Dienstag, 18. Februar 2020, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 13.770,67
EuroStoxx50-Eröffnung 3.843,10
Financial Markets
DAX 13.783,89 (+0,29%)
MDAX 29.316,34 (+0,35%)
TecDAX 3.261,48 (-0,12%)
EuroStoxx50 3.853,27 (+0,32%)
Dow Jones 29.398,08 (+0,00%)
Nasdaq 100 9.623,58 (+0,00%)
Nikkei 23.193.80 (-1,40%)
EUR/USD 1,0829  
Gold in $ 1.585,51  
Oil (Brent) in $ 56,79  
DAX Tops:
E.ON SE 11,382 (+2,50%)
Linde PLC 208,60 (+1,71%)
Daimler AG 43,675 (+1,42%)
DAX Flops:
Wirecard AG 136,10 (-2,02%)
Bayer AG 75,92 (-1,87%)
Infineon Technologies AG 22,22 (-1,55%)

Märkte

Deutschland - DAX etwas fester, ThyssenKrupp unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit leichten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Nicht nur hatte die Ansteckungsdynamik des Coronavirus über das Wochenende abgenommen. Zudem reagierte China weiter mit massiven geldpolitischen Erleichterungen und kündigte nun sogar Steuersenkungen an.

Der DAX gewann 0,3 Prozent auf 13.784 Punkte. Bei 13.795 wurde ein neues Allzeithoch markiert. Thyssenkrupp verloren 3 Prozent. Kone hatte sich aus dem Bieterverfahren um die Aufzugssparte von Thyssenkrupp zurückgezogen. Zuvor hatte Thyssenkrupp gesagt, dass die Sparte vorrangig vollständig oder mehrheitlich an Finanzinvestoren verkauft werden soll. Ein Händler erklärte die Aktienreaktion dahingehend, dass Kone wohl mehr als 17 Milliarden Euro gezahlt hätte, bei Finanzinvestoren dürften es aber nur 16 Milliarden werden. "Thyssen verkauft an die Finanzinvestoren, weil sie dringend Geld brauchen", hieß es.

Für die Aktie von Bayer ging es um 1,9 Prozent nach unten, BASF gaben 1 Prozent nach. Beide Unternehmen wurden in den USA zu Schadensersatz verurteilt. Eine US-Jury hatte gegen Bayer und BASF in einem Fall von Ernteschäden entschieden und sprach einem Pfirsichbauern aus Missouri 265 Millionen Dollar zu. Bayer kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.

Wirecard verloren 2 Prozent. Händler verwiesen auf einen Bericht der "Welt am Sonntag", wonach Wirecard beim geplanten rechtlichen Vorgehen gegen die "Financial Times" einen Rückzieher gemacht habe. Wichtig wird der KMPG-Bilanzprüfungsbericht, der aber erst im März erwartet wird.

Eon stellten den Tagesgewinner im DAX mit Aufschlägen von 2,5 Prozent. Im Handel war zum einen von Nachholbedarf im Vergleich zu RWE die Rede. Daneben wurde darauf verwiesen, dass es fünf Interessenten für die tschechischen Vermögenswerte von Innogy geben soll.

Nach besser als vorausgesagt ausgefallenen Geschäftszahlen und einem optimistischen Ausblick gewannen Varta 7,7 Prozent. Das Unternehmen will das organische Umsatz- und Ergebniswachstum im Geschäftsjahr 2020 erneut steigern. Die Sorge vor zunehmender Konkurrenz aus China hatte zuletzt eine schärfere Korrektur des Aktienkurses ausgelöst.

Positiv für RTL (plus 3,2 Prozent) werteten Händler die Aussagen von Bertelsmann, weiter aufstocken zu wollen. Nach Zahlenausweis gaben Elmos um 3 Prozent nach. Leoni haussierten mit Aufschlägen von 12,4 Prozent auf 12,21 Euro. Stützend wirkte vor allem eine Kaufempfehlung der Quirin Bank mit einem Kursziel von 19 Euro. Die Analysten halten eine Insolvenz des Automobilzulieferers für unwahrscheinlich.

Umgesetzt wurden im Xetra-Handel bei den DAX-Werten rund 57,4 (Vortag: 66,3) Millionen Aktien im Wert von rund 2,61 (Vortag: 3,04) Milliarden Euro. Es gab 19 Kursgewinner, zehn -verlierer und eine unveränderte Aktie.

USA - Presidents-Day

Aus den USA kamen keine Impulse, die Wall Street blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

Asien -

Quer durch die Börsenplätze in Ostasien und Australien werden am Dienstag Verluste verzeichnet. Eine Umsatzwarnung von Apple hat die Teilnehmer wieder an die wirtschaftlichen Gefahren durch die Coronaepidemie erinnert. Das bislang genannte Umsatzvolumen von 63 bis 67 Milliarden Dollar in dem bis Ende März laufenden Geschäftsquartal könne nicht erreicht werden, teilte der US-Elektronikgigant am Montag mit. Aufgrund der Einschränkungen der Produktion in China gebe es weiterhin weltweite Lieferengpässe beim iPhone. Zudem steht Apple nicht allein, aus verschiedenen Branchen mehren sich die Alarmzeichen. So haben auch BHP Billiton und HSBC mit der Zahlenvorlage vor den Folgen der Epidemie gewarnt.Am japanischen Markt sinkt der Nikkei um 1,4 Prozent auf 23.194 Punkte. Vor allem Elektronikwerte leiden unter den wieder aufgefrischten Sorgen wegen der Coronaepidemie. Hinzu kommt, dass der Yen als sicherer Hafen profitiert und so zusätzlich Druck auf den Aktienmarkt ausübt.

In Südkorea stehen vor allem Transport- und Technologiewerte unter Druck, was den Markt 1,6 Prozent absacken lässt. Derweil gehen am Markt Spekulationen um, dass die Bank of Korea auf ihrer kommenden Sitzung Ende Februar die Leitzinsen senken könnte. Präsident Moon hat Berichten zufolge vor einer größeren und längeren Auswirkung der Coronaepidemie auf die Wirtschaft des Landes gewarnt und sprach von einem "Notfall".

In Hongkong leiden die Apple-Zulieferer von Elektronikkomponenten unter der Warnung des US-Giganten. Zudem hat die HSBC 2019 wegen hoher Firmenwertberichtigungen ihren Nettogewinn mehr als halbiert. Die Bank warnt, dass der Coronavirus das Ergebnis 2020 beeinträchtigen dürfte. Die Aktie sackt um gut 2 Prozent ab. Während der Markt in Hongkong um 1,4 Prozent absackt, verliert der Leitindex in Schanghai lediglich 0,4 Prozent.

In Australien hat das Minenunternehmen BHP ordentliche Zahlen vorgelegt, wie Händler einschätzen. Die Erwartungen der Analysten seien getroffen worden, die Eisenerzpreise stabil gewesen und die Kosten im Griff gewesen. Allerdings stellt BHP wie viele andere Unternehmen den Ausblick unter Vorbehalt, falls die Krise um den Coronavirus nicht bis Ende März in den Griff bekommen worden ist. Für die Aktie ging es um 0,8 Prozent nach oben, der Markt in Sydney hielt sich mit minus 0,2 Prozent recht gut.

Unter den Apple-Zulieferern verlieren in Taiwan Hon Hai Precision 1 Prozent und Foxconn 0,3 Prozent.

Ausblick für heute

DAX
Mit Abschlägen sind die DAX-Futures am Dienstag in den Handel gestartet. Der März-Kontrakt verliert gegen 08:15 Uhr 110,0 Punkte auf 13.668,0. In den Handel gegangen war er mit 13.737,0. Das Tageshoch liegt bislang bei 13.750,5 und das Tagestief bei 13.660,0 Punkten. Umgesetzt wurden bisher 8.300 Kontrakte.

THÜRINGEN - Die CDU-Politikerin Lieberknecht soll nach dem Willen der Linkspartei übergangsweise das Amt des Regierungschefs in Erfurt übernehmen, um die Regierungskrise in Thüringen zu beenden. Dies schlug Ex-Regierungschef Ramelow (Linke) bei einem Treffen von Linken, SPD und Grünen mit der CDU vor.

Die ERSTE FUSSBALL-BUNDESLIGA hat einem Zeitungsbericht zufolge die Marke von vier Mrd Euro Umsatz geknackt. Mit 4,02 Mrd lagen die 18 Clubs der ersten Liga in der Saison 2018/19 5,4 Prozent über dem Wert des Vorjahrs, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf den Wirtschaftsbericht der Deutschen Fußball Liga meldet.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat angesichts des Rodungsstopps für die TESLA-Fabrik in Brandenburg vor einem Scheitern des Projekts gewarnt.

Unternehmen

APPLE gibt wegen der Coronavirus-Epidemie seine Umsatzerwartungen auf. Die bislang vorhergesagten Zahlen für das laufende Quartal seien nicht zu halten, teilte der US-Konzern am Montag mit. Durch den Ausbruch sei in China sowohl die Nachfrage nach Apple-Geräten als auch deren Fertigung gebremst worden. Die Ankündigung lastete auf den Märkten in Fernost.

ALSTOM - In der globalen Zug-Industrie bahnt sich der nächste große Zusammenschluss an. Der französische TGV-Hersteller übernimmt die in Berlin ansässige Zugsparte des angeschlagenen kanadischen Rivalen Bombardier, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Der Vereinbarung zufolge liegt der Kaufpreis zwischen 5,8 und 6,2 Milliarden Euro in bar und in Aktien. Die kartellrechtlichen Hürden gelten als hoch.

THYSSENKRUPP will das Bieterrennen um seine milliardenschwere Aufzugssparte mit zwei konkurrierenden Gruppen von Finanzinvestoren bis zuletzt ausreizen. Nach sorgfältiger Bewertung eines umfangreichen Kriterienkatalogs habe sich das Unternehmen entschieden, vorrangig mit Blackstone, Carlyle und dem Canadian Pension Plan Investment Board einerseits sowie mit der Bietergruppe um Advent und Cinven andererseits zu verhandeln, teilte der Konzern mit.

DEUTSCHE BÖRSE rechnet für 2020 mit weiteren Zuwächsen. "Im laufenden Geschäftsjahr führen wir unsere Strategie konsequent fort und rechnen mit einem Wachstum des bereinigten Konzern-Periodenüberschusses auf rund 1,20 Milliarden Euro", teilte Konzernchef Theodor Weimer am Montagabend mit. Die Erlöse sollen mindestens um fünf Prozent zulegen.

BMW plant hohe Investitionen in die Elektromobilität und nimmt dafür laut "Handelsblatt" in den kommenden Jahren Einbußen bei der Profitabilität in Kauf.

DAIMLER hält heute die Jahres-Pk der Nutzfahrzeugtochter Daimler Trucks.

TELEFONICA DEUTSCHLAND - Der frühere Siemens-Chef Peter Löscher soll zum 1. April 2020 in den Aufsichtsrat des Telefonkonzerns einziehen.

PATRIZIA IMMOBILIEN hat 2019 wegen gesunkener Erlöse aus dem Abverkauf des Eigenbestands weniger verdient. Das operative Ergebnis sank um fünf Prozent auf 134,5 Millionen Euro, übertraf damit aber die Konzernprognose von 120 bis 130 Millionen, wie Patrizia mitteilte.

HSBC - Die britische Großbank hat nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr weitere tiefgreifende Restrukturierungen angekündigt. Sie will das Investmentbanking zurechtstutzen und ihre Bilanz um 100 Milliarden Dollar erleichtern. 2019 ist der Gewinn vor Steuern unter anderem wegen Abschreibungen auf die Investment- und Geschäftsbankensparte um 33 Prozent eingebrochen.

SYNTELLIX - Der frühere EnBW-Chef Utz Claassen will sein Medzintechnik-Srartup an die Börse Singapur bringen, wie er der "Börsen-Zeitung" sagte.

FACEBOOK - EU-Industriekommissar Breton dringt bei dem US-Konzern auf die Einhaltung von Regeln der EU. "Wir müssen uns nicht dieser Firma anpassen, sondern diese Firma muss sich uns anpassen", sagte Breton nach einem Gespräch mit Facebook-Chef Zuckerberg.

HUAWEI - Die US-Regierung prüft Insidern zufolge Wege, um Chip-Lieferungen an den umstrittenen chinesischen Netzwerkausrüster zu unterbinden.

INTESA SANPAOLO - Die italienische Großbank hat überraschend ein Übernahmeangebot für den kleineren Rivalen UBI Banca abgegeben.

Termine
08:00 EU ACEA, Pkw-Neuzulassungen Januar
10:30 GB Arbeitslosengeldbezieher Januar
10:30 GB Arbeitslosenquote Dezember (3-Monatsdurchschnitt)
10:30 GB Durchschnittsverdienst-Index in den drei Monaten per Dezember y/y
11:00 EWU ZEW-Konjunkturerwartungen Februar
14:30 US Empire State Manufacturing Index Februar
14:30 CA Industrieumsatz Dezember m/m
16:00 US NAHB-Hausmarktindex Februar
16:30 AU CB Index der Frühindikatoren Dezember m/m
20:00   Rede von Minneapolis-Fed-Präsident Neel Kashkarim in Saint Paul
22:00 US Nettokapitalzuflüsse Dezember in Mrd US$
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen VARTA AG, Elmos Semiconductor AG, PATRIZIA Immobilien AG, Deutsche Börse AG
Dividendenabschläge: AFLAC Inc. 0,28 USD, Applied Materials Inc. 0,21 USD , Consolidated Edison Inc. 0,77 USD, Marathon Oil Corp. 0,05 USD, Marathon Petroleum Corp. 0,58 USD, Target Corp. 0,66 USD, Walgreens Boots Alliance Inc. 0,46 USD
Sonstige Veranstaltungen: Deutsche Börse AG Telefonkonferenz, TEAMVIEWER AG Roadshow

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Portrait Volker Kölsch Leiter Fondshandel
Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
Artikel teilen