Auf einen plötzlichen Unglücks- oder Todesfall ist niemand wirklich vorbereitet. Mit der vorliegenden Checkliste wollen wir Ihnen helfen, eine wichtige Vorsorgemaßnahme zu treffen. Es empfiehlt sich das Anlegen eines Notfallplans mit allen in Kopie gesammelten wichtigen Unterlagen.

Vollmachten

Wenn Sie Ihre Geschicke nicht mehr selbst lenken können, muss das Gericht für Sie einen rechtlichen Betreuer bestellen. Das ist nicht automatisch der Ehegatte! Deshalb sollten Sie mit einer Vorsorgevollmacht festlegen, wer sich um Sie und Ihre Angelegenheiten kümmern soll. Eine private Vermögensaufstellung und eine Liste der privaten Versicherungen nebst Bezugsberechtigungen ergänzt die Vorsorgevollmacht. 

Neben einer Vorsorgevollmacht ist auch eine Betreuungsverfügung empfehlenswert. Mit steigender Lebenserwartung mehren sich die Fälle, in denen alte Menschen nicht mehr voll für sich sorgen und ihre Entscheidungen nicht mehr selbstbestimmt treffen können – sie bei Ihren Entscheidungen auf Hilfe angewiesen sind. Mit einer Betreuungsverfügung können die Person und/oder auch Wünsche hinsichtlich der Lebensgestaltung bei Betreuung festgelegt werden. Der so geäußerte Wille wird in der Regel auch von den Amtsgerichten akzeptiert. Besteht der Wunsch, Weisungen für eine medizinische Behandlung zu äußern, können Sie die Vorsorgevollmacht durch eine schriftlich fixierte Patientenverfügung ergänzen.

Den schnellen Zugriff auf private oder notarielle Vorsorgeurkunden ermöglicht das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) der Bundesnotarkammer.

Testament/Erbvertrag

Weitsicht bedeutet auch, die Konsequenzen der gesetzlichen Erbfolge zu kennen. Falls Sie die gesetzliche Erbfolge ausschließen möchten, legen Sie dies in einem Testament/Erbvertrag fest. Die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers stellt die Umsetzung Ihres letzten Willens sicher, vermeidet Streit unter den Erben und garantiert die professionelle Verteilung des Nachlasses nach Ihren Vorgaben. Bei minderjährigen Erben ist an eine Vormundschaftsregelung zu denken. Fehlen geeignete Erben, kommt die Errichtung einer Stiftung als „Wunscherbe“ in Betracht. Als Stifter können Sie Ihr Vermögen oder Teile davon der Förderung gemeinnütziger Zwecke widmen: Wissenschaft und Forschung zum Beispiel, Bildung und Erziehung oder Jugend- und Altenhilfe.

Freibeträge nutzen

Es kann auch sinnvoll sein, Vermögen bereits zu Lebzeiten an die nächste Generation weiterzugeben und dadurch persönliche Freibeträge auszunutzen. Eltern beispielsweise können insgesamt 800.000 Euro auf ein Kind schenkungsteuerfrei übertragen. Der Vorteil einer frühzeitigen Planung: Sie können die Freibeträge im Zehnjahrestakt und damit mehrfach nutzen.

Nutzen Sie unsere Erfahrungen, um Ihre Nachfolge aktiv zu gestalten

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen einen Überblick über die wichtigen Vorsorgemaßnahmen gegeben zu haben. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch persönlich zur Verfügung und unterstützen Sie gerne bei Ihren Fragen zu Ihrem Notfallplan. Dank unserer Expertise können Sie beispielsweise von unseren Einschätzungen zu einer umfassenden Analyse Ihrer aktuellen Vermögenssituation, einem individuellen Nachfolgekonzept und einer Testamentsvollstreckung durch unsere Bank profitieren.

 

Beachten Sie auch unsere Checkliste für Unternehmer

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