Am 13.11.2019 durften wir die Fintech Ladies in unserer Niederlassung in München zur Female Innovation Night begrüßen. Und den Spirit dieses Abends möchten wir nicht verfliegen lassen, sondern mit Ihnen teilen.

Wer sind die Fintech Ladies?

Die Fintech Ladies sind ein Netzwerk für Frauen in der Finanz- und Technologiebranche. Das Netzwerk mit Hauptsitz in Berlin hat sich mittlerweile auf verschiedene Städte in ganz Europa ausgedehnt – derzeit in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien.

Ziel des Netzwerks ist es, die Themen Digitalisierung und Innovation im Kontext des Finanzsektors durch gezielte Veranstaltungsformate und den Austausch miteinander weiterzutragen. Denn technologische Möglichkeiten verändern zunehmend die Bankenlandschaft. Gleichzeitig sind Finanzen und Technologie immer noch in Bezug auf die Frauenquote unterrepräsentiert. Das Netzwerk rund um die Fintech Ladies soll Frauen eine Plattform geben, sich über diese Themenfelder untereinander auszutauschen, zu vernetzen und eine Quelle für Inspiration und neue Ideen sein.

In der Praxis sind diese Themen durchaus vielfältig. So standen bei der Female Innovation Night in unserem Haus u. a. folgende Fragestellungen im Raum:

  • Wie entsteht Innovation?

  • Welchen Einfluss hat Diversity auf die Innovationskraft von Unternehmen?

  • Was können wir diesbezüglich von anderen Kulturen im Allgemeinen und von China im Speziellen lernen?

  • Welche Erfahrungen aus China haben wir in unser eigenes Talent Management einfließen lassen?

Diese Fragen stellten Sandra Freimuth und Madeleine Sander bei der Female Innovation Night mit den Fintech Ladies zur Diskussion, um dann unsere Lösungsansätze zu präsentieren.

Innovation bei Hauck & Aufhäuser

Innovation spielt bei Hauck & Aufhäuser bereits in den Zielvereinbarungen unserer Vorstände eine tragende Rolle: So investieren wir 5 Prozent der jährlichen Bruttoerträge in Innovation. Dazu gehörte vor einem Jahr auch die Entwicklung unserer digitalen Vermögensverwaltung Zeedin – für Hauck & Aufhäuser war Zeedin 2018 das erste agile und vor allem interdisziplinäre Projekt dieser Größe. „Ich erinnere mich noch gut daran, als mich zu Beginn des Projekts ein IT-Kollege ganz verwundert auf unseren Projektplan aufmerksam machte, und zwar nicht, weil dieser straff geplant war, sondern weil es das erste Mal war, dass die Meilensteine von IT, Business-Einheit und Marketing auf einem Zeitstrahl zu finden waren,“ erinnert sich Madeleine Sander, die damals die Projektleitung für Zeedin verantwortete.

Aber auch im Talent Management wird das Thema Innovation großgeschrieben, wie Sandra Freimuth anschließend eindrucksvoll schilderte. So hat unser Bankhaus allein 2019 fast vier Dutzend Design Thinking Coaches ausgebildet, die bereichsübergreifend unterschiedliche Projekte im Haus verantworten. „Dabei durften wir in den vergangenen Jahren auch von unseren chinesischen Kollegen bei Fosun lernen: Weiterentwicklung ist hier nicht nur ein Mittel zum Zweck, sondern ein verbindliches Ziel. Dies wird bereits deutlich, wenn man sich Statistiken, wie z. B. die Patentanmeldungen, im deutsch-chinesischen Vergleich betrachtet,“ erläutert Sandra Freimuth. Und auch in puncto „Frauen in Führungspositionen“ können wir von China lernen: Denn während in Deutschland lediglich 8,7 Prozent Frauen in den Vorständen der Banken vertreten sind, sind es in Asien ganze 30 Prozent. „Der unbedingte Wille zur Innovation und die Selbstverständlichkeit von Frauen in Führungspositionen von Finanzinstituten sind definitiv zwei zentrale Learnings unserer Partnerschaft mit unserem chinesischen Investor.“

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