Donnerstag, 22. August 2019, 09:00 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 11.756,21
EuroStoxx50-Eröffnung 3.390,05
Financial Markets
DAX 11.802,85 (+1,30%)
MDAX 25.456,74 (+1,88%)
TecDAX 2.783,55 (+1,86%)
EuroStoxx50 3.394,58 (+1,32%)
Dow Jones 26.202,73 (+0,93%)
Nasdaq 100 7.733,215 (+0.90%)
Nikkei 20.607,65 (-0,05)
EUR/USD 1.1077  
Gold in $ 1.501,85  
Oil (Brent) in $ 59,77  
DAX Tops:
SAP 109,86 (+2,81%)
Wirecard 144,65 (+2,59%)
Siemens 89,12 (+2,18%)
DAX Flops:
FME 60,04 (-0,79%)
Dt. Telekom 14,88 (-0,56%)
E.ON 8,18 (-0,32%)

Märkte

Deutschland – Hoffnung auf Notenbank

Vor der Veröffentlichung des jüngsten Fed-Protokolls hat der Dax am Mittwoch wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Der Leitindex schloss 1,30% höher auf

11.802,85 Zählern. Noch besser schlug sich der MDax und legte um 1,88% auf

25.456,74 Punkte zu.

Mit Continental erholte sich am Mittwoch ein besonders schwacher Wert des jüngsten Dax-Abschwungs seit Ende Juli kräftig. Für die Papiere des Autozulieferers und Reifenkonzerns ging es um 2,16% hoch. Top-Wert mit plus 2,81% waren die Titel des Softwarekonzerns SAP , die damit die jüngsten Widerstände um die Marke von 109 Euro knackten. Im MDax stoppten die Aktien des Biotech-Unternehmens Evotec mit plus 6,08% ihren jüngsten Kursverfall. Auch Gea waren mit plus 3,98% weit vorne. Nach zahlreichen Gewinnwarnungen des Anlagenherstellers in drei Jahren sieht Goldman Sachs bei dem Anlagenbauer nun Licht am Ende des Tunnels und stufte die Papiere auf "Kaufen" hoch.

Mit dem Ingenieurdienstleister Bertrandt kappte ein weiteres Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Automobilindustrie seine Prognose für 2019. Die Aktien rutschten nach der Meldung auf den tiefsten Stand seit Ende 2011 und verbuchten als Schlusslicht im SDax zum Handelsende einen Abschlag von 11,80%. Dagegen waren in dem Index die seit langer Zeit sehr schwachen Leoni-Aktien mit einem Aufschlag von fast 10% diesmal unter den besten Werten. Die Bank HSBC hatte sie von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft. Nach den Halbjahreszahlen sei für den Autozulieferer das Schlimmste wohl vorbei, lautete die Begründung.Die Papiere des Kohlenstoffspezialisten SGL Group gewannen fast 11% nachdem sie in der vergangenen Woche auf ein Rekordtief eingebrochen waren.

Unter den Nebenwerten hinter dem SDax verbuchten die Aktien des Batterieherstellers Voltabox , der im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren will, einen Kursaufschlag von 16,67%.


USA – Guten Stimmung an der Wall Street

Der Dow Jones hat nach dem Rückschlag am Dienstag seinen Erholungskurs fortgesetzt. Die Anleger wetteten am Mittwoch wieder verstärkt auf konjunkturelle Unterstützung durch die Notenbank, so dass der US-Leitindex und auch die anderen wichtigen Börsenbarometer jeweils knapp 1% höher aus dem Handel gingen. So stieg der Dow Jones um 0,93% auf 26.202,73 Punkte, nachdem bereits in Europa die Kurse kräftig angezogen hatten. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,82% auf 2.924,43 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,90% auf 7.733,22 Punkte zu.

Am Freitag wird der Chef der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, die mit Spannung erwartete Eröffnungsrede des jährlichen geldpolitischen Symposiums in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming halten. Die Investoren erhoffen sich Hinweise darauf, inwieweit Powell die Geldpolitik lockern könnte, um die Wirtschaft und damit auch den Aktienmarkt anzukurbeln. Anfang August hatten der Handelsstreit mit China und die damit verbundenen Konjunktursorgen die Wall Street in die Knie gezwungen.Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung lieferte indes den Finanzmärkten keine klaren neuen Signale. Die meisten Mitglieder hatten in der Zinssenkung eine "Anpassung in der Mitte des Zyklus" gesehen. Damit bestätigten sie eine Formulierung von Notenbankchef Jerome Powell, die als Hinweis für eher wenige künftige Zinssenkungen interpretiert wurde.

Derweil zählten Einzelhändler am Mittwoch zu den Lieblingen der Anleger. So waren die Aktien von Target auf ein Rekordhoch gesprungen, nachdem das Unternehmen starke Geschäftszahlen präsentiert hatte. Der Gewinn je Aktie liege um fast ein Viertel über der Markterwartung, schrieb Analystin Kate McShane von der Investmentbank Goldman Sachs. Alles in allem sei das Unternehmen auf einem guten Weg, beim operativen Ergebnis wieder profitabel zu werden nach Verlusten in den vergangenen drei Jahren. Am Ende verzeichneten die Papiere an der S&P-500-Spitze ein Plus von gut 20%. Für die Aktien von Lowe's ging es dahinter um mehr als 10% nach oben. Auch der Heimwerkerartikel- und Haushaltsgerätehändler hatte beim Ertrag positiv überrascht. Bereits am Dienstag hatte die Baumarktkette Home Depot ihre Anleger erfreut. Die Anteilscheine von Cree aber sackten um fast 16% ab. Der Umsatzausblick des Herstellers von Leuchtdioden und Halbleiterprodukten hatte enttäuscht. Im Dow stiegen die Papiere von Chevron um 1,5%. Das Analysehaus BMO hatte sich positiv zu den Aktien des Ölkonzerns geäußert. Auch fast alle 29 anderen im Leitindex gelisteten Papiere legten zu. Lediglich die Anteilscheine des Handelsriesen Walmart schlossen minimal im Minus


Asien –  Nikkei im Plus

Trotz guter Vorgaben von der Wall Street halten sich die Anleger an den Börsen in Ostasien und Australien am Donnerstag meist zurück. Als Grund dafür nennen Händler Konjunktursorgen. Ein Einkaufsmanagerindex in Japan für das produzierende Gewerbe habe den vierten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 gelegen, meldete Reuters.

In Tokio liegt der Nikkei-225-Index kaum verändert bei 20.619 Punkten. Dass sich Japan bei Touristen - vor allem aus China - wachsender Beliebtheit erfreut, wie aktuelle Daten der Regierung zeigen, treibt die Kosmetik-Aktie Shiseido um gut 5% nach oben. Knapp behauptet zeigt sich die Börse in Schanghai. In Hongkong fällt der Hang-Seng-Index um 0,9% stärker zurück, belastet von den andauernden Unruhen. Außerdem sei die jüngste Zinsreform der chinesischen Zentralbank, die Kredite an kleinere Unternehmen verbilligen soll, in Hongkong wirkungslos verpufft, sagt das Brokerhaus Guodu Hong Kong. Die Zinsen für Hypothekenkredite würden dadurch nämlich nicht niedriger, weshalb Aktien von Banken und Immobilienunternehmen nicht davon profitierten. Im Immobiliensektor fallen Henderson Land um 3,7%, nachdem das Unternehmen einen drastischen Gewinnrückgang im 1. Halbjahr gemeldet hat. Ebenfalls in Hongkong fällt der Kurs des Elektroautoherstellers BYD um gut 5%. Das Unternehmen hat zwar solide Halbjahreszahlen veröffentlicht, dürfte aber im laufenden 3. Quartal laut Analysten die Kürzung von Subventionen für Elektrofahrzeuge zu spüren bekommen. Geely legen dagegen um 5,3% zu. Das Unternehmen hatte am Mittwoch einen Gewinneinbruch gemeldet, den die Aktie aber da schon gut weggesteckt hatte.

In Sydney steigt der Leitindex S&P/ASX-200 um 0,4%. Die Aktie der Fluggesellschaft Qantas gewinnt 2,9%. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018/19 wegen höhere Treibstoffkosten einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Allerdings kündigte Qantas gleichzeitig einen Aktienrückkauf an und teilte mit, dass die Kerosinkosten im laufenden Geschäftsjahr vollständig abgesichert seien. 

Ausblick für heute

DAX
Der DAX dürfte am Donnerstag etwas schwächer in den Handel starten und notiert vorbörslich mit einem Minus von 0,31% bei 11.766,50 Punkten. Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll des letzten Fed-Zinsentscheids hat keine Klarheit über künftige Zinssenkungen gebracht. Anleger hoffen nun auf neue Aussagen zum künftigen Fed-Kurs bei der Rede von Fed-Chef Jerome Powell auf der Notenbanktagung in Jackson Hole an diesem Freitag. Am Donnerstagmittag wird das Protokoll der letzten EZB-Ratssitzung veröffentlicht.

Brexit
Einen Tag vor dem Antrittsbesuch des britischen Premierministers Boris Johnson in Paris hat der französische Präsident Emmanuel Macron dessen Brexit-Plänen eine klare Absage erteilt. Die Forderungen Johnsons nach einer Neuverhandlung des Brexit-Vertrages und insbesondere der Verzicht auf die Vereinbarungen zur Gestaltung der Grenzkontrollen zwischen Irland und dem britischen Nordirland seien impraktikabel, sagte Macron am Mittwoch vor Journalisten. Sollte es zu einem ungeregelten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU kommen, sei dies auf die Regierung in London zurückzuführen und nicht auf die Europäische Union.

G7
Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, Russland wieder in den Kreis der G7-Länder aufzunehmen. Russland sei 2014 aus bestimmten Gründen ausgeladen worden, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Mittwochabend vor einem Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson. Diese Gründe bestünden nach wie vor, sagte sie vor dem Hintergrund der Annexion der ukrainischen Krim durch Russland und der russischen Hilfe für Separatisten in der Ostukraine. Sollte Russland Schritte zur Umsetzung des Minsker Friedensabkommens zur Beilegung des Konflikts unternehmen, werde man die Lage neu bewerten.

Unternehmen

Deutsche Bank
Konzern-Chef Christian Sewing nimmt seine Manager bei Personaleinstellungen enger an die Kandare. Weltweit müssen künftig sämtliche Stellenneubesetzungen von Sewing, Finanzchef James von Moltke und Karl von Rohr, der im Vorstand für Personalthemen zuständig ist, genehmigt werden, wie aus einem internen Schreiben an Mitarbeiter der Bank hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Das Ziel sei, dadurch nur die Jobs zu besetzen, die für die Umsetzung der neuen Konzernstrategie als notwendig erachtet würden. Bisher konnten die Leiter der einzelnen Geschäftssparten selbst entscheiden, ob und wen sie einstellen.  

Lufthansa
Beim Verkauf der Cateringtochter LSG Sky Chefs zeichnet sich eine Entscheidung ab. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll Ende September entschieden werden, mit wem die Transaktion "endverhandelt" wird. Damit ist der von der Belegschaft und der Gewerkschaft Verdi heftig bekämpfte Verkauf wohl nicht mehr abzuwenden. Eine erste Vorentscheidung gibt es. Der zum Konzernverbund des Rivalen Emirates gehörende Dienstleister Dnata ist als Bieter aus dem Rennen. Bei einer Übernahme durch Dnata wären größere Einschnitte bei den 35.000 Arbeitsplätzen bei LSG zu befürchten, heißt es in Konzernkreisen. Außerdem habe Lufthansa den Wettbewerber Emirates nicht stärken wollen. Ein Sprecher des Unternehmens wollte die Informationen mit Verweis auf den laufenden Verkaufsprozess nicht kommentieren. Er betonte aber, dass man mit einem "Closing bis Jahresende" rechne - ein eindeutiger Beleg dafür, dass verkauft wird. Die Entscheidung soll nun zwischen Do&Co aus Österreich und der Schweizer Gategroup fallen. Der Lufthansa-Vorstand favorisiert dem Vernehmen nach Do&Co. Der sei zwar deutlich kleiner als LSG, allerdings werde so einem drohenden Monopol in dem Segment vorgebaut. Denn die Gategroup ist heute schon mit einem Jahresumsatz von zuletzt 4,9 Mrd. € Marktführer.  

Osram
Im Rennen um eine Übernahme von Osram hat der österreichische Chiphersteller AMS eine wichtige Hürde genommen. Der deutsche Lichttechnikkonzern billigte am Mittwoch nach Börsenschluss den Plan von AMS, ein offizielles Kaufangebot vorzulegen. Osram hob auf Wunsch der Österreicher ein Stillhalteabkommen auf und stimmte einer Übernahmevereinbarung zu, wie beide Unternehmen nach einer Sitzung des Osram-Aufsichtsrats mitteilten. "Unsere Aktionäre haben nun zwei Angebote vorliegen und können zwischen den verschiedenen unternehmerischen Konzepten wählen", erklärte Osram-Chef Olaf Berlien. Zugleich machte Osram deutlich, dass es noch Differenzen mit AMS gebe. Von ihren Vorstellungen zur Ausrichtung der Geschäfte, zur globalen Standortstrategie und zum Integrationskonzept solle AMS Vorstand und Aufsichtsrat von Osram noch überzeugen. Während Osram und AMS auf Zusagen der Österreicher zum Schutz der Osram-Beschäftigten verwiesen, kritisierte die IG Metall den Übernahmeplan erneut als nicht zielführend. 

 

Telefonica

Der Netzbetreiber Telefonica wickelt seine vor 3 Jahren gestartete Tochtergesellschaft Telefonica Germany Next GmbH ab. Ein Teil der rund 100 Mitarbeiter soll in die Konzernmutter übernommen werden, anderen wurde bereits gekündigt, erfuhr das Handelsblatt. "Nun ist der richtige Zeitpunkt, erfolgreiche Konzepte enger an das Kerngeschäft von Telefonica Deutschland zu rücken", sagte ein Telefonica-Sprecher. Manche der von Next entwickelten Ideen würden innerhalb der Telefonica Deutschland fortgeführt. 

 

Volkswagen
Hunderttausende Dieselfahrer wollen Geld von Volkswagen. Doch das Musterverfahren hat nicht einmal begonnen. Gut für den Autokonzern, denn ein langer Rechtsstreit könnte dem Konzern viel Geld sparen. Nach der Zulassung weiterer Systeme für Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Autos fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mehr Zugeständnisse der Autobranche - insbesondere des VW-Konzerns. "Volkswagen hat manipuliert und bisher die geschädigten Verbraucher im Regen stehen lassen. VW sollte als eine demütige Geste allen Diesel-Kunden die Nachrüstung zugestehen und komplett fördern", sagte die Leiterin des Teams Mobilität und Reisen beim VZBV, Marion Jungbluth, dem Handelsblatt. Konkret verlangte sie von Volkswagen, nicht nur Kunden in bestimmten Regionen bei der Hardware-Nachrüstung finanziell zu unterstützen.

Termine
09:00 FR Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig) 09:00 FR/ Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig
09:30 DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig) 09:30 DE/ Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorl.)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Composite August (vorläufig)
12:00 GB CBI-Index Einzelhandelsumsatz August
13:30 EU Protokoll der letzten EZB-Sitzung
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Tsd.
14:30 US Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Mio.
14:30 CA Großhandelsumsatz Juni m/m
15:45 US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August(vorl.)
16:00 EU Verbrauchervertrauen August (vorläufig)
16:00 US Index der Frühindikatoren Juli m/m
16:30 US DoE Erdgas-Lagerhaltung in BCF
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa: ad pepper media, CTS Eventim, Geratherm Medical, InTiCa System, JDC Group, Nabaltec, usw.
Quartalszahlen USA: Gap, 58.com, Citi Trends, Dick´s Sporting Goods, Hormel Foods, Tor, HP, Intuit, Ross Stores, salesforce, VMware, usw.

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Portrait Volker Kölsch Leiter Fondshandel
Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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