementhersteller zuletzt schwer zu schaffen gemacht. Größter Gewinner im DAX waren die Anteile von Linde mit einem Plus von 2,85%. Nach Informationen des "Manager Magazin" haben der deutsche Industriegasehersteller und der US-Konzern Praxair von der US-Wettbewerbsbehörde wohl eine mündliche Zusage für ihre Fusion erhalten. Als es am Nachmittag aus gut informierten Kreisen hieß, Linde habe von der Behörde noch keine Entscheidung mitgeteilt bekommen, gaben die Aktien einen Teil der Gewinne wieder ab. Mit dem Kurs des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) ging es um 2,82% abwärts und für die Aktien des Mutterkonzerns Fresenius um 3,66%. Wegen der pessimistischeren Prognosen beider Unternehmen waren die Aktienkurse bereits am Mittwoch eingebrochen.

USA – Nervöse Anleger schicken US-Börsen auf Talfahrt

Die US-Börsen sind am Donnerstag unter neuen Abwärtsdruck geraten. Sie sackten wieder so deutlich ab wie in der Woche zuvor. Anleger befürchten deutlicher steigende Zinsen, nachdem die US-Notenbank auf ihrer jüngsten Sitzung über eine weitere Verschärfung der Geldpolitik diskutiert hatte. Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten verstärkten diese Sorgen noch. Zugleich seien die Investoren beunruhigt mit Blick auf die weltweite Wirtschaft, hieß es am Markt. Denn nach wie vor ist ein Ende des Handelskonflikts zwischen den USA und insbesondere China nicht in Sicht. Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial sackte letztlich um 1,27% auf 25.379,45 Punkte ab, konnte sich damit aber etwas von seinem Tagestief erholen. Der marktbreite S&P 500 gab um 1,44% auf 2.768,78 Punkte nach. Der Technologie-Index Nasdaq 100 büßte 2,23% auf 7.116,09 Zähler sein. Konjunkturseitig hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im bisherigen Oktoberverlauf etwas weniger als erwartet eingetrübt. Zudem war die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas deutlicher gesunken als prognostiziert. Unter den Einzelwerten an der NYSE ragten die Papiere von Alcoa heraus, die ungeachtet der Gesamtmarktschwäche um knapp 6% zulegten. Die Gewinnentwicklung des Aluminiumkonzern im dritten Quartal hatte positiv überrascht. Zudem kündigte er erstmals wieder seit mehr als zehn Jahren ein Aktienrückkaufprogramm an. Insgesamt will Alcoa Aktien im Wert von 200 Millionen US-Dollar erwerben. Die Anteilscheine von Praxair legten um 1% zu, nachdem sie im Verlauf allerdings noch 3% gewonnen hatten. Kurz vor dem Ende der Frist für die Fusion mit dem Gaskonzern Linde gibt es offenbar doch noch keine eindeutigen Signale für ein Gelingen des Mega-Deals. An der Nasdaq standen die Papiere von Ebay und Amazon im Blick. Der Online-Handelskonzern verklagt den Konkurrenten, da dieser auf illegale Weise hunderte Top-Verkäufer habe abwerben wollen. Mitarbeiter von Amazon sollen über Jahre hinweg das E-Mail-System von Ebay ausgenutzt haben, um besonders absatzstarke Händler auf die eigene Plattform zu locken. Ebay fordert eine richterliche Unterlassungsverfügung sowie Schadenersatz und Geldstrafen. Ebay büßten 1,5% und Amazon etwas mehr als 3% ein.

Asien – US-Vorgaben und chinesische BIP-Daten dämpfen Kauflaune

Nach dem Abverkauf an der Wall Street zeigen sich die Börsen in Ostasien am Freitag ebenfalls mit Abgaben. Die Blicke richten sich auf die von Peking veröffentlichten Daten zum Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal. An den Aktienmärkten herrscht weiterhin Konjunkturskepsis. Hinzu kommt die Sorge vor weiter steigenden Zinsen. Obendrauf schwelt der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiter. Die chinesische Wirtschaft ist im dritten Quartal nicht ganz so deutlich gewachsen wie erwartet. Sowohl die Industrie als auch der Konsum verzeichneten geringere Wachstumsraten, dagegen gewannen die Exporte trotz des Handelskonflikts mit den USA an Dynamik. Insgesamt verzeichnete die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit einem Plus von 6,5% das geringste Wachstum seit der globalen Finanzkrise 2009. Ökonomen hatten das Plus auf 6,6% geschätzt. Die chinesischen Aktienmärkte reagierten zunächst mit deutlicheren Abgaben auf die enttäuschenden BIP-Daten, erholen sich allerdings nach beruhigenden Worten der chinesischen Zentralbank (PBoC). Nach einem Minus von rund 1% lag der Schanghai-Composite zeitweise sogar mit 0,6% im Plus. Aktuell notiert er nahezu unverändert gegenüber dem Vortag. Gebremst wird der Markt von Ölwerten, nachdem die Ölpreise am Donnerstag abermals gesunken sind. Finanzwerte hingegen können leichte Zugewinne verzeichnen. Nach anfänglichen Abgaben von rund 1% liegt in Hongkong der Hang-Seng-Index mit 0,3% im Minus. Die Aktien des Ölriesen CNOOC geben 2,9% ab. Sinopec liegen mit 1,7% im Minus. Auch Technologiewerte verzeichnen Abgaben. Marktteilnehmer verweisen hier auf die schlechten Vorgaben aus den USA. Das Index-Schwergewicht Tencent verliert 1,3%. Sunny Optical geben 1% ab. An der Börse in Tokio fällt der Nikkei-Index um 0,6% auf 22.532 Punkte. Belastet wird der Index dabei vom stärkeren Yen. Der Dollar kostet aktuell 112,39 Yen, am Vortag lag er in der Spitze noch bei 112,73 Yen. Die Yen-Stärke belastet tendenziell die Exportwirtschaft, da sich dadurch ihre Produkte auf den Weltmärkten verteuern. Die Aktie von Nintendo gibt 4,4% ab. Sharp liegen mit 3,6% im Minus. Im Maschinenbausektor verlieren Komatsu 4,2%.

Ausblick für heute

Nach den deutlichen Kursverlusten an den beiden Vortagen dürfte der deutsche Aktienmarkt am Freitag etwas freundlicher in den Handel starten. Schwache Wachstumsdaten kommen aus China. Die chinesische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal nur um 6,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal, womit die niedrigste Wachstumsrate seit 2009 verzeichnet wurde. Die Volkswirte hatten mit einer Wachstumsrate von 6,6 % gerechnet.

Brexit

Die Europäische Union und Großbritannien machen sich trotz des Stillstands in den Brexit-Verhandlungen Hoffnungen auf eine geordnete Scheidung. "Es ist möglich", sagte EU-Kommissionspräsident Juncker nach Abschluss eines zweitägigen EU-Gipfels. Einer der Gründe ist ein Angebot der Europäer, dem Königreich noch eine zweite Verlängerung für den Zugang zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion zu gewähren. Das wäre eine gute Nachricht für die Firmen, die damit Planungssicherheit hätten. Die britische Premierministerin May zeigte sich auch erstmals offen dafür.

China/Konjunktur

Belastet vom Handelsstreit mit den USA ist Chinas Wirtschaft im dritten Quartal so wenig gewachsen wie zuletzt während der globalen Finanzkrise. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5% zu, wie aus vorgelegten offiziellen Daten hervorging. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt.  

Italien/EU

Der populistischen Regierung Italiens droht mit ihrem Schuldenkurs Schiffbruch in der Europäischen Union. Der Haushalt für 2019 verstoße besonders ernsthaft gegen die EU-Regeln, teilte EU-Wirtschaftskommissar Moscovici der Regierung in Rom per Brief mit. Die EU-Kommission räumte Italien nun eine Frist bis Montag ein, um auf die Bedenken zu antworten. Moscovici erklärte, der Brief sei nur der Beginn eines möglicherweise längeren Prozesses. Eine Entscheidung zum italienischen Haushalt müssten die EU-Staats- und Regierungschefs treffen.

USA/Saudi-Arabien

US-Präsident Trump hält den regimekritischen saudiarabischen Journalisten Chaschoggi für tot. "Es sieht ganz danach aus", sagte Trump. Sollte sich herausstellen, dass Saudi-Arabien dahinter stecken sollte, müssten die Konsequenzen hart sein. Die türkische Polizei hat derweil nach Angaben von Behördenvertretern mit der Suche nach der Leiche Chaschoggis begonnen - in einem Waldstück am Rande Istanbuls sowie südlich der Bosporusmetropole in der Nähe der Stadt Yalova. 

Unternehmen

Commerzbank

Die Commerzbank führt ab nächstem Jahr ein neues Vergütungssystem für ihre außertariflich Beschäftigten ein. "Wir wollten unser Vergütungsmodell vereinfachen und vereinheitlichen, zumal sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter mit dem vorigen Modell unzufrieden waren", so Personalvorständin Bettina Orlopp zum Handelsblatt. Die Neuerungen betreffen die etwa 20.000 außertariflich bezahlten Mitarbeiter der Bank. Künftig orientiert sich der Zielbonus eines Mitarbeiters daran, in welche der sechs außertariflichen Gehaltsstufen er eingruppiert ist, ob er im Inland oder im Ausland arbeitet und ob er zu den Mitarbeitern zählt, die das Risikoprofil der Bank prägen. Im Zuge der Umstellung schafft die Bank für ihre meisten Mitarbeiter in Deutschland die individuellen Boni ab. Künftig orientiert sich der gesamte Bonus an der Geschäftsentwicklung der Bank sowie der Leistung der Sparte eines Mitarbeiters. 

Deutsche Bahn

Mit strengeren Regeln bringt die Deutsche Bahn ihre Leihrad-Kunden gegen sich auf. Der Zeitpunkt ist denkbar schlecht. Denn genau jetzt fordert das chinesische Start-up Mobike den Schienenkonzern in Berlin, Düsseldorf, Köln und Hannover mit eigenen Rädern und nutzerfreundlichem "Freefloating" heraus.

Deutsche Bank

Viele Jahre lang holte die Deutsche Bank beständig Manager von außen für wichtige Führungspositionen ins Haus. Unter dem seit April amtierende Vorstandschef Christian Sewing schlägt nun die Stunde der Eigengewächse: So gab die Bank am Donnerstag bekannt, dass Stefan Hoops künftig die wichtige Sparte Global Transaction Banking führen soll, in der die Bank Geschäfte wie den Zahlungsverkehr, die Handelsfinanzierung sowie das Wertpapierverwahrungsgeschäft bündelt. Das geht aus einem internen Schreiben hervor, das dem Handelsblatt vorliegt und dessen Inhalt ein Sprecher der Bank bestätigte.

ThyssenKrupp

Microsoft will seine Zusammenarbeit mit dem Essener Industriekonzern ausbauen, wie Herrmann, Deutschland-Geschäftsführer des US-Konzerns, der "WAZ" sagt. Ziel sei eine Partnerschaft mit ThyssenKrupp auf Dauer. 

Volkswagen

VW-Sportwagentochter Porsche hat klargestellt, dass sie im Moment keine eigene Börsennotierung vorbereitet. "Porsche verfolgt derzeit keine Aktivitäten für einen (Teil-) Börsengang", teilte das Unternehmen mit. Der Sportwagenhersteller widersprach damit Spekulationen, die nach Äußerungen von Finanzchef Meschke aufgekommen waren. 

Termine heute

Termine
10:00 EU EZB-Leistungsbilanzsaldo August (saisonbereinigt) in Mrd. EUR
13:00 DE Verfall von Optionen auf den DAX (kleiner Verfallstag)
16:00 US Verkauf bestehender Häuser September (annualisiert) in Mio.
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen:  
BB Biotech AG, HWA AG, Software AG, Villeroy & Boch AG, Volvo (A), Honeywell International Inc., Schlumberger N.V. (Ltd.), State Street Corp., The Procter & Gamble Co.  

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Wertpapierhandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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