Dienstag, 14. August 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.444,63
EuroStoxx50-Eröffnung 3.415,08
Financial Markets
DAX 12.358,74 (-0,53%)
MDAX 26.699,98 (+0,11%)
TecDAX 2.938,25 (+0,52%)
EuroStoxx 50 3.409,68 (-0,48%)
Dow Jones 25.187,70 (-0,50%)
Nasdaq 100 7.401,16 (-0,10%)
Nikkei 22.496,67 (+2,28%)
EUR/USD 1,1402  
Gold in USD 1.194,39  
Oil (Brent) in USD 71,94  
DAX-Tops:
Deutsche Börse 113,70 (+1,61%)
SAP SE 100,10 (+1,47%)
adidas 109,65 (+2,00%)
DAX-Flops:
Bayer 83,73 (-10,31%)
Dt. Bank 10,09 (-2,04%)
Commerzbank 8,28 (-1,99%)

Märkte

Deutschland – Kurseinbruch von Bayer drückt den DAX

Der Einbruch des Dax-Schwergewichts Bayer um gut 10% hat den deutschen Leitindex am Montag belastet. Das Börsenbarometer schloss nach zwei schwachen Wochen nun 0,53% tiefer bei 12.358,74 Punkten. Bayers US-Tochter Monsanto war im Rechtsstreit mit einem Krebspatienten in den USA wegen verschwiegener Risiken seiner Unkrautvernichter zu Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe verurteilt worden. Einige Experten fürchten, dass dieses Thema nun längere Zeit für Unsicherheit sorgt. Denn Monsanto ist mit tausenden ähnlichen US-Klagen konfrontiert. Bayer-Aktien waren zeitweise um fast 14% auf das niedrigste Niveau seit Juli 2013 abgesackt. Für den MDax ging es um 0,11% auf 26.699,98 Punkte nach oben. Der TecDax stieg um 0,52% auf 2938,25 Punkte. Derweil spitzt sich die Türkei-Krise zu. Im Streit zwischen Washington und Ankara traten höhere US-Strafzölle in Kraft. Die türkische Lira geriet daraufhin zum Euro und zum US-Dollar erneut unter Druck. Dies rief die türkische Zentralbank mit Gegenmaßnahmen auf den Plan.bIm MDax gaben Salzgitter-Aktien nach dem aktuellen Geschäftsbericht leicht nach. Analyst Eugene King von Goldman Sachs bewertete die Resultate als durchwachsen. Positiv sei der bessere Vorsteuergewinn. Leicht enttäuscht hätten die lediglich bestätigten Jahresziele, nachdem die Markterwartungen bereits darüber lägen. An der Index-Spitze zogen die Anteilscheine von Scout24 um rund 5% an. Wohnungs- und Autosuchende hatten dem Internetportalbetreiber im zweiten Quartal Auftrieb gegeben. Für die Papiere von United Internet und ihrer Tochter 1&1 Drillisch ging es um 0,17 beziehungsweise 1,49% aufwärts. Trotz pessimistischerer Erwartungen für die Steigerung der Anzahl von Vertragskunden bei der Mobilfunktochter steht United Internet zu seinen Gewinnzielen. Im Nebenwertebereich sackten die Aktien von HelloFresh um mehr als 6% ab und waren damit das Schlusslicht im SDax . Die Anleger nahmen dem Kochboxen-Anbieter krumm, dass die Gewinnschwelle aufgrund von Investitionen nun wohl erst 2019 und nicht bereits im vierten Quartal des laufenden Jahres erreicht werden soll. Erst Ende Juli hatten die Papiere ein Rekordhoch erreicht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,48% auf 3409,68 Punkte. Der Londoner FTSE 100 gab ebenfalls leicht nach, während der Cac 40 in Paris kaum verändert schloss.

USA – Vorsicht bei den Anlegern wegen Türkei-Krise

Die negative Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten wegen der Türkei-Krise hat am Montag auch die US-Börsen belastet. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial büßte an der Wall Street 0,50% auf 25 187,70 Punkte ein und schloss damit nun schon den vierten Handelstag in Folge mit Verlusten. Für den S&P 500 ging es um 0,4% auf 2821,93 Punkte abwärts. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 konnte sich noch am längsten gegen den Abwärtstrend stemmen, beendete den Tag dann allerdings ebenfalls leicht im Minus: Er sank um 0,1% auf 7401,17 Zähler. Dass sich die frühen Gewinne in Luft aufgelöst hätten, mache die Sorgen deutlich, dass sich die Türkei-Krise womöglich zu etwas Größerem auswachsen könnte, sagte ein Marktbeobachter. "Die Befürchtung eines Ansteckungsrisikos ist wohl der Hauptgrund gewesen für die heutigen Verluste."Der Kurs der türkischen Lira gab zum Wochenstart weiter nach und litt diesmal unter den inzwischen verdoppelten US-Strafzöllen auf türkischen Stahl. In Asien hatten die Börsen nach Inkrafttreten der Sanktionen bereits mit teilweise massiven Kursverluste reagiert und auch in Europa schwächelten die Aktienmärkte. In Istanbul war es zeitweise um fast 7% abwärts gegangen, bevor der Borsa Istanbul 100 letztlich 2,4% schwächer schloss. Insgesamt treibt Anleger an den Börsen weltweit die Sorge über einen wirtschaftlichen Kollaps der Türkei um, der auf das Bankensystem und auch auf andere Schwellenländer durchschlagen könnte. Viele Investoren flüchten deshalb in als sicher geltende Staatsanleihen und Währungen wie den Schweizer Franken und den japanischen Yen. Während es konjunkturseitig aus den USA keine wichtigen Daten gab und auch die Berichtssaison nahezu beendet ist, ging es für die Aktien von Amazon und Apple auch ohne Nachrichten weiter hoch zu neuen Rekorden. Eine allgemein recht optimistische Stimmung für Technologiewerte trieb die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers zeitweise erstmals über 210 USD. Die Papiere des weltgrößten Online-Händlers Amazon kletterten im Handelsverlauf erstmals auf 1925 USD. Um 0,3% ging es für die Aktie des Elektroautobauers Tesla hoch. Vorstandschef Elon Musk hat nach eigenen Angaben die Finanzierung eines Börsenrückzugs der Firma mit dem Staatsfonds Saudi-Arabiens diskutiert. "Ich führe weiterhin Gespräche mit dem Saudi-Fonds und auch mit einer Anzahl anderer Investoren", teilte er im Firmen-Blog mit. Ein Interesse der Saudis, sich an einer möglichen Privatisierung zu beteiligen, bestehe bereits seit Anfang 2017 und sei weiterhin vorhanden. Die Anteilsscheine von Netflix verloren 1,3%. Finanzvorstand David Wells verlässt den Video-Streamingdienst, will allerdings noch bleiben bis ein Nachfolger gefunden ist. Wells ist bereits seit 2010 für die Finanzen des Unternehmens zuständig. Er wolle nun neue Herausforderungen suche, auch wenn er noch keine konkreten Vorstellungen habe, sagte er.

Asien – Uneinheitlich

Die Asienbörsen haben nach der Talfahrt am Vortag uneinheitlich tendiert. Verlusten in Hongkong und China standen Gewinne an den meisten anderen Länderbörsen und insbesondere Japan gegenüber. Die regionale Benchmark, der MSCI Asia Pacific Index, lag gegen 6.40 Uhr MESZ 0,4% im Plus bei 163,03 Zählern. In Tokio gewann der Nikkei 225 rund 2,28%. "Die türkische Zentralbank hat Massnahmen für das Finanzsystem ergriffen, und das hilft einstweilen, die Konfusion zu beseitigen", sagte Toshihiko Matsuno, Stratege bei SMBC Nikko Securities Inc. in Tokio. Zu den größten Gewinnern im Topix zählten die Sektoren Elektronik und Telekommunikation. Murata Manufacturing verteuerten sich um 3,1%, Sony um 1,3% und Fujitsu um 3%. SoftBank legten 2,8% zu, KDD 1,1%. Japan Display stiegen um 4,1%. Iwai Cosmo hatte die Anlageempfehlung von Neutral auf Outperform angehoben.

Ausblick für heute

Der DAX wird heute voraussichtlich stärker in den Handel starten. Nach dem deutlichem Kursrückgang der Vortage, könnte der DAX nun zu einer Erholung ansetzen. Weiterhin im Fokus steht Händlern zufolge die Krise in der Türkei und der Verfall der türkischen Lira.

Unternehmen

Aareal Bank

Aareal Bank Gruppe erzielt im 2. Quartal ein Konzernbetriebsergebnis von 62 Mio. EUR (VJ: 109 Mio. EUR, inklusive eines positiven Sondereffekts in Höhe von 50 Mio. EUR), ein Ergebnis je Aktie von 0,62 EUR (VJ: 1,05 EUR) und einen Zinsüberschuss von 136 Mio. EUR (VJ: 151 Mio. EUR). Die Risikovorsorge belief sich auf 19 Mio. EUR (VJ: 25 Mio. EUR), der Provisionsüberschuss auf 51 Mio. EUR (VJ: 49 Mio. EUR) und der Verwaltungsaufwand auf 109 Mio. EUR (VJ: 129 Mio. EUR). Ziele für 2018 sowie kurz- und mittelfristige Ziele sowie Prognose für Neugeschäftsvolumen bestätigt.

BMW

Das südkoreanische Verkehrsministerium hat ein Fahrverbot für rund 20.000 BMW-Fahrzeuge angekündigt, nachdem zwischen Januar und Juli bei 27 Autos Motorbrände aufgetreten waren. Vergangene Woche hatte sich BMW in Südkorea dafür entschuldigt und 106.000 Diesel-Fahrzeuge ab dem 20. August in die Werkstätten gerufen.

Ceconomy

CECONOMY erzielt im 3. Quartal einen Umsatz von 4,6 Mrd. EUR (VJ: 4,63 Mrd. EUR, Analystenprognose von 4,639 Mrd. EUR), ein Ebit von -30 Mio. EUR (VJ: -49 Mio. EUR), ein Ebitda von 26 Mio. EUR (VJ: 4 Mio. EUR) und ein Nettoergebnis von -104 Mio. EUR (VJ: -29 Mio. EUR). Die Metro-Beteiligung lastet CECONOMY zufolge mit 138 Mio. EUR auf dem Gewinn. Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt.

Kali & Salz

K+S erzielt im 2. Quartal einen Umsatz von 811,9 Mio. EUR (VJ: 742 Mio. EUR), ein Ebitda von 105,1 Mio. EUR (VJ: 101,9 Mio. EUR), eine Ebitda-Marge von 12,9 % (VJ: 13,7 %), ein Ebit I von 13,4 Mio. EUR (VJ: 28,5 Mio. EUR) und ein Konzernergebnis von -9,4 Mio. EUR (VJ: 18,9 Mio. EUR).

Nordex

Nordex erzielt im 1. Halbjahr 2018 einen Umsatz von 957,1 Mio. EUR (VJ: 1,501 Mrd. EUR), eine Gesamtleistung von 1,090 Mrd. EUR (VJ: 1,525 Mrd. EUR), ein Ebitda von 38,4 Mio. EUR (VJ: 117,5 Mio. EUR), ein Ebit von -35,8 Mio. EUR (VJ: 49,4 Mio. EUR) und einen Konzernüberschuss von -40,3 Mio. EUR (VJ: 22,6 Mio. EUR). Ausblick bestätigt.

Symrise

Symrise erzielt im 1. Halbjahr einen Umsatz von 1,576 Mrd. EUR (VJ: 1,575 Mrd. EUR, Analystenprognose von 1,515 Mrd. EUR), ein Ebitda von 317,1 Mio. EUR (VJ: 322,9 Mio. EUR, Prognose: 316,1 Mio. EUR), eine Ebitda-Marge von 20,1% (VJ: 21,3%, Prognose: 20,3%), ein Ebit von 219,5 Mio. EUR (VJ: 224,6 Mio. EUR, Prognose: 216,3 Mio. EUR) und einen Nettogewinn von 142,3 Mio. EUR (VJ: 141,8 Mio. EUR). Symrise hebt Umsatzausblick für 2018 an und sieht nun einen Umsatzanstieg von über 7% (zuvor: 3-4%).

Thyssenkrupp

Wenige Monate vor der Umsetzung des geplanten Stahl-Joint-Ventures mit TATA STEEL EUROPE profitieren beide Partner von den gestiegenen Werkstoffpreisen. Tata habe in seinem europäischen Stahlgeschäft im zweiten Quartal 2018 operativ (Ebitda) 183 Mio. GBP (rund 205 Mio. EUR) verdient, teilte der indische Mutterkonzern mit. Dies sei gegenüber dem ersten Quartal 2018 ein Plus 42%. Tata bekräftigte, bis Ende des Jahres die Transaktion mit Thyssen über die Bühne bringen zu wollen. Die Partner wollen den zweitgrößten europäischen Stahlkonzern nach ARCELORMITTAL schmieden.

RWE

RWE erzielt im 1. Halbjahr einen Außenumsatz (ohne Erdgas- und Stromsteuer) von 6,758 Mrd. EUR (VJ: 7,407 Mrd. EUR), ein Ebitda (bereinigt) von 825 Mio. EUR (VJ: 1,13 Mrd. EUR), ein Ebit (bereinigt) von 385 Mio. EUR (VJ: 660 Mio. EUR), ein Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) von 68 Mio. EUR (VJ: 2,354 Mrd. EUR) und ein Nettoergebnis von 162 Mio. EUR (VJ: 2,669 Mrd. EUR).

Termine heute

Termine
08:00 DE Verbraucherpreise Juli (endgültig) y/y
08:00 DE BIP Q2 (1. Veröffentlichung) q/q erw. 0,30%
08:00 DE Vierteljährliche Arbeitsmarktstatistik Q2
08:45 FR Verbraucherpreise Juli (endgültig) m/m
09:15 CH Erzeuger- und Importpreise Juli m/m
10:30 GB Arbeitslosengeldbezieher Juli m/m in Tsd./ Arbeitslosenquote Juni (3-Monatsdurchschnitt)
10:30 GB Durchschnittsverdienst-Index in den drei Monaten per Juni y/y
11:00 EU Industrieproduktion Juni m/m
11:00 DE ZEW-Konjunkturerwartungen August
11:00 EU ZEW-Konjunkturerwartungen August, erw. -18,70 Punkte
11:00 EU BIP Q2 (1. Veröffentlichung) q/q
12:00 US NFIB Small Business Index Juli 14:30 US/ Importpreise Juli m/m
14:55 US Redbook Einzelhandelsumsätze Vorwoche m/m
22:30 US API Öl-Lagerbestände in Mio. Barrel
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa:  
Aareal, Bilfinger, Biotest, Ceconomy, Dt. Wohnen, K&S, Nordex, RWE, SAF Holland, Sixt, Singulus, Software, Surteco, Symrise, Viscom  
Quartalszahlen USA:  
Baozun, Brinker, CDK Global, Childrens Place, Cree, Tapestry, The Home Depot  

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Wertpapierhandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
Artikel teilen

Wir verwenden Cookies, um die Funktionalität und den Inhalt dieser Website zu optimieren. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.