Dienstag, 02. Juni 2020, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 11.896,70
EuroStoxx50-Eröffnung 3.096,15
Financial Markets
DAX 11.586,85 (%)
MDAX 25.396,00 (%)
TecDAX 3.185,72 (%)
EuroStoxx50 3.081,45 (%)
Dow Jones 25.475,02 (+0,36%)
Nasdaq 100 9.552,05 (+0,66%)
Nikkei 22.353,45 (+1,32%)
EUR/USD 1,1133  
Gold in $ 1.735,97  
Oil (Brent) in $ 35,00  
DAX Tops:
Henkel Vzg. 80,28 (%)
SAP 113,50 (%)
Wirecard 94,56 (%)
DAX Flops:
Lufthansa 9,14 (%)
E.ON 9,51 (%)
Covestro 33,29 (%)

Märkte

Deutschland - Börsenfeiertag (Pfingsten)

USA - Börsen trotz Unruhen fester
Die US-Börsen haben zu Wochenbeginn trotz der US-China-Spannungen und den anhaltenden Unruhen in den USA etwas fester geschlossen. Gestützt wurde das Sentiment von Hoffnungen auf eine raschere Erholung der Wirtschaft aufgrund von globalen Maßnahmen-Lockerungen.
Im Konflikt um die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong wird der Ton zwischen Washington und Peking indessen rauer. Als Reaktion auf die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump wegen Pekings Griffs nach Hongkong hat China mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. "Jegliche Worte und Taten, welche den Interessen Chinas schaden, werden auf Gegenmaßnahmen von chinesischer Seite stoßen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian. Welche konkreten Gegenmaßnahmen Peking ergreifen könnte, sagte der Sprecher zunächst aber nicht. Allerdings gibt es Berichte, wonach chinesische Regierungsvertreter Agrarunternehmen aufgefordert haben sollen, den Import von US-Agrargütern auszusetzen.
Der Dow-Jones stieg um 0,4 Prozent auf 25.475 Punkte, der S&P-500 legte ebenfalls um 0,4 Prozent zu, während der Nasdaq-Composite 0,7 Prozent fester schloss.
Konjunkturdaten zeigten indessen Licht und Schatten. So hat sich die Aktivität der US-Wirtschaft etwas verbessert. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 43,1 (Vormonat: 41,5). Auch der von IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg auf 39,8 von 36,1 Punkten. Beide liegen aber gleichwohl weiter im Rezessionsbereich. Die Bauausgaben haben sich im April indessen verringert, allerdings nicht so stark wie erwartet. Für Verunsicherung an der Wall Street sorgten zudem die sich ausweitenden gewalttätigen Unruhen in den USA. Sollten sich die Proteste weiter ausbreiten, bedeutete dies einen weiteren Schlag für die ohnehin durch die Coronakrise gebeutelte US-Konjunktur, hieß es im Handel.
Ein überraschender Führungswechsel bei Coty und der Einstieg von KKR ließ den Kurs der Aktien um 21 Prozent nach oben springen. Peter Harf übernimmt neben seiner Rolle als Chairman ab sofort auch den CEO-Posten bei dem angeschlagenen US-Parfüm- und Kosmetikkonzern. Der Chefstratege der Milliardärsfamilie Reimann und ihrer Investmentholding JAB will Coty wieder auf Kurs bringen. Der Wechsel kommt parallel zum Einstieg von KKR. Der Finanzinvestor investiert 1 Mrd. USD in Coty und will zudem für rund 2,5 Mrd. USD 60 Prozent am Friseurgeschäft rund um die Marke Wella übernehmen. Pfizer knickten um 7,1 Prozent ein, nachdem der US-Pharmakonzern eine Phase-3-Studie für ein Brustkrebs-Medikament abbricht, da die Erreichung des Endpunkts als unwahrscheinlich erachtet wird. Der US-Spielebetreiber Zynga übernimmt den Videospielentwickler Peak mit Sitz in Istanbul für 1,8 Mrd. USD. Der Deal soll dabei helfen, die aktive Nutzerbasis und das Live-Geschäft der Zynga Inc zu stärken. Der Aktienkurs stieg an der Nasdaq 5,6 Prozent.

Asien - Börsen im Plus
An den Börsen in Ostasien und Australien überwiegen am Dienstag die positiven Vorzeichen. Anleger setzen meist auf eine Erholung der Weltwirtschaft nach dem Ende der Corona-Pandemie. Die jüngste Entwicklung im Handelsstreit mit den USA bremst derweil die chinesischen Börsen. Die Regierung in Peking hat Berichten zufolge angeordnet, dass staatliche chinesische Unternehmen die Einfuhr bestimmter US-Agrarprodukte vorerst aussetzen sollen. Der Composite-Index tendiert daraufhin knapp behauptet. In Hongkong verringern die Kurse ihr Plus auf 0,4 Prozent. An der Börse in Tokio gewinnt der Nikkei-225-Index 1,2 Prozent auf 22.327 Punkte. In Seoul rückt der Kospi um 0,7 Prozent vor. Am australischen Aktienmarkt liegen die Kurse im Schnitt 0,1 Prozent im Plus, doch hatte der S&P/ASX-200 am Montag um 1,1 Prozent zugelegt. In Indien zeigen sich die Aktienkurse unbeeindruckt davon, dass die Ratingagentur Moody's die Bonitätsnote des Landes auf Baa3 von Baa2 mit negativem Ausblick abgestuft hat. Indien ist damit nur noch eine Stufe vom "Junk-Status" entfernt. Der Sensex liegt dessen ungeachtet 0,7 Prozent im Plus. Die Abstufung komme nicht überraschend, heißt es dazu von TD Securities. Moody's habe nur mit den anderen Ratingagenturen Fitch und S&P gleichgezogen. Der Zeitpunkt sei allerdings nicht ideal, räumt TD-Stratege Mitul Kotecha ein.
Unter den Einzelwerten haussieren in Seoul die Aktien dreier Werftbetreiber, nachdem Qatar Petroleum den Bau von 100 Erdgasfrachtern in Auftrag gegeben hat. Samsung Heavy Industries springen um über 17 Prozent nach oben, Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering verteuern sich um fast 16 Prozent und Korea Shipbuilding & Offshore Engineering um rund 7 Prozent. In Hongkong geht es mit der Aktie von Huadian Fuxin Energy um fast 60 Prozent aufwärts auf 2,39 Hongkong-Dollar. Die Muttergesellschaft China Huadian will die Tochter zum Preis von 2,50 Hongkong-Dollar je Aktie kaufen und von der Börse nehmen.

Ausblick für heute

DAX
Der deutsche Leitindex notiert vorbörslich mit einem Plus von 2,87% bei 11.919,00 Punkten. Aufgrund guter Vorgaben aus Übersee wird eine Fortsetzung der Erholungsrally erwartet.  

Deutschland
Die Spitzen von CDU, CSU und SPD beraten über ein Konjunkturpaket im Volumen von bis zu 100 Mrd. €. Durch gezielte Maßnahmen soll die Wirtschaft nach der Coronakrise wieder angekurbelt werden. Im Gespräch sind Kaufprämien für Autos, Finanzhilfen für die Kommunen, ein Kinderbonus von mehreren hundert Euro für Familien wie auch weitere Milliardenhilfen für einzelne Branchen. Umstritten ist vor allem, ob Kaufprämien für Autos auch für Verbrennermotoren gelten sollen. An den Beratungen der Partei- und Fraktionsvorsitzenden nehmen auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) teil. Die Sitzung könnte sich nach Einschätzung aus der Koalition bis in die Nacht ziehen.

USA
Nach erneuten gewaltsamen Ausschreitungen in amerikanischen Metropolen hat US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge Gouverneure in einer Telefonkonferenz zu einem härteren Durchgreifen aufgefordert. Die Gouverneure müssten dabei dominieren, sagte Trump bei der Schalte laut einem Bericht des Senders CBS. Die Gouverneure sollten zudem Festnahmen veranlassen und Gesetze gegen brennende Flaggen verabschieden. Die US-Regierung kündigte an, in Reaktion auf die Proteste zusätzliche Unterstützung ins gesamte Land zu schicken. Es gebe Beweise, dass die Antifa-Bewegung hinter den Ausschreitungen stecke. Falls die Gouverneure nicht bereit seien, das Leben und Eigentum ihrer Bewohner zu verteidigen, würde er das US-Militär einsetzen und "das Problem für sie schnell lösen". Trump kündigte zudem Maßnahmen zum Schutz der Landeshauptstadt an: Er werde Tausende, teils schwer bewaffnete Soldaten und Sicherheitskräfte in Washington D.C. zusammenziehen.
Des Weiteren stellt Donald Trump mit der Verschiebung des für Ende Juni geplanten G7-Gipfels auf den Herbst das Format an sich infrage. Die Zusammensetzung sei völlig veraltet, sagte er auf dem Rückflug von Cape Canaveral in Florida nach Washington vor Journalisten. Er habe nicht den Eindruck, dass die G7 gut vertrete, was in der Welt vor sich gehe. Deshalb schlug Trump vor, Russland, Südkorea, Indien und Australien mit an den Tisch zu holen. Ob es sich um eine dauerhafte Erweiterung handelte, war zunächst unklar.

Unternehmen

Fiat Chrysler
Der Autobauer will seine Robotik-Tochter Comau nach der Fusion mit der Opel-Mutter PSA an die Börse bringen. Kurz nach dem Zusammenschluss solle Comau abgespalten werden, teilt der italienisch-amerikanische Hersteller mit. In einem weiteren Schritt sei dann die Neuemission vorgesehen. Fiat Chrysler und PSA wollen zum viertgrößten Autokonzern der Welt verschmelzen.

Henkel
Der Konzern will ohne Staatshilfe durch die Corona-Krise kommen. "Wir hatten bislang keine Kurzarbeit und keine Kündigungen wegen der Corona-Krise. Aktuell sehen wir dafür auch keinen Anlass bei uns", sagte Henkel-Chef Carsten Knobel dem "Handelsblatt". Ein Stellenabbau sei ebenfalls nicht geplant. Allerdings müsse das Unternehmen effizienter werden.

Lufthansa
Der Aufsichtsrat hat das milliardenschwere Rettungspaket für die von der Corona-Krise getroffene Fluggesellschaft gebilligt. Nach dem Vorstand akzeptierte auch das Aufsichtsgremium die von der EU-Kommission aus Wettbewerbsgründen geforderten Auflagen. Die Aktionäre sollen auf einer Hauptversammlung am 25. Juni zustimmen. Die EU-Auflagen verpflichten Lufthansa, an ihren Drehkreuzen in Frankfurt und München jeweils einem Wettbewerber bis zu 24 Start- und Landerechte für jeweils bis zu vier Flugzeuge zu übertragen. Im Gegenzug wird die Fluggesellschaft mit einem staatlichen Hilfspaket von 9 Mrd. € gestützt. Neben Krediten und stillen Einlagen sieht dies auch eine staatliche Beteiligung von 20 Prozent vor.

Volkswagen
Im Diesel-Skandal hat Volkswagen eine Schlappe vor einem US-Berufungsgericht erlitten. Die amerikanische Behörde entschied, dass sich VW nicht vor potenziellen finanziellen Strafen von zwei Bezirken in Florida und Utah schützen könne, die möglicherweise zu enormen zusätzlichen Belastungen für den Autokonzern führen. Die Bezirke Salt Lake im Bundesstaat Utah und Hillsborough im Bundesstaat Florida hatten VW wegen übermäßiger klimaschädlicher Diesel-Emissionen verklagt. Sie könnten theoretisch eine Milliardensumme von VW einfordern. VW teilte mit, falls notwendig das Oberste Bundesgericht um eine weitere Prüfung des Falls zu bitten.

Termine
08:00 GB Nationwide Hauspreisindex Mai m/m
08:30 CH Einzelhandelsumsatz April y/y
08:45 FR Staatshaushalt April in Mrd. €
09:00 SP Arbeitslosenzahl Mai m/m in Tsd.
09:30 CH Einkaufsmanagerindex Mai
10:30 GB Geldmenge M4 April m/m
10:30 GB Verbraucherkredite April m/m in Mrd. Pfund
14:55 US Redbook Einzelhandelsumsätze Vorwoche m/m
15:45 EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS
15:45 EU EZB Monatsbericht
22:30 US API Öl-Lagerbestände in Mio. Barrel
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa u.a.: arnet, Deutsche Lufthansa, Isra Vision
Quartalszahlen USA u.a.: Crowdstrike Holdings, Dick´s Sporting Goods, Medallia, ZUoom Video Com.
Dividendenabschläge u.a.: Avery Dennison (0,58 USD), Haliburton (0,05 USD), Orange (0,20 €) Schlumberger (0,13 USD)

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Portrait Volker Kölsch Leiter Fondshandel
Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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