Dienstag, 19. November 2019, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 13.235,28
EuroStoxx50-Eröffnung 3.704,88
Financial Markets
DAX 13.207,01 (-0,26%)
MDAX 27.239,14 (+0,15%)
TecDAX 3.019,01 (+0,67%)
EuroStoxx50 3.704,92 (-0,18%)
Dow Jones 28.036,22 (+0,11%)
Nasdaq 100 8.328,48 (+0,16%)
Nikkei 23.292,65 (-0,53%)
EUR/USD 1,1081  
Gold in $ 1.471,82  
Oil (Brent) in $ 62,41  
DAX Tops:
RWE AG 26,66 (+3,70%)
Vonovia SE 47,83 (+2,05%)
Fresenius Medical Care 66,78 (+1,34%)
DAX Flops:
Volkswagen Vz. 175,94 (-4,10%)
BMW AG 73,18 (-1,84%)
Covestro AG 44,05 (-1,83%)

Märkte

Deutschland - Autowerte im Minus
Der Dax hat am Montag seiner Anfang Oktober gestarteten Rally Tribut gezollt. Nachdem der deutsche Leitindex in der Vorwoche bei 13.300 Punkten den höchsten Stand seit Anfang 2018 erreicht hatte, gab er zu Wochenbeginn um 0,26% auf
13.207,01 Punkte nach. Belastet wurde der Dax vor allem von einem Kursrutsch bei Autowerten. Der MDax schloss dagegen 0,15% höher bei 27.239,14 Punkten.
Im Dax rückten vor allem die Aktien von Volkswagen wegen gesenkter Umsatz- und Gewinnerwartungen für 2020 ins Blickfeld. Die Aktien waren mit einem Kursrutsch um 4,1% das Dax-Schlusslicht und prägten so europaweit das Bild im abrutschenden Autosektor. Im Dax gehörten auch Daimler, Continental und BMW mit bis zu 1,8% zu den größten Verlierern.
Marktbeobachtern zufolge führten die gekappten VW-Ziele zur Umschichtungen der Anleger von zyklischen und defensive Branchen bei. Vor diesem Hintergrund wurden RWE im Dax mit einem Anstieg um 3,7% zum Spitzenreiter. Sie erholten sich damit von ihrer jüngsten Kursflaute, die sie in der Vorwoche auf den tiefsten Stand seit August geführt hatte.
Die Papiere von Adidas profitierten unter den Dax-Gewinnern mit plus 1,3% von einer Kaufempfehlung von Societe Generale . Die französische Bank rechnet ab dem kommenden Jahr wieder mit einem kräftigeren Wachstum des Sportartikelherstellers.
Übernahmefantasie hielt bei Qiagen das jüngste Kursfeuerwerk am brennen. Die Aktien rückten in der Spitze nochmals prozentual zweistellig auf den höchsten Stand seit 2001 vor, weil der Gendiagnostik- und Biotechkonzern eigenen Angaben zufolge gleich mehrere Interessenbekundungen für eine vollständige Übernahme erhalten hat. Am Ende betrug das Plus an der MDax-Spitze noch 8,3%. Ähnlich hohe Kursgewinne strichen mit 7,5% die Anleger von Morphosys wegen eines vermeldeten Zwischenerfolgs mit einer Studie zum Wirkstoffkandidaten Tafasitamab ein. Drittgrößter Gewinner im MDax waren Deutsche Wohnen mit plus 3,3%. Dabei lenkte eine neue Debatte darüber, ob der geplante Berliner Mietendeckel Verfassungswidrig ist, das Interesse der Anleger wieder auf die Immobilienaktie.

USA - Dow Jones schließt leicht im Plus nach Rekordhoch

Die wichtigsten Indizes an den US-Aktienmärkten haben sich zum Wochenstart zwar nur wenig bewegt, aber im Verlauf erneut Rekordhochs erreicht. Der Dow Jones stieg zwischenzeitlich bis auf knapp 28.041 Punkte und schloss 0,11% höher bei 28.036,22 Punkten. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,05% auf 3122,03 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,16% auf 8.328,48 Punkte.
Händlern zufolge ließen die Hoffnungen auf Fortschritte im US-chinesischen Handelskonflikt etwas nach. Auslöser dafür waren Medienberichte, wonach Peking vor einem umfassenden Handelsabkommen die US-Präsidentschaftswahl im Herbst 2020 oder ein etwaiges Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump abwarten könnte.
Unter den Einzelwerten standen am Montag die Papiere von HP und Xerox im Anlegerfokus. Die PC-Firma stellt sich gegen das Kaufangebot des unter Druck stehenden Kopierer- und Druckerherstellers. Die Offerte spiegele den Wert von HP nicht ausreichend wider und sei nicht im besten Interesse seiner Aktionäre, teilte HP mit. Daher lehne der Verwaltungsrat das Angebot von 5. November ab. Die Aktien von HP verloren 0,8%, die Xerox-Anteilscheine stiegen um 0,9%. Die Aktien von UnitedHealth gehörten mit einem Kursplus von 1,3% zu den attraktivsten Dow-Werten. Im frühen Handelwaren sie um mehr als 3% auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr gestiegen. Damit knüpften die Titel des Krankenversicherers an ihre 5,3%-Rally vom Freitag an, als sie von einem Erlass von US-Präsident Donald Trump für mehr Preistransparenz im Pharmasektor profitiert hatten.Die Aktien von T-Mobile US zeigten sich mit plus 0,2% kaum beeindruckt von der Nachricht, dass der schillernde Chef des Mobilfunkunternehmens, John Legere, geht. Der Manager werde seinen Vertrag bis Ende April 2020 erfüllen und das Amt dann an den derzeit fürs Tagesgeschäft verantwortlichen Geschäftsführer Mike Sievert übergeben, teilten T-Mobile US und ihre Muttergesellschaft Deutsche Telekom am Montag mit. Über Legeres Zukunft wurde schon länger spekuliert.

Asien - Börsen ohne klare Richtung
Die Börsen in Asien und Australien zeigen am Dienstag ein uneinheitliches Bild. Die Stimmung schwankt zwischen Hoffen und Bangen bezüglich einer baldigen Einigung im US-chinesischen Handelsstreit. Nach zuletzt optimistischen Tönen aus den USA scheint nun Peking wieder zu bremsen.
Während der Nikkei-225 in Tokio um 0,4% auf 23.320 Punkte nachgibt und auch Südkorea, Singapur und Malaysia Verluste melden, steigen die Kurse in China und Australien. Der S&P/ASX-200 ging freundlich aus dem Handel, HSI und Composite in Hongkong bzw. Schanghai ziehen um 1,0 und 0,5% an. Damit marschiert die Börse der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong erneut vorneweg, obwohl die lokale Wirtschaft wegen der regierungskritischen Unruhen vor einer schweren Rezession steht. Doch Analysten hatten am Vortag bereits angemerkt, dass sich Anleger verstärkt auf chinesische Kernlandthemen konzentrierten. Schlüssige Erklärungen für die festen Kurse in Hongkong fielen aber schwer, zumal die Gewalt nicht enden will. Die Sicherheitskräfte lieferten sich erneut heftige Kämpfe mit Protestierern rund um die Polytechnische Universität und nahmen Hunderte in Haft.
In Australien sank das Verbrauchervertrauen in der Vorwoche erneut. Auch die Einschätzung von Lage und Aussicht trübte sich ein - beide Parameter fielen auf Mehrjahrestiefs. Daher halten sich Spekulationen über eine Zinssenkung. Unter den Einzelwerten geben Sony in Tokio 1,1% ab. Die Tochter Sony Pictures Entertainment hat die Spielesparte Game Show Network des US-Telekommunikationskonzerns AT&T komplett übernommen. Vor der Transaktion hatte Sony Pictures 58% gehalten.

Ausblick für heute

DAX
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften sich auch am Dienstag zunächst bedeckt halten. So notiert der DAX vorbörslich mit +0,19% bei 13.232,50 Punkten. Er bleibt damit vorerst in der Spanne zwischen 13.100 und 13.300 Punkten, in der er sich seit knapp zwei Wochen bewegt.
Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es nichts Neues und unternehmensseitig ist es zunächst relativ ruhig. Im Blick steht die Fusion der beiden Gewerbeimmobilien-Konzerne Aroundtown  und TLG (s.u.)

Iran
Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eine weitere Vereinbarung seines Atomabkommens mit Ländern wie Deutschland und Frankreich gebrochen. Die Islamische Republik verfüge über etwas mehr als die auf 130 Tonnen limitierte Menge an Schwerwasser, teilte die Atomaufsicht der Vereinten Nationen (UN) mit. Schwerwasser kommt in Reaktoren zum Einsatz, in denen waffenfähiges Plutonium produziert werden kann. Der Iran hatte Ende Juli angekündigt, seine entsprechende Anlage in Arak wieder hochzufahren. Zudem wurden laut IAEA zuletzt auch Vorgaben zur Urananreicherung missachtet. 

USA
US-Präsident Donald Trump hat sich bei dem Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell über hohe US-Zinsen beschwert. "Bei meinem Treffen mit Jay Powell heute Morgen protestierte ich gegen die Tatsache, dass unser Fed-Satz im Verhältnis zu den Zinssätzen anderer konkurrierender Länder zu hoch angesetzt ist", schrieb Trump am späten Montag auf Twitter über das Treffen im Weißen Haus. "In der Tat sollten unsere Preise niedriger sein als alle anderen (wir sind die USA). Ein zu starker Dollar schadet den Herstellern und dem Wachstum!", twitterte Trump.Des Weiteren reagiert Dde USA mit der Rücknahme der Ausnahmegenehmigungen für ausländische Firmen auf die Wiederaufnahme der Urananreicherung im Iran. Bisher war es in Ausnahmefällen ausländischen Firmen erlaubt, trotz der verhängten Sanktionen gegen den Iran dort im Rahmen des nuklearen Nichtverbreitungsvertrags zu arbeiten. US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Montag, dass die Ausnahmeregelungen am 15. Dezember enden werden. "Die richtige Menge an Urananreicherung für den weltgrößten staatlichen Unterstützer des Terrors ist Null. Es gibt keinen legitimen Grund für den Iran, die Anreicherung an diesem zuvor geheimen Ort wieder aufzunehmen", sagte Pompeo.

Unternehmen

Aroundtown
Der Gewerbeimmobilien-Konzern will mit TLG Immobilien fusionieren und einen europäischen Marktführer für Gewerbeimmobilien mit einem Vermögen von über EUR 25 Mrd. € bilden. Aroundtown legte am Dienstag das Ende Oktober angekündigte Übernahmeangebot für TLG vor. Die Aktionäre der TLG Immobilien sollen je Papier 3,6 Aroundtown-Aktien aus einer Kapitalerhöhung erhalten, wie beide Unternehmen in Berlin mitteilten. Das entspreche einem Angebotspreis von 27,66 € je TLG-Aktie bzw. einer Prämie von 3,2% zum letzten Schlusskurs. Vorstand und Aufsichtsrat von TLG unterstützten die Offerte, für die voraussichtlich keine Mindestannahmeschwelle geplant sei. Zudem verpflichtet sich der größte TLG-Aktionär, die Ouram Holding, ihre Beteiligung von rund 28% anzudienen

Coty
Der zuletzt umsatzschwache Kosmetikkonzern der deutschen Milliardärsfamilie Reimann setzt auf jüngere Kundinnen und kauft dazu für 600 Mio. USD die Mehrheit am Beauty-Imperium der Influencerin Kylie Jenner. Die 22-jährige Internet-Berühmtheit gehört zur durch Reality-TV bekannt gewordenen Kardashian-Familie und vermarktet seit 2015 Schmink- und Hautpflegeprodukte unter der Marke Kylie Cosmetics. Damit hat sie laut Coty in den vergangenen zwölf Monaten 177 Mio. USD eingenommen. Dem Magazin "Forbes" zufolge war Jenner 2018 die jüngste Selfmade-Milliardärin. 

Huawei
Die Regierung in Washington verlängert eine Ausnahmeregelung für Geschäfte mit dem chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei. Die Ausnahme gelte erneut 90 Tage, teilte das Handelsministerium am Montag mit.  

Tata Steel
Der Konzern will in Europa 3.000 Stellen abbauen. Das gab das Unternehmen bekannt und bestätigte damit Informationen, die Reuters zuvor von Insidern erhalten hatte. Der indische Stahlkonzern begründete die Pläne mit einer stagnierenden Nachfrage in Europa und weltweiten Überkapazitäten, die sich durch die Handelskonflikte noch verschärft hätten.   

Volkswagen
Der Autobauer ist von seinem US-Zulieferer Prevent Group auf eine Schadenersatzzahlung von mehr als 750 Mio. USD verklagt worden. Prevent wirft VW nach eigener Auskunft vor, größere Zulieferer in den USA mit unfairen Mitteln an der Übernahme kleinerer Firmen gehindert zu haben. Diese hätten dem Wolfsburger Konzern gegenüber zusichern müssen, sich von Prevent nicht aufkaufen zu lassen. Mit dieser Praxis habe VW Kosten senken wollen. Die kleinen Zulieferer hätten sich dem Autohersteller beugen müssen, andernfalls habe ihnen die Insolvenz gedroht. Die Klage wurde bei einem Bezirksgericht in Detroit eingereicht. Von VW war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.  

Termine
08:00 DE Auftragsbestand und –reichweiter Verarbeitendes Gewerbe September
08:00 CH Handelsbilanzsaldo Oktober in Mrd. CHF
08:00 EU ACEA Pkw-Neuzulassungen Oktober
08:00 DE Insolvenzen, August
10:00 EU EZB-Leistungsbilanzsaldo September (saisonbereinigt) in Mrd. €
12:00 GB CBI Index Erwartungen Industrieaufträge November
14:30 CA Industrieumsatz September m/m
14:30 US Baugenehmigungen Oktober (annualsisiert) in Tsd.
14:30 US Baubeginne Oktober (annualisiert) in Tsd.
14:55 US Redbook Einzelhandelsumsätze Vorwoche m/m
22:30 US API Öl-Lagerbestände in Mio. Barrel
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa u.a.: ad pepper media, Epigenomics, Medtronic
Quartalszahlen USA u.a.: Maximus, 58.com, Aramark, Kohl´s, New Jersey Resources, The Home Depot, TJX Companies, Urban Outfitters

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Portrait Volker Kölsch Leiter Fondshandel
Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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