Freitag, 25. Mai 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.917,15
EuroStoxx50-Eröffnung 3.526,43
Financial Markets
DAX 12.855,09 (-0,94%)
MDAX 26.547,49 (-0,57%)
TecDAX 2.800,64 (+0,16%)
EuroStoxx50 3.521,76 (-0,57%)
Dow Jones 24.811,76 (-0,30%)
Nasdaq 100 6.949,69 (-0,06%)
Nikkei 22.450,79 (+0,06%)
EUR/USD 1,1707  
Gold in $ 1.302,97  
Oil (Brent) in $ 78,11  
Euro Stoxx 50-Tops:
LINU 193,75 (+1,25%)
MRK 83,70 (+0,63%)
SAP 96,84 (+0,44%)
Euro Stoxx 50-Flops:
CBK 9,495 (-6,47%)
DBK 10,376 (-4,79%)
DAI 65,22 (-2,77%)

Märkte

Deutschland – DAX dreht nach Trumps Absage an Nordkorea ins Minus

Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag nach einer weiteren "Hiobsbotschaft" von US-Präsident Donald Trump in die Knie gegangen. Ausgelöst wurde die klare Abwärtsbewegung am Nachmittag von der Nachricht, dass sich Trump nun doch nicht am 12. Juni mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un treffen wird. Nordkorea habe in seinen letzten Statements "enormen Ärger und offene Feindschaft" erkennen lassen, begründete der US-Präsident die Absage. Der bis zum Mittag freundlich und zeitweise wieder über der Marke von 13.000 Punkten notierende Dax rauschte im späten Handel merklich nach unten und büßte letztlich 0,94% auf 12.855,09 Punkte ein. Der MDax verlor 0,57% auf 26.547,49 Punkte. Der zwischenzeitlich deutlich festere Technologiewerte-Index TecDax rettete zum Handelsende noch ein kleines Plus von 0,16% bei 2.800,64 Punkten. Aus Branchensicht standen vor allem Automobilaktien unter Druck, weil US-Präsident Donald Trump Einfuhrzölle auf ausländische Fahrzeuge prüfen lässt. Entsprechend standen die Papiere von Volkswagen, Daimler und BMW mit Verlusten zwischen 1,7 und 2,8% weit hinten im Dax-Tableau. Bei Daimler kam ein weiterer Belastungsfaktor hinzu: Der Autobauer hat nach Ansicht der Behörden die Abgasreinigung bei Diesel-Fahrzeugen manipuliert. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe bei Untersuchungen des Kleintransporters Mercedes-Benz Vito unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt, teilte das Bundesverkehrsministerium mit. Für weltweit knapp 6.300 Fahrzeuge, darunter gut 1370 in Deutschland, sei ein Rückruf angeordnet worden. Daimler will das nicht hinnehmen und hat Widerspruch angekündigt. Für die zum Umtausch eingereichten Aktien von Linde ging es an der Dax-Spitze um 1,3% nach oben. Eine optimistische Analystenstudie gab der gesamten Chemiebranche am Donnerstag Rückenwind. Analyst Tom Jones rechnet mit weiter steigenden Gewinnschätzungen und verwies auf den Ölpreisanstieg, sinkende Zollschranken in China sowie weniger negative Währungseffekte als Gewinntreiber. Die Deutsche-Bank-Aktien schmierten trotz der Ankündigung eines verschärften Sparprogramms ab. Nach anfänglich schwankendem Verlauf tauchten die Anteilscheine des größten deutschen Geldhauses am Nachmittag immer tiefer ab und büßten letztlich 4,79% auf 10,376 EUR ein. Mit einem Tagestief von 10,186 € hatten sie zwischenzeitlich den tiefsten Stand seit September 2016 markiert. Nach drei Verlustjahren in Folge will das Institut unter seinem neuen Vorstandschef Christian Sewing die Zahl der Vollzeitstellen von derzeit mehr als 97.000 auf deutlich unter 90.000 verringern. Im Sog der Deutsche-Bank-Aktien ging es mit den Commerzbank-Titeln noch tiefer nach unten. Zum Handelsende betrug der Verlust 6,47% bei 9,495 EUR. Damit waren Commerzbank der größte Verlierer im Dax. Bereits im frühen Handel hatten die Aktien Händlern zufolge unter einer kritischen Analystenstudie gelitten. Die Aktien von Gerresheimer legten um 1,35% zu und waren damit Spitzenreiter im MDax. Mit einem Sprung bis auf 69,15 € hatten die Papiere des auf die Pharmaindustrie spezialisierten Verpackungsherstellers kurz zuvor den höchsten Stand seit Mitte Februar erreicht.

USA – Abgesagter Nordkorea Gipfel belastet nur wenig

Die jüngsten Querschüsse von US-Präsident Donald Trump haben die Wall Street am Donnerstag nicht nachhaltig belastet. Der Dow Jones Industrial  konnte seine frühen Verluste von mehr als 1% im Handelsverlauf sichtbar eindämmen und stand zum Börsenschluss nur noch 0,30% im Minus bei 24 811,76 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verlor letztlich 0,20% auf 2727,76 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verringerte bei 6949,70 Zählern sein Minus auf 0,06%. Trump sagte das im Juni geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ab, über das es schon zuletzt Unsicherheiten gegeben hatte. Als Grund für seine Entscheidung nannte er mehrere nicht gehaltene Zusagen seitens Nordkoreas. So sei etwa eine US-Delegation zur Vorbereitung des Gipfels in Singapur von den Nordkoreanern schlicht sitzengelassen worden. Die Zusage, dass bei der Sprengung von Atomanlagen in Nordkorea am Donnerstag internationale Experten zugegen sein könnten, sei ebenfalls gebrochen worden. Allerdings sei ein Treffen zum eigentlich geplanten oder einem späteren Zeitpunkt immer noch möglich, so Trump weiter. Zudem goss der US-Präsident nach der jüngsten Entspannung im internationalen Handelsstreit mit dem Auftrag, Einfuhrzölle auf ausländische Autos zu prüfen, wieder Öl ins Feuer. Weitere negative Nachrichten kamen vom amerikanischen Immobilienmarkt, wo sowohl die Verkaufszahlen bestehender Häuser als auch die Entwicklung der Preise enttäuschten. Während Autoaktien in Asien und Europa unter den möglichen US-Importzöllen litten, ging es für die Papiere der heimischen Hersteller sichtbar bergauf: Ford  und General Motors  (GM) legten um jeweils gut 1,5% zu. Der US-Elektroautobauer Tesla  konnte hingegen nicht von der Nachricht profitieren: Die Aktien sanken um 0,44% auf 277,85 US-Dollar, nachdem Unternehmenschef Elon Musk "die großen Medienunternehmen" auf Twitter scharf angegriffen und ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt hatte. Die NordLB senkte derweil zum dritten Mal binnen weniger Wochen ihr Kursziel für die Aktie auf nunmehr 220 USD und bekräftigte ihre Verkaufsempfehlung. Analyst Frank Schwope zweifelt weiter daran, dass Tesla mit seinem "Model 3", dem Hoffnungsträger für den Massenmarkt, die ehrgeizigen Produktionsziele erreichen kann – und steht damit in seiner Zunft beileibe nicht allein da. Wenig Grund zur Freude hatten die Anleger auch beim Elektronikhändlers Best Buy: Ein enttäuschender Gewinnausblick auf das laufende Quartal drängte die jüngsten, überzeugenden Geschäftsresultate in den Hintergrund und ließ die Papiere um fast 7% absacken. Bei den Ölkonzernen drückten die weiter sinkenden Preise für den wichtigen Rohstoff auf die Stimmung: Im Dow belegten ExxonMobil  und Chevron  mit Kursabschlägen von 2,29% beziehungsweise 1,62% die letzten Plätze. Dagegen legten Celgene-Aktien um knapp 2,5% zu. Der Krebsspezialist weitet sein bestehendes Aktienrückkaufprogramm aus. Die Aktien von Paypal schüttelten ihre Anfangsverluste ab und gewannen letztlich über ein halbes Prozent, nachdem der Online-Bezahldienst auf einer unternehmenseigenen Anlegerveranstaltung eine deutliche Ausweitung seiner Partnerschaft mit Google  bekannt gegeben hatte. Demnach kann Paypal bald als Zahlungsmöglichkeit bei Google Pay verwendet werden. Im Medien- und Unterhaltungsbereich machte der Online-Videodienst Netflix  von sich reden: Er setzte mit einem Kursplus von 1,33% auf 349,29 USD seinen Rekordlauf fort. Mit einer Marktkapitalisierung von fast 152 Mrd. USD macht Netflix dem traditionsreichen Branchenriesen Walt Disney seinen Status als wertvollstes Branchenunternehmen streitig, den Disney diesmal auf Schlusskursbasis nur knapp verteidigen konnte. Disney und der Kabelnetzbetreiber Comcast konkurrieren derzeit um die Übernahme eines Großteils von Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox, was die Aktien beider Firmen am Donnerstag weiter belastete.

Asien – Nordkorea belastet kaum

Mit nur leichten Abgaben reagieren die Börsen in Asien am Freitag auf die neuesten Entwicklungen um Nordkorea. US-Präsident Donald Trump hat das geplante Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un überraschend abgesagt. Relativ unbeeindruckt von den Nordkorea-Entwicklungen zeigt sich der Kospi in Seoul, der lediglich um 0,2% nachgibt. Es bestehe die Hoffnung, dass das Treffen doch noch stattfinde, heißt es mit Blick auf Aussagen aus Nordkorea, weiter zu einem Spitzentreffen bereit zu sein. Südkorea will sich derweil weiter für eine Verbesserung der Beziehungen zum Norden einsetzen. Nordkorea erwecke den Eindruck, es ernst zu meinen mit der Umsetzung der Vereinbarung und Fortschritte bei der Denuklearisierung und beim Erreichen von Frieden erzielen zu wollen, so der südkoreanische Wiedervereinigungsminister. Der Nikkei-225 zeigt sich kaum verändert bei 22.450 Punkten, nachdem der Index an den vergangenen beiden Handelstage deutliche Abschläge verzeichnet hatte. Zwischenzeitlich belastete eine erneute Yen-Stärke, der Dollar fiel bis auf 109,12 Yen. Aktuell kann sich der Dollar allerdings wieder etwas erholen und liegt mit 109,53 Yen auf dem Niveau des Vortages. Kaum Einfluss auf das Handelsgeschehen hat die weiter maue Preisentwicklung in Japan. Die Verbraucherpreise für die Region Tokio sind im Mai in der Kernrate um 0,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, schwächer als mit 0,6% prognostiziert. Beides liegt deutlich unter dem Zielwert der japanischen Notenbank. Bei den Einzelaktien zeigen sich die exportorientierten Autowerte in Tokio auch zum Wochenausklang mehrheitlich mit Abgaben. Sie leiden weiter darunter, dass die USA die Erhebung von Zöllen auf Autoimporte prüfen. Dazu kommt der weiter zur Stärke neigende Yen, der die Wettbewerbsfähigkeit der exportabhängigen Auto-Industrie zusätzlich belastet. Mitsubishi Motors verlieren 1,6%, für Toyota Motor geht es um 1,4% nach unten. Dagegen zeigen sich Mazda Motor wenig verändert. In Seoul geht es für Hyundai Motors um weitere 1,1% nach unten, für Kia Motors steht ein Abschlag von 1,2% zu Buche. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index um 0,3% nach, in Sydney fällt der S&P/ASX 200 um 0,2%, belastet von Abgaben bei den Energiewerten im Zuge nachgebender Ölpreise. Der Sektor hatte am Montag noch den höchsten Stand seit drei Jahren erreicht, in der Folge aber kräftige Abgaben verzeichnet. Auf Wochensicht steht bislang ein Minus von knapp 5% zu Buche. Teilnehmer verweisen auf eine stärkere Konsolidierung, nachdem der Sektor zuletzt sieben Wochen in Folge gestiegen war, die längste Gewinnstrecke seit 2008. Erneut einen kräftigen Abschlag von 12,2% auf 26,95 Hongkong-Dollar verzeichnet die Aktie von Samsonite. Am Vortag waren die Papiere nach einem Minus von 10% vom Handel ausgesetzt worden. Teilnehmer sprechen von einer Short-Attacke auf die Aktie. Ein neuer aktivistischer Investmentfonds namens Blue Orca Capital ziele auf Samsonite. Nach Ansicht von Analysten könnte die Aktie jedoch bei 27 Hongkong-Dollar einen Boden gefunden haben. Samsonite hat die Vorwürfe des Investmentfonds mittlerweile zurückgewiesen. Dennoch droht mit einem Minus von 19% die schwächste Handelswoche in der Börsengeschichte des Unternehmens.

Ausblick für heute

Der DAX wird heute voraussichtlich stärker in den Handel starten. Positive Vorgaben aus Asien und den USA verleihen dem DAX Auftrieb. Von Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage ruhig. Die Marktteilnehmer dürften am heutigen Freitag erneut nach Italien schauen, wo die Fünf-Sterne-Bewegung und die rechtspopulistische Lega gemeinsam die Regierung übernehmen. 

Unternehmen

Deutsche Bank

Die Aktionäre haben dem seit längerer Zeit in der Kritik stehenden Aufsichtsratschef Achleitner bei der Hauptversammlung des Instituts einen Denkzettel erteilt. Achleitner erhielt lediglich 84,4% Ja-Stimmen, wie er selbst kurz vor Ende der Hauptversammlung mitteilte. Normal sind bei solchen Abstimmungen Ergebnisse von mehr als 90%. Viele Anteilseigner hatten den Österreicher zuletzt wegen seines Krisenmanagements rund um den Chefwechsel kurz nach Ostern und anderen Entscheidungen in der Vergangenheit angegriffen.

Medigene

Das BioTech-Unternehmen Medigene hat durch die Ausgabe neuer Aktien ca. 32 Mio. EUR erlöst. Das Geld soll vor allem für F&E-Aufwendungen im Bereich der Immuntherapie verwendet werden. Unternehmensangaben zufolge wurden 2,23 Mio. neue Aktien für 14,50 EUR pro Stück plaziert. Das Stammkapital steige damit um ca. 10%.

Thyssenkrupp

Einem Bericht der "WAZ" zufolgen gehen die Verhandlungen von Thyssenkrupp zur Stahlfusion mit Tata in die heiße Phase. Bei Thyssenkrupp sei bereits für Mitte Juni eine Aufsichtsratssitzung geplant, bei der die Vertragsunterzeichnung zum Gemeinschaftsunternehmen besiegelt werden könnte, schrieb die Zeitung ohne Angabe von Quellen.

Volkswagen

Laut "FAZ" stehen am kommenden Mittwoch Warnstreiks in den Betrieben des Ingenieur-Dienstleisters IAV an, der ein Gemeinschaftsunternehmen von Volkswagen und mehreren Autozulieferern ist. 

Die US-Umweltbehörde EPA hat VW unverändert große Defizite in der Firmenkultur bescheinigt. "Die VW-Geschichte ist nicht vorbei – nicht für VW und nicht für die EPA", sagte Grundler, Direktor der Abteilung Verkehr und Emissionen bei der EPA, dem "Handelsblatt" und der "WirtschaftsWoche". Der von den US-Behörden nach Wolfsburg entsandte Aufseher Thompson, mit dem er sich regelmäßig austausche, sei "überhaupt nicht zufrieden".

Termine heute

Termine
08:00 DE Aufträge im Bauhauptgewerbe März m/m
08:00 EU ACEA Nfz-Neuzulassungen April
10:00 DE ifo-Geschäftsklimaindex Mai
10:00 DE ifo-Geschäftslage Mai
10:00 DE ifo-Geschäftserwartungen
10:30 GB BIP Q1 (2. Veröffentlichung) q/q
10:30 GB Unternehmensinvestitionen Q1 (vorläufig) q/q
10:30 GB Dienstleistungsindex März 3m/3m
14:30 US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April m/m
16:00 US Konsumklima Uni Michigan Mai (endgültig)
21:30 US Commitments of Traders (COT) Report
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen USA:  
Buckle, Foot Locker, Hibbett Sports usw.  

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Wertpapierhandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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