Freitag, 20. Juli 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.664,45
EuroStoxx50-Eröffnung 3.466,41
Financial Markets
DAX 12.686,29 (-0,62%)
MDAX 26.731,81 (-0,60%)
TecDAX 2.869,30 (-0,27%)
EuroStoxx50 3.471,64 (-0,39%)
Dow Jones 25.064,50 (-0,53%)
Nasdaq 100 7.352,35 (-0,51%)
Nikkei 22.697,88 (-0,29%)
EUR/USD 1,1660  
Gold in $ 1.222,05  
Oil (Brent) in $ 72,29  
DAX-Tops:
Deutsche Post 29,07 (+1,15%)
Daimler 58,64 (+0,65%)
Merck 85,88 (+0,44%)
DAX-Flops:
SAP 100,98 (-3,53%)
Continental 199,20 (-1,73%)
Thyssenkrupp 22,54 (-1,44%)

Märkte

Deutschland – Gewinnmitnahmen

Der Dax hat am Donnerstag seiner jüngst guten Entwicklung Tribut gezollt. Nach einem verhaltenen Start weitete der deutsche Leitindex seine Verluste aus. Zum Schluss blieb er mit einem Minus von 0,62% auf 12.686,29 Punkte aber etwas über seinem Tagestief. Zur Wochenmitte hatte er dank fünf Gewinntagen in Folge noch den höchsten Stand seit rund einem Monat erreicht. Schuld an den aktuellen Verlusten seien auch die von der EU angekündigten Gegenmaßnahmen im Fall von US-Strafzöllen auf Autos und Berichte über einen Stillstand der Handelsgespräche zwischen den USA und China, schrieb Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK. Bei anderen deutschen Indizes machten die Anleger ebenfalls Kasse: Der MDax sank um 0,60% auf 26.731,81 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,27% auf 2.869,30 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,39% schwächer bei 3.471,64 Punkten. Die nationalen Indizes in Paris und London entwickelten sich uneinheitlich.

Unter den Dax-Konzernen legte SAP Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Die Aktien des Softwareherstellers fielen als Index-Schlusslicht um 3,53%. Börsianer waren sich zwar grundsätzlich einig, dass das Unternehmen gut abgeschnitten habe. Bei näherer Betrachtung fanden einige Experten jedoch auch Schwachstellen. Moniert wurde etwa eine etwas niedrigere Marge, die mit einer höheren Gewichtung der gut laufenden Geschäfte mit Mietsoftware einher gehe. Unter Druck standen auch die Papiere von Continental mit einem Abschlag von 1,73%. Henning Cosman von der britischen Investmentbank HSBC zeigte sich enttäuscht davon, dass der Autozulieferer nur eine Holding-Struktur mit drei separaten Geschäftsbereichen und nicht eine echte Aufspaltung ankündigte, welche werthaltiger für die Aktionäre wäre. Schlechte Nachrichten kamen zudem von Zooplus: Der Online-Händler für Heimtierbedarf hatte im zweiten Quartal beim Umsatzwachstum nicht so stark zugelegt wie vom Markt erhofft. Die Anteilscheine büßten als klares Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax 8,92% ein. Im TecDax freuten sich indes die Anleger von Morphosys über ein Kursplus von 3,71%. Der Biotechnologiekonzern hatte mit dem Pharmakonzern Novartis eine Lizenzvereinbarung für sein Wirkstoffprogramm MOR106 geschlossen und daraufhin seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

USA – Konsolidierung

Nach den Quartalsberichten einer ganzen Reihe großer US-Konzerne sind deren Kurse am Donnerstag unter Druck geraten. In diesem Fahrwasser legte auch der Dow Jones Industrial wieder den Rückwärtsgang ein. Er fiel um 0,53% auf 25.064,50 Punkte. Zuvor hatte der Dow fünf Börsentage in Folge zugelegt. Seit Anfang Juli steht noch ein Gewinn von gut 3% zu Buche. Selbst starke Konjunkturdaten konnten die Investoren am Donnerstag nicht mehr zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends bewegen. Als Gefahr für die zukünftigen Gewinne der Unternehmen könnte sich nach wie vor der internationale Handelskonflikt erweisen. "Der Protektionismus bleibt ein großes Risiko", sagte Aktienstrategin Kathy Matsui von Goldman Sachs. Die Weltwirtschaft zeige bereits Zeichen der Schwäche. Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,40% auf 2.804,49 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Auswahlindex Nasdaq 100 0,51% auf 7.352,36 Punkte.

Quartalsergebnisse hatten unter anderem Branchengrößen wie Ebay, der Zigarettenkonzern Philip Morris, Dominos's Pizza und der Stahlproduzent Nucor vorgelegt. Daneben ließen sich auch große Finanzwerte wie der Versicherer The Travelers, die Bank of New York Mellon und American Express in die Bücher schauen. Die Zahlen fanden keine gute Aufnahme, die Kurseinbußen der Aktien reichten von 1,4 bis zu mehr als 10%. Am schwersten traf es die Anteile von Ebay, die um 10,12% auf den tiefsten Stand seit Ende vergangenen Jahres absackten. Die Trends auf den verschiedenen Marktplätzen des Unternehmens seien schwach, sagte Analyst Mark Mahaney von der Bank RBC. Marketing- und Produktinitiativen von Ebay sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung hätten sich kaum positiv ausgewirkt. Lediglich IBM stachen positiv heraus, der Kurs stieg um 3,27% an die Spitze des Dow und auf den höchsten Stand seit Mitte April. Nach jahrelangen Rückgängen hatte das IT- und Beratungsunternehmen im zweiten Quartal erneut mehr Umsatz und Gewinn verbucht. Der IT-Konzern mache sukzessive Fortschritte bei Umsatz und Margen, sagte Analyst James Schneider von Goldman Sachs. Der US-Kabelkonzern Comcast gibt sich im Wettbieten mit Walt Disney um große Teile von Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox geschlagen. Comcast verfolgt die Übernahme von Fox nicht länger und konzentriert sich stattdessen auf den britischen Bezahlsender Sky. Aktien von Walt Disney stiegen daraufhin um 1,30 %. Aber auch die Aktionäre von Comcast zeigten sich erleichtert, der Comcast-Kurs legte um 2,56% zu. Papiere des Übernahmekandidaten 21 Century Fox gaben leicht nach. Nach Börsenschluss steht noch die Jahresbilanz von Microsoft auf der Agenda. Nach Ansicht von Analyst Brad Zelnick von Credit Suisse dürfte sich im Schlussquartal 2017/18 auch bei dem Software-Konzern die positive Dynamik im Cloud-Geschäft fortgesetzt haben. Die Papiere gaben dennoch um 0,68% nach.

Asien – Uneinheitlich

Die Asienbörsen haben uneinheitlich tendiert. Während die Börsen in Japan, Hongkong und China nachgaben, stiegen die Kurse in Australien. China hatte das tägliche Fixing für den Yuan um 0,9% niedriger angesetzt, was signalisiert, dass die geldpolitischen Entscheider Chinas sich mit der Abwertung der Landeswährung wohl fühlen. Die regionale Benchmark, der MSCI Asia Pacific Index, lag um 6.40 Uhr MESZ 0,1% im Minus. In Tokio fiel der Nikkei 225 Index um 0,29%. Insbesondere Technologie- und Maschinenbauwerte standen unter Abgabedruck. Die Titel von Tokyo Electron sanken um 3,2%, für Komatsu ging es 2,5% nach unten. Einen Kurssprung von knapp 7% verzeichnete die Aktie von Mitsubishi Tanabe Pharma Corp, nachdem Novartis AG Generika-Hersteller verklagte, um den US-Absatz des Muliple-Sklerose-Medikaments Gilenya zu schätzen, das die Gesellschaft in einer Lizenzvereinbarung mit dem japanischen Unternehmen vertreibt.

Ausblick für heute

Der DAX wird aktuell bei 12.661 taxiert, das sind 0,2% leichter. Fokus heute liegt weiterhin auf der US-Berichtssaison.

USA/Russland

Trotz anhaltender Kritik an dem Gipfel in Helsinki will US-Präsident Trump den russischen Staatschef Putin schon bald wieder treffen. Trump habe den nationalen Sicherheitsberater Bolton gebeten, Putin im Herbst nach Washington einzuladen, teilte Präsidialamtssprecherin Sanders mit. Trump twitterte zuvor, er freue sich auf ein zweites Treffen mit Putin. Für die parteiübergreifende Empörung über seine widersprüchlichen Aussagen zu einer mutmaßlichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf beim Gipfel am Montag und den Tagen danach machte er verzerrende Medienberichte verantwortlich und sprach von einer Lügenpresse.

Unternehmen

Automobile

Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) plädiert in der Zoll-Debatte mit den USA für eine komplette Streichung von Handelsschranken. "Wir teilen Ideen zum Senken und späteren Abschaffen von Zöllen und anderen Handelshemmnissen im Rahmen einer größeren Verständigung zwischen Europa und den USA", sagte VDA-Präsident Mattes laut Redetext bei einer Anhörung des US-Handelsministeriums in Washington (Reuters).

E.ON/Innogy/RWE

Die Marke Innogy könnte einem Zeitungsbericht zufolge auch nach einer Übernahme der RWE-Tochter durch den Energieversorger E.ON erhalten bleiben. "E.ON erkennt an, dass wir bei Innogy in einigen Bereichen erfolgreicher sind, und will dem Rechnung tragen", betonte der Innogy-Vorstand unter Führung von Unternehmenschef Tigges laut der "WAZ" in einem internen Schreiben an die Beschäftigten. Es werde auch geprüft, ob die Marke Innogy bestehen bleibe.

Volkswagen

Volkswagen will in Brasilien wegen des schwächeren Wirtschaftswachstums rund 1.000 Mitarbeiter vorübergehend in Zwangsurlaub schicken. Die Maßnahme solle einen Monat dauern und am 21. August beginnen, teilte die regionale Gewerkschaft für Beschäftigte im Metallsektor mit. Betroffen sei das VW-Werk Sao Bernardo do Campo bei Sao Paulo, das insgesamt rund 8.000 Angestellte beschäftige.

Termine heute

Termine
08:00 DE Erzeugerpreise Juni m/m
10:00 EU EZB-Leistungsbilanzsaldo Mai in Mrd EUR
10:30 GB Öffentlicher Finanzierungsbedarf Juni in Mrd GBP
13:00 DE Kleiner Verfall Eurex DAX Index Optionen
14:30 CA Verbraucherpreise Juni m/m
14:30 CA Einzelhandelsumsatz Mai m/m
21:30 US Commitments of Traders (COT) Report
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen melden u.a.:  
BB Biotech, Hermes Int., Thales, Vattenfall  
Quartalszahlen USA u.a.:  
Autoliv Inc., Baker Hughes, Citizens Financial Group Inc., Cleveland-Cliffs Inc., General Electric Co., Gentex Corp., Honeywell International Inc., Kansas City Southern , Manpower Group Inc., Regions Financial Corp., Schlumberger N.V., Stanley Black & Decker Inc., State Street Corp., SunTrust Banks Inc., V.F. Corp.  

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Wertpapierhandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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