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Mitarbeiter:innen zum sorgfältigen Umgang mit den Geräten motivieren

Leider erleben wir bei unserer Arbeit in IT-Services immer wieder, dass nach der Ausgabe der Laptops im täglichen Umgang mit den Geräten die Sorgfalt fehlt. Beabsichtigt ist es selten. Es passiert schnell, dass mal eine Wasserflasche oder die Kaffeetasse, aktuell auch das Desinfektionsmittel mal umkippt und schon hat man einen Wasserschaden, wenn die Flüssigkeit in die Geräte läuft. Aber auch herausgebrochene Tasten oder Aufkleber auf den Geräten führen dazu, dass die Hardware an ihrem Wert verlieren. Um die Mitarbeiter:innen zu motivieren auf ihre Geräte mehr Acht zu geben, entstand die Idee die Geräte nach vier Jahren Nutzung dem Mitarbeiter gegen eine Spende zu überlassen. Die Hoffnung ist, die User passen besser auf die Geräte auf, wenn sie wissen, das Gerät gehört am Schluss ihnen. Durch diese Aktion wird die Lebensdauer der Geräte verlängert und somit die Neuanschaffungen minimiert.

Nutzungsdauer der alten Endgeräte verlängern

Wir lagern einige alte PCs und alte Monitore an den Standorten. Bevor die Hardware entsorgt wird, kann sie mit wenig finanziellen Ressourcen geprüft, aufbereitet und anschließend gespendet werden. Ziel dabei ist es Organisationen oder Familien mit fehlendem Budget für IT- oder auch Homeoffice-Ausstattung zu unterstützen. In Trier wurden bereits einige Organisation mit Monitoren versorgt, weitere Monitore wurden schon angefragt. Durch die Spende der Geräte ist eine weitere Nutzung sichergestellt und die Geräte werden nicht entsorgt. Alleine in 2019 wurden rund 300 Monitore an Mitarbeiter:innen gegen eine Spende ausgegeben. Das Geld wurde anschließend an mehrere wohltätige Organisationen aus der Region gespendet.

Nachhaltigkeitsaspekte bei der Auswahl der Hardware berücksichtigen

  • Laptops

Nach und nach werden bei uns alte mobile Geräte mit Laptops von HP ersetzt. Der Vorteil der neuen Geräte ist, dass Reparaturen sogar zum Teil direkt vor Ort durchgeführt werden können. In der Vergangenheit mussten wir die Erfahrung machen, dass defekte Geräte meistens nur noch eingesendet und gegen ein neues Gerät eingetauscht werden konnten. Ein weiterer Pluspunkt der durch den Laptop Rollout erzielt wird, ist, dass man kein weiteres Telefongerät benötigt. Ein Headset ist ausreichend zum Telefonieren. Eine geringere Anzahl an Telefongeräten spart Kosten und Ressourcen. Für die neuen Laptops „HP Elite Dragonfly“ haben wir uns ganz bewusst entschieden. Es ist das erste Notebook der Welt, das aus Kunststoff hergestellt wurde. Dieser Kunststoff wäre sonst in den Ozeanen gelandet. HP kauft dafür recycelten Kunststoff speziell an Standorten, an denen das Unternehmen durch die Beschaffung positive ökologische und soziale Auswirkungen erzeugt.

  • Handys

In Luxemburg hat IT-Services zusammen mit der Verwaltung einen Handy-Vertrag eingeführt, der das Endgerät vom Vertrag löst. Somit können wir die Geräte länger als standardmäßig zwei Jahre nutzen. Es wird nur auf Bedarf oder bei Defekt gewechselt, ansonsten laufen die Geräte bis zu fünf Jahren und mehr. Die Geräte können genutzt werden, so lange wie die Software Updates zur Verfügung stehen.

  • Drucker

Beim Wechsel der Druckerinfrastruktur in 2019, war das Thema Nachhaltigkeit ausschlaggebend für die Auswahl des Anbieters. So können Toner am Drucker nur dann getauscht werden, wenn die Kartusche zu 100% leer ist. Der Resttonerbehälter ist eine alte Tonerkartusche. Es muss somit kein weiterer Plastik zur Produktion eines Behälters verwendet werden. Alle Tonerkartuschen werden zu 100% recycelt und können erneut verwendet werden. Ein Vertauschen von Tonerkartuschen ist ebenfalls nicht möglich, so dass eine Verwechslung und somit Verschwendung von Toner nicht auftreten kann.

Zusätzlich erhalten wir jedes Jahr von Kyocera ein Umweltzertifikat, ausgestellt von der Klimaschutzorganisation myclimate. Als Ausgleich für den Kauf von Toner und Druckern werden Biogasanlagen in Nepal, Energiespar- und Solarkocher auf Madagaskar und effiziente Kocher für Kenia beschafft. In 2020 konnten so 158,12 Tonnen CO2 Äquivalente durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden.

Nachhaltigkeit auch beim Rechenzentrum ein Entscheidungskriterium

Im Herbst letzten Jahres haben wir die Rechenzentren in Luxemburg umgezogen. Im neuen Rechenzentrum stehen uns nicht nur größere Kapazitäten zu geringeren Kosten zur Verfügung. Das neue Rechenzentrum verfügt über ein sogenanntes KyotoCooling System, das eine sehr energieeffiziente, emmissionsarme Lüftung und Kühlung von Computerräumen ermöglicht. So haben wir hier auch in Sachen Nachhaltigkeit einen kleinen Schritt in die richtige Richtung unternommen.

Um in der IT Nachhaltigkeit zu etablieren, muss man verschiedene Prozesse betrachten: von der Beschaffung über die Nutzung bis hin zur Verwertung und Entsorgung. #OurImpact in der IT ist an den unterschiedlichsten Stellen der Wertschöpfungskette anzusetzen, um so unseren Beitrag entlang der ESG-Kriterien zu leisten. Aber neben allen ökonomischen und ökologischen Faktoren ist der Dreh- und Angelpunkt aller IT-Services weiterhin der Mensch und sein Umgang mit den Ressourcen.

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