Donnerstag, 21. Juni 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.699,71
EuroStoxx50-Eröffnung 3.442,69
Financial Markets
DAX 12.695,16 (+0,14%)
MDAX 26.531,66 (+0,32%)
TecDAX 2.830,80 (+1,06%)
EuroStoxx50 3.439,60 (+0,13%)
Dow Jones 24.657,80 (-0,17%)
Nasdaq 100 7.280,71 (+0,73%)
Nikkei 22.693,04 (+0,61%)
EUR/USD 1,1560  
Gold in USD 1.264,87  
Oil (Brent) in USD 74,31  
DAX-Tops:
Volkswagen 154,440 (+1,41%)
Deutsche Börse 115,300 (+1,32%)
Fresenius SE 68,920 (+1,12%)
DAX-Flops:
ThyssenKrupp 22,070 (-1,43%)
Continental 217,100 (-1,41%)
Daimler 60,450 (-0,74%)

Märkte

Deutschland – DAX stabilisiert sich nach Kursrutsch

Der deutsche Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte von seinen zuletzt klaren Verlusten etwas erholt, wobei die Standardwerte im DAX jedoch nicht so recht vom Fleck kamen. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Gefahren für das weltweite Wirtschaftswachstum birgt, blieb auf dem Börsenparkett das beherrschende Thema. Der deutsche Leitindex endete mit einem mageren Plus von 0,14% bei 12. 695,16 Punkten, nachdem er an den drei vorigen Handelstagen insgesamt mehr als 3% eingebüßt hatte. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDAX stieg am Mittwoch um 0,32% auf 26.531,66 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX gewann 1,06% auf 2.830,80 Punkte. Top-Wert im DAX mit plus 1,4% waren die Volkswagen-Vorzüge. Händler werteten dies zum Teil als Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste. Zudem erwies sich die angepeilte strategische Allianz mit dem US-Autobauer Ford als Kursstütze. Andere Autowerte wie Daimler und Continental gaben vor dem Hintergrund der zunehmenden konjunkturellen Unsicherheit hingegen merklich nach. Die Daimler-Anteile wurden zudem vom Bankhaus Metzler von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Das vom Chiphersteller Dialog Semiconductor bekundete Interesse am Touchscreen-Hersteller Synaptics ließ die Papiere des TecDAX-Unternehmens anfangs deutlich steigen und dann noch deutlicher fallen. Mit einem Verlust von 3,7% waren sie das Schlusslicht im TecDAX und fielen auf den tiefsten Stand seit Februar 2014. Der mögliche Zukauf weckte auch Skepsis. Vom Analysehaus Bryan Garnier hieß es, es wäre besser, Dialog würde sich in schneller wachsenden Bereichen wie der Autobranche und Industrieanwendungen stärken. Händler befürchten außerdem, Dialog könnte für Synaptics zu viel bezahlen. Nach ihrem Vortages-Kursrutsch um über 13% erholten sich die Ceconomy -Anteile an der MDAX-Spitze um rund 3,5%. Die Konzernmutter des Elektronikhändlers Media Saturn besiegelte den Verkauf ihres verlustreichen Russland-Geschäfts an den russischen Konzern Safmar. Im Gegenzug kauft Ceconomy 15% am Elektronikhändler M.video. Ceconomy hatte am Dienstag mitgeteilt, dass zur Finanzierung der Transaktion neue Aktien ausgegeben werden sollen. Nun aber hieß es, eine Kapitalerhöhung sei nur eine Option, entschieden sei bislang noch nichts. Eine Hochstufung von "Sell" auf "Hold" durch Hauck & Aufhäuser half den Aktien von Heidelberger Druck, den freien Fall der vergangenen Tage zu stoppen. Als Top-Wert im SDax gewannen sie 5,6%.

USA – Dow Jones recht stabil - Nasdaq-Börsen mit Rekorden

Die US-Börsen haben am Mittwoch einen Stabilisierungsversuch gestartet. Zwar gehörten multinationale Konzerne wegen Sorgen um einen Handelskrieg weiter eher zu den Verlierern, Technologieaktien hingegen legten unverdrossen zu. Die Nasdaq-Börsen kletterten in neue Rekordhöhen. Der Dow Jones Industrial beendete den Tag mit einem kleinen Minus von 0,17% auf 24.657,80 Punkte. Einen ersten Entspannungsversuch hatte der US-Leitindex bereits am Vortag gestartet und seine deutlichen Auftaktverluste bis Handelsende spürbar verringert. Bis zu seinem Zwischenhoch Anfang der vergangenen Woche fehlen ihm aber immer noch fast 3%. Besonders deutlich war tags zuvor die Erholung beim marktbreiten S&P-500-Index sowie den Nasdaq-Börsen abzulesen gewesen. Auch diese setzte sich fort: Zur Wochenmitte legte der S&P 500 um 0,17% auf 2.767,32 Punkte zu. Der Technologiewerte-Auswahlindex Nasdaq 100 stieg erstmals über die Marke von 7.300 Punkten und beendete den Handel dann mit plus 0,73% auf 7.280,71 Punkte. Dem Nasdaq Composite gelang zudem erstmals im Handelsverlauf der Sprung über die Hürde von 7.800 Punkten. Eine Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China blieb zwar Thema unter Börsianern, rückte aber in den Hintergrund, da es keine weiteren, bewegenden Neuigkeiten gab. Aktuell herrsche etwas Hoffnung, dass sich der Handelsstreit im Verlauf des Sommers abschwächt, sagte ein Händler. Aktienseitig standen erneut Übernahmen und Geschäftszahlen im Fokus. Zudem fand ein angekündigter Platzwechsel im weltweit wichtigsten Börsenbarometer, dem Dow Jones, Beachtung. Denn am 26. Juni wird mit General Electric das letzte Urgestein den Index verlassen. Aktuell repräsentiert GE nicht einmal mehr 0,5% Gewicht in dem Index. Aufgenommen wird am kommenden Dienstag stattdessen die Drogerie- und Apothekenkette Walgreens. Während GE 0,5% verloren, legten die Aktien von Walgreens um 5,3% zu. Dass der Medienkonzern Walt Disney im Bieterkampf mit dem Kabelkonzern Comcast nachgelegt und seine Offerte für 21st Century Fox aufgestockt hat, gab den Fox-Titeln deutlich Auftrieb. Sie stiegen im S&P 100 um mehr als 7%. Die Papiere von Walt Disney gewannen als einer der Spitzenwerte im Dow Jones knapp 1%, während die Comcast-Titel an der Nasdaq um 1,8% anzogen. Ansonsten standen Oracle und FedEx mit ihren Quartalsbilanzen und Geschäftsausblicken im Zentrum des Interesses. Während Oracle 7,5% einbüßten, verloren FedEx 2,7%. Starbucks brachen nach negativen Signalen für das wichtige China-Geschäft um 9,1% ein.

Asien – Aktien auf Schlingerkurs - Rallye in Sydney geht weiter

Uneinheitlich lautet die Tendenz im Handelsverlauf am Donnerstag an den Börsen in Ostasien. Nachdem es zwischenzeitlich noch nach einer Fortsetzung der Erholung auf breiter Front aussah, haben mittlerweile einige Indizes ihre Gewinne wieder abgegeben. Klarer Sieger ist die Börse In Australien, wo die Rally der Vortage mit einem Anstieg um 1,2% beschleunigt weiter geht. Auch an der Nachbarbörse in Neuseeland legt das Marktbarometer kräftig zu. Auch in Japan steigen die Kurse, zum Teil gestützt vom etwas nachgebenden Yen. Der Dollar verteuert sich auf 110,61 Yen, das ist rund ein halber Yen mehr als am Vortag zur gleichen Zeit. Der Nikkei-225-Aktienindex steigt um 0,6% auf 22.693 Punkte. Die Befürchtungen der Investoren wegen potenziell global negativer Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China seien etwas in den Hintergrund gerückt, heißt es. Auch weil es Hoffnungen geben, dass es am Ende möglicherweise nicht so schlimm kommen werde, wie derzeit beiderseits angedroht. Aktien aus dem Maschinenbausektor gehörten zu den Favoriten, so Händler. Für Softbank geht es am Tag nach der Hauptversammlung um 3,3% nach oben. CEO Masayoshi Son hatte dort die eigene Aktie als unterbewertet bezeichnet angesichts der umfassenden Beteiligungen seines Unternehmens – beispielsweise am chinesischen Internetriesen Alibaba. Autoaktien bleiben etwas zurück, Honda, Toyota und Nissan tendieren knapp behauptet. An den anderen Plätzen der Region dominieren rote Vorzeichen, wobei es in Hongkong nach einem Start knapp in positivem Terrain um 0,6% nach unten geht. Vor allem schwächere Kurse im Finanzsektor zögen den Index ins Minus, sagen Händler. Daneben belaste aber auch das starke Minus beim Kamaramodulehersteller Sunny Optical von gut 7%. Neue Nachrichten zu dem Unternehmen gibt es nicht. Deutlicher abwärts um über 1% geht es in Thailand und Malaysia. In Schanghai fällt das Minus mit 0,2% kleiner aus. Hier stützt etwas, dass die Notenbank dem Bankensystem des Landes in einem Routinegeschäft netto umgerechnet 4,6 Mrd. USD zugepumpt hat, um die Liquidität zu erhöhen und das Wachstum zu stimulieren.

Ausblick für heute

Nach überwiegend positiven Vorgaben aus Übersee dürfte der DAX am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel starten. Der Broker L&S taxiert das Börsenbarometer zuletzt auf 12.735 Punkte, was einem Plus von rund 0,30 % gegenüber dem gestrigen Xetra-Schlusskurs entspricht. Belastend dürfte sich die Gewinnwarnung des Autobauers Daimler vom Vorabend auswirken. Im Verlauf des Handelstages dürften unter anderem die Zinsentscheide in der Schweiz und Großbritannien sowie der Philadelphia-Fed-Index im Fokus stehen.

Deutschland/Jordanien

Kanzlerin Merkel wird in der jordanischen Hauptstadt Amman mit König Abdullah Al Hussein zusammentreffen. Auf ihrer zweitägigen Reise nach Jordanien und Libanon will Merkel, die von einer Wirtschaftsdelegation begleitet wird, über eine verstärkte Wirtschaftszusammenarbeit sprechen. In Jordanien wird die Kanzlerin zudem die deutsch-jordanische Universität und auch die in dem Land stationierten deutschen Soldaten besuchen, die dort als Teil der internationalen Anti-IS-Koalition stationiert sind.

EU/Flüchtlinge

Unter dem Eindruck verhärteter Fronten zwischen CDU und CSU kommt auf europäischer Ebene in den Streit über die Flüchtlingspolitik Bewegung. Bei einem informellen Treffen mehrerer Staats- und Regierungschefs am Sonntag in Brüssel solle über Lösungen für die Aufnahme der Menschen besprochen werden, teilte die Kommission mit. An dem Treffen nehmen neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Österreich, Griechenland, Spanien, Malta, Bulgarien, Belgien und die Niederlande teil.

USA/Einwanderung

Nach heftiger Kritik aus dem In- und Ausland macht US-Präsident Trump in einem wichtigen Teil seiner Einwanderungspolitik eine Kehrtwende. Künftig sollen illegal über die Südgrenze eingereiste Eltern nicht mehr von ihren Kindern getrennt werden. Das entsprechende Dekret unterzeichnete der Republikaner im Weißen Haus. Vor allem Demokraten, aber auch republikanische Politiker hatten das Vorgehen kritisiert. Auch Papst Franziskus sowie die Regierungen von Deutschland und Großbritannien hatten sich in dem Streit zu Wort gemeldet.

Unternehmen

Daimler

Daimler macht der US-chinesischen Handelsstreit zu schaffen. Der Betriebsgewinn (Ebit) des Konzerns werde wegen dieser Entwicklungen im laufenden Jahr voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, teilten die Schwaben mit. Ende April hatte Daimler noch einen leichten Anstieg in Aussicht gestellt. Die höheren chinesischen Zölle für in den USA hergestellten Autos könnten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Zudem werde man wegen der Abgaben wohl weniger Geländewagen in der Volksrepublik als erwartet verkaufen.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank muss in den USA eine Geldstrafe von 205 Mio. USD zahlen. Grund sei ein Verstoß gegen Bankengesetze, teilte die New Yorker Finanzbehörde mit. Sie warf dem Finanzinstitut vorschriftswidriges Gebaren bei Devisengeschäften von 2007 bis 2013 vor.

Deutsche Post

Weil sich die Beschwerden unzufriedener Verbraucher über Mängel in der Briefzustellung häufen, überlegt die Bundesnetzagentur, wie sie der Deutschen Post durch zusätzliche Kontrollen genauer auf die Finger schauen kann. Der Marktaufsicht geht es vor allem um die Laufzeitmessungen, die sie auf Geheiß des Rechnungshofes an ein externes Institut auslagern musste.

SAP

Der US-amerikanische Datenverarbeiter Teradata hat Klage gegen die Walldorfer vor einem Bundesbezirksgericht in Kalifornien eingereicht. Dem Softwarekonzern würden Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sowie Verstöße gegen das Urheber- und Kartellrecht vorgeworfen, teilte Teradata mit.

Volkswagen

Sven Schuwirth ist nicht lange in München geblieben. Fünf Monate verantwortete der ehemalige Audi-Manager die Marke BMW, Mitte Mai kündigte er seinen Job. Die Gründe für den plötzlichen Abgang will BMW nicht kommentieren. Doch zwei Deutungsmuster kursieren im Haus. Zum einen ist die Luft in den Bereichen Marketing und Vertrieb sehr dünn geworden. Seit Monaten stagnieren die Verkaufszahlen, mittlerweile kümmert sich eine "Taskforce", angeführt von BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter, um das Problem. Zum anderen habe Marketingspezialist Schuwirth ein sehr gutes Angebot aus Wolfsburg vorgelegen. Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess habe Schuwirth einen lukrativen Mehrjahresvertrag in Aussicht gestellt - zum Ärger von BMW. Offiziell bestätigen will das im Moment noch niemand. Und in Wolfsburg ist Schuwirth bisher auch noch nicht aufgetaucht. Vonovia Vonovia will nach der Übernahme des Konkurrenten BUWOG die verbliebenen Minderheitsaktionäre des österreichischen Unternehmens gegen eine Barabfindung ausschließen. Vonovia dränge auf einen entsprechenden Beschluss der Buwog-Hauptversammlung, teilte Buwog mit. Details zur Höhe der Barabfindung sollen nach dem Abschluss der erforderlichen Unternehmensbewertung bekanntgegeben werden. 

Termine heute

Termine
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Tsd.
14:30 US Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Mio.
14:30 US Philadelphia-Fed-Index Juni
15:00 US FHFA-Hauspreisindex April m/m
16:00 EU Verbrauchervertrauen Juni (vorläufig)
16:00 US Index der Frühindikatoren Mai m/m
16:00 US DoE Erdgas-Lagerhaltung in BCF
22:30 US API Öl-Lagerbestände in Mio. Barrel
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen USA:  
Barnes & Noble Corp., Darden Restaurants Inc., Kroger Co., The, Red Hat Inc.  
Hauptversammlungen:  
Deutsche Pfandbriefbank AG, GFT Technologies SE, GK Software AG, Steico SE, Scout24 AG, Sixt SE, Wirecard AG, Your Family Entertainment AG  
Analystenveranstaltungen:  
Adesso AG, Fresenius Medical Care KGaA, Fresenius SE & Co. KGaA, Hello Fresh SE, Jungheinrich AG  
Roadshow:  
Vapiano SE  

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Wertpapierhandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
Artikel teilen

Wir verwenden Cookies, um die Funktionalität und den Inhalt dieser Website zu optimieren. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.