Freitag, 23. Februar 2018, 9:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.491,77
EuroStoxx50-Eröffnung 3.435,74
Financial Markets
DAX 12.461,91 (-0,07%)
MDAX 26.308,23 (+0,14%)
TecDAX 2.583,27 (-0,76%)
EuroStoxx50 3.431,99 (+0,05%)
Dow Jones 24.962,48 (+0,66%)
Nasdaq 100 6.761,85 (+0,04%)
Nikkei 21.892,78 (+0,72%)
EUR/USD 1,2292  
Gold in $ 1.326,85  
Oil (Brent) in $ 66,35  
DAX-Tops
ProSiebenSAT.1 32,200 (+3,40%)
Henkel 108,900 (+2,40%)
E.ON 8,368 (+2,01%)
DAX-Flops
Telekom 12,970 (-2,37%)
HeidelbergCement 82,680 (-1,34%)
Deutsche Bank 13,448 (-0,99%)

Märkte

Deutschland – DAX nach Schlussspurt kaum verändert

Der deutsche Leitindex DAX hat sich am Donnerstag mit einem Schlussspurt noch fast ins Plus gerettet. Das Börsenbarometer hatte kurz vor Handelsschluss zwischenzeitliche Verluste von 1,5% komplett wettgemacht und war sogar in die Gewinnzone gedreht, bevor es doch 0,07% tiefer bei 12.461,91 Punkten schloss. Angesichts nachgebender Renditen am US-Anleihemarkt herrschte an der tonangebenden Wall Street zuletzt Optimismus vor, so dass hierzulande die Sorgen vor steigenden Zinsen in den USA etwas in den Hintergrund rückten. Die anderen deutschen Börsenindizes schlossen uneinheitlich: Der MDAX, in dem sich die mittelgroßen hiesigen Börsenunternehmen versammeln, legte um 0,14% auf 26.308,23 Punkte zu, während der Technologiewerte-Index TecDAX 0,76% auf 2.583,27 Punkte einbüßte. Die Anleger blicken derzeit verstärkt Richtung USA: "Laut einer Mehrheit der Teilnehmer erhöht der stärkere wirtschaftliche Ausblick die Wahrscheinlichkeit für weitere graduelle Leitzinsanhebungen", hieß es im Fed-Protokoll der Sitzung von Ende Januar. Damit steht nun Experten zufolge eine schnellere Straffung der US-Geldpolitik im Raum. Steigende Marktzinsen machen Anleihen tendenziell als Alternative zu Aktien attraktiver. Zudem können höhere Zinsen die Profitabilität der Unternehmen schmälern. Bewegung kam auch durch zahlreiche Geschäftsberichte der Unternehmen in den Markt. So legten unter anderem die DAX-Konzerne Henkel, ProSiebenSat.1 und Deutsche Telekom ihre Jahreszahlen vor. Die Aktien der Deutschen Telekom waren bis auf 12,735 EUR abgerutscht, was den niedrigsten Stand seit Anfang 2015 bedeutete. Bis zum Handelsschluss büßten sie am DAX-Ende noch 2,37% auf 12,970 EUR ein. Bei Analysten stieß vor allem der Ausblick auf wenig Freude. Optimistischer wurden die Resultate von Henkel aufgenommen: Die Papiere des Konsumgüterkonzerns gewannen mehr als 2%.  Dank eines guten Klebstoffgeschäfts und der getätigten Zukäufe war der Jahresumsatz erstmals über 20 Mrd. EUR gestiegen. Bei DAX-Spitzenreiter ProSiebenSat.1 konnten sich die Anleger über ein Kursplus von gut 3% freuen. Der Medienkonzern hatte im vergangenen Jahr vor allem beim bereinigten Nettogewinn besser abgeschnitten als erwartet. Unter den Favoriten im MDAX zogen die Anteilscheine des Schmierstoffherstellers Fuchs Petrolub um gut 3% an. Die Eckdaten für das vierte Quartal 2017 seien deutlich besser ausgefallen als am Markt erwartet, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank. Dagegen führten die jüngst noch rekordhohen Aktien des Werbevermarkters Ströer mit einem Minus von fast 7% die Verliererliste im Index an. Hier belasteten Gewinnmitnahmen.

USA – Dow Jones legt wieder zu – Anleger noch vorsichtig

Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag die Scharte vom Vortag ausgewetzt. Weil die Kapitalmarktzinsen wieder etwas zurückgingen, zeigten sich Investoren ein wenig erleichtert. Der Dow Jones stieg um 0,66% auf 24.962,48 Punkte. Allerdings blieben die übrigen Börsenbarometer zurück: Der marktbreite S&P 500 legte nur moderat um 0,10% auf 2.703,96 Zähler zu und der technologielastige Nasdaq 100 lediglich um 0,04% auf 6.761,86 Punkte. Alles in allem verlief der Handel schleppend. Die Anleger zeigten sich noch immer sichtlich beeindruckt von den nach wie vor hohen Renditen am US-Bondmarkt. Am Vortag hatten sich zehnjährige US-Papiere der Marke von 3% stark angenähert. Am Donnerstag gaben sie nur leicht auf 2,92% nach. Investoren hätten sich "in einer Welt der verhaltenen Inflation sehr wohl gefühlt", sagte Nicholas Gartside von JP Morgan . Sie könnten möglicherweise "in diesem Jahr eine Überraschung erleben". So hätten kurzfristige Kennziffern für die Teuerung in den USA bereits zu steigen begonnen. Die Investitionen von Unternehmen schnellten in die Höhe, womit die Produktivität steigen dürfte. Das aber habe in der Vergangenheit das Lohnwachstum gefördert, warnte der Bondstratege vor möglicherweise weiter steigenden Zinsen. Die Aussicht auf eine Abspaltung von Geschäftsfeldern trieb den Kurs von United Technologies um 3,34% nach oben an die Spitze des Dow Jones. Der Vorstandschef Greg Hayes hatte am Vorabend auf einer Konferenz von Plänen für eine Abspaltung der Segmente Flugzeugtriebwerke, Aufzüge und Klimaanlagen berichtet. Bis Jahresende solle eine Entscheidung fallen. Bei Abspaltungen von Aktivitäten werden diese für sich oft höher bewertet als wenn sie Teile eines Konglomerats sind. Die in den USA überraschend gesunkenen Rohöllagerbestände beflügelten die Ölpreise - und mit ihnen auch die Kurse großer US-Ölkonzerne. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,6% auf knapp 63 USD, das war der höchste Stand seit zwei Wochen. Gleichzeitig legten Aktien von Chevron um 0,76% zu und die von Exxon Mobil um 1,30%. ConocoPhilips gewannen 2,16%. Die Saison der Quartalsberichte sorgte erneut für teils heftige Kursausschläge. So schossen Aktien des Öl- und Gasspezialisten Chesapeake Energy um fast 22% nach oben. Das Unternehmen will die Förderung in diesem Jahr ausweiten, gleichzeitig jedoch die Ausgaben im Griff behalten. Die Schulden sollen um 2 bis 3 Mrd. USD sinken. Aktien des Energieunternehmens Apache sackten dagegen um 6,32% ab. Zwar hatte das Unternehmen im vierten Quartal die Erwartungen von Analysten übertroffen. Einem Beobachter zufolge dürfte jedoch das Produktionswachstum hinter dem der Wettbewerber zurückbleiben. Der Kurs rutschte auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

Asien – Aktienkurse drängen nach oben

An den Börsen in Südostasien und Australien herrscht am Freitag eine positive Stimmung. Quer durch die Region dominieren Aufschläge das Börsengeschehen, womit sich die Kurse von den Vortagesverlusten an der Mehrzahl der Handelsplätze erholen. Untermauert wird die positive Stimmung von der leichten Erholung des US-Dollar zum Yen, nachdem der Yen am Vortag noch deutlich zugelegt hatte. Der Dollar steigt auf 106,99 Yen nach Wechselkursen um 106,76 am Vorabend. Im Hoch am Donnerstag lag er bei rund 107,70 Yen. Etwas gebremst wird der Yen von Inflationsdaten aus Japan knapp über der Markterwartung. Die Verbraucherpreise stiegen in der Kernrate im Januar im Jahresvergleich um 0,9% - weiter deutlich unter der Zielvorgabe der Notenbank von 2%. "Obwohl 2018 weltweit mit einem Anziehen der Inflation gerechnet wird, bleibt die Entwicklung für Japan schwer fassbar. Die Bank of Japan dürfte die letzte unter den großen Notenbanken sein, die ihre lockere Geldpolitik zurückfahren wird. Zwar gibt es keinen Grund für die Notenbank, sich gegen eine überhitzte Konjunktur zu stemmen, aber viele Anreize, diese weiter zu stützen, gibt es auch nicht", sagt Marktstratege Brian Beitner von Chautauqua Capital Management. In Tokio legte der Nikkei-225 um 0,7% auf 21.893 Punkte zu, am japanischen Rentenmarkt fallen die Renditen etwas. Die japanische Notenbank belässt das Volumen ihrer Wertpapierkäufe über die verschiedenen Laufzeiten unangetastet. In Schanghai hinkt der Composite nach den Vortagesaufschlägen der regionalen Tendenz etwas hinterher und gewinnt 0,1% auf 3.272 Zähler. Nach der Rally des Vortages sind es vor allem Titel aus der Luftfahrtbranche, die sich etwas abkühlen. Auch Stahl- und Kohlewerte zeigen sich mit Abgaben. Analysten sehen angesichts der Bemühungen der Regierung, die Unternehmen zu entschulden, kurzfristig nicht allzu viel Potenzial für den chinesischen Aktienmarkt. In Hongkong zeigt sich der HSI dagegen freundlich - gestützt von Aufschlägen im Finanzsektor. Das Schwergewicht Tencent legt 1,2% zu und steht damit für ungefähr 20% des Indexplus. Analysten loben die Fähigkeit des Unternehmens, seine Spielesparte zu monetarisieren. Die Unterhaltungsaktivitäten befeuerten die Konsensschätzungen, so die Analysten von New Street Research und haben deswegen ihre Prognosen für Tencent erhöht. Nachdem der Kurs sich im vergangenen mehr als verdoppelt hatte, liegt die Aktie im laufenden Jahr schon wieder 10% im Plus. In Seoul ist das Schwergewicht Samsung Electronics mit einem Plus von 0,3% eine Stütze des Marktes, nachdem die Papiere des Elektronikkonzerns zuletzt mehrere Tage verloren hatten.

Ausblick für heute

Der DAX dürfte heute voraussichtlich freundlich in den Handel starten.

Diesel

Die Hängepartie um Fahrverbote für Diesel-Autos in Großstädten geht weiter. Das Bundesverwaltungsgericht vertagte die von Millionen Diesel-Fahrern und der Autoindustrie mit Spannung erwartete Entscheidung. "Wir sehen noch erheblichen Beratungsbedarf", sagte der Vorsitzende Richter Korbmacher. Er will nun am Dienstag verkünden, ob solche Verbote wegen der hohen Stickoxid-Belastung in Ballungsräumen zulässig sind. Die Deutsche Umwelthilfe, die dies einklagen will, zeigte sich zuversichtlich: "Es ist alles noch offen, wir sind aber deutlich optimistischer", sagte DUH-Chef Resch. Die Länder Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die gegen die Urteile ihrer Verwaltungsgerichte zu Gunsten von Fahrverboten in Revision gingen, halten die folgenreiche Maßnahme ohne bundesweite Regelung dagegen für unzulässig.

EU

In Brüssel werden sich die 27 EU-Regierungen heute ohne Großbritannien über die künftigen Finanzen der Union unterhalten. Auf dem informellen Gipfel fallen zwar keine Entscheidungen. Das Treffen bildet aber den Auftakt schwieriger mehrmonatiger Verhandlungen. Dabei prallen nicht nur die Interessen von Nettozahlern und Nettoempfängern aufeinander. Es geht auch um die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der Verteilung von Flüchtlingen und EU-Leistungen geben soll. Dies hatte Kanzlerin Merkel in ihrer Regierungserklärung verlangt.

USA

Die Spannungen zwischen US-Präsident Trump und seinem Stabschef Kelly sowie dem Nationalen Sicherheitsberater McMaster könnten Insidern zufolge schon bald zum Rücktritt der Top-Berater führen. Vier ranghohe Mitarbeiter der Trump-Regierung berichteten der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, die Spannungen seien in jüngster Zeit derart gewachsen, dass ein baldiger Rücktritt Kellys oder Mc Masters oder sogar beider möglich sei. 

Unternehmen

Daimler

Der Stuttgarter Fahrzeughersteller Daimler muss zum ersten Mal in einem Streit mit einem Dieselkunden die Untersuchung eines unabhängigen Sachverständigen hinnehmen. Das geht aus einem Beweisbeschluss des Landgerichts Stuttgart vor, der dem Handelsblatt vorliegt. Experten gehen davon aus, dass der Präzedenzfall Signalwirkung für ähnliche Klagen haben könnte.

Porsche

Porsche geht auf Distanz zum Diesel: Der wachsende öffentliche Druck auf den Selbstzünder wirkt sich auf die Modellpalette des Sportwagenherstellers aus. Einen Diesel-Panamera gibt es schon seit Mitte 2017 nicht mehr. Jetzt steht auch der kleinere Geländewagen Macan auf der Streichliste.

ProSiebenSAT.1

ProSiebenSAT.1 - Chef Ebeling verabschiedet sich mit einem millionenschweren Geschenk von dem Fernsehkonzern. An seinem letzten Arbeitstag präsentierte er einen neuen Kapitalgeber für das boomende Digital-Geschäft, das er in den vergangenen neun Jahren maßgeblich mit aufgebaut hat. Der Finanzinvestor GENERAL ATLANTIC übernimmt für eine Finanzspritze von rund 300 Mio. EUR 25,1% an der "NuCom" getauften Sparte. Ebeling sprach vom "perfekten Partner" für die Firmen wie Verivox, Parship und Jochen Schweizer, die insgesamt mit 1,8 Mrd. EUR bewertet werden.

Stemmer Imaging

Der Ausgabepreis für die Aktien von Stemmer Imaging beim Börsengang beträgt 34,00 Euro je Stück. Die Preisspanne lag zwischen 32,00 EUR und 36,00 EUR. Das Platzierungsvolumen beläuft sich auf 101,7 Mio. EUR. Den Bruttoemissionserlös beziffert das Unternehmen auf 51 Mio. EUR. Die Erstnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse im Scale-Segment ist für den 27. Februar 2018 geplant.

Termine heute

Termine
08:00 DE Aufträge im Bauhauptgewerbe Dezember m/m
08:00 DE BIP Q4 (2.Veröffentlichung, Prognose: 0,6/zuletzt: 0,8)
11:00 EU Verbraucherpreise Januar (endgültig) y/y
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen:  
Diebold Nixdorf AG, Rhön-Klinikum AG, Swiss Re AG  
Analystenveranstaltung:  
Rhön-Klinikum AG  
Telefonkonferenz:  
Xing SE  
Up- and Downgrades:  
Barclays senkt Kursziel für Ströer von 72,00 EUR auf 69,50 EUR. Overweight.  
Credit Suisse senkt Kursziel für Gerresheimer von 75 EUR auf 72 EUR. Outperform.  
Goldman Sachs erhöht Kursziel für Henkel von 113 EUR auf 115 EUR. Neutral.  
UBS stuft Sartorius von Neutral auf Buy hoch und erhöht das Kursziel von 97 EUR auf 125 EUR.  
UBS stuft Hugo Boss von Sell auf Neutral hoch und erhöht das Kursziel von 56 EUR auf 70 EUR.  

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Kontakt

Volker Kölsch
Leiter Wertpapierhandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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