Freitag, 03. April 2020, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 9.535,27
EuroStoxx50-Eröffnung 2.686,07
Financial Markets
DAX 9.570,82 (+0,27%)
MDAX 20.488,22 (+0,27%)
TecDAX 2.563,43 (+1,02%)
EuroStoxx50 2.688,49 (+0,03%)
Dow Jones 21.413,44 (+2,24%)
Nasdaq 100 7.635,66 (+2,00%)
Nikkei 17.820,19 (+0,01%)
EUR/USD 1,0845  
Gold in $ 1.610,52  
Oil (Brent) in $ 28,49  
DAX Tops:
Henkel Vz. 73,16 (+3,22%)
Siemens 76,11 (+2,82%)
Wirecard 101,76 (+2,68%)
DAX Flops:
MTU Aero Engines 112,90 (-5,80%)
Deutsche Bank 5,50 (-1,68%)
E.ON 8,94 (-1,54%)

Märkte

Deutschland - DAX schließt nach Berg- und Talfahrt knapp im Plus

Nachdem sich der deutsche Aktienmarkt lange Zeit am Donnerstag kaum verändert gezeigt hatte, kam am Nachmittag nochmals richtig Schwung in das Geschehen. Den ersten Impuls lieferten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA. Diese fielen mit rund 6,65 Millionen doppelt so hoch aus, wie befürchtet. "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit übertrifft die schlimmsten Befürchtungen. Das hohe Tempo der Entlassungen ist frappierend und stellt alles in den Schatten, was die USA am Arbeitsmarkt jemals erlebt hatten", so Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner. In der Folge kam der DAX unter Druck und notierte im Tief bei 9.337 Punkten.
US-Präsident Donald Trump vermeldete dann im späten Verlauf über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass seine Gespräche mit Saudi-Arabien und Russland Früchte getragen hätten und stellte eine deutliche Öl-Förderkürzung in Aussicht. Die Ölpreise schossen in der Folge zwischenzeitlich um über 30 Prozent in die Höhe, was auch die Aktienmärkte wieder nach oben spülte. Am Ende eines erneut volatilen Tages schloss der DAX 0,3 Prozent höher bei 9.571 Punkten. 
Schwach tendierte einmal mehr die Aktie des Triebwerkherstellers MTU (minus 5,8 Prozent) nach einer Herunterstufung durch die UBS. Die Analysten erwarten, dass den europäischen Produzenten von Flugzeugtechnik schwierige 2 Jahre bevorstehen. Auch wenn sich der globale Flugverkehr im nächsten Jahr wieder erholen sollte, dürfte das Service- und Wartungsgeschäft länger leiden.
Compugroup (plus 14,5 Prozent) gilt als einer der Gewinner der Digitalisierung in einem sonst eher langsam wachsenden Gesundheitssektor. Die Analysten der Deutschen Bank verwiesen bei Compugroup auf die positive Entwicklung bei der zertifizierten Medizinsoftware aufgrund der Covid-19-Pandemie. Die Software sei innerhalb weniger Wochen von 45.000 Ärzten heruntergeladen worden, um Sprechstunden vor Ort zu entlasten.
Grenke verschiebt derweil, wie viele andere Unternehmen auch, die Hauptversammlung. Das Leasing-Unternehmen hat das Neugeschäft im ersten Quartal trotz der Coronavirus-Pandemie gesteigert. Der Kurs stieg um 1,7 Prozent. United Internet (plus 2,9 Prozent) will trotz der Krise eigene Aktien zurückkaufen, und zwar für bis zu 150 Millionen Euro. Ein Händler sprach von einem "mutigen" Schritt, der möglicherweise nicht bei allen Anlegern auf Verständnis stoßen könnte. 

USA - Börsen haken Arbeitsmarktdaten ab - Erholung dank Ölpreis

Trotz neuer Hiobsbotschaften vom US-Arbeitsmarkt haben die US-Börsen am Donnerstag deutliche Kursgewinne verzeichnet, die allerdings vor allem eine Gegenbewegung auf die heftigen Abgaben vom Mittwoch waren. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA waren auf eine Rekordmarke von 6,648 Millionen in die Höhe geschossen und lagen damit rund doppelt so hoch wie die prognostizierten 3,1 Millionen. Schon in der Vorwoche war mit 3.307.000 Anträgen ein Allzeithoch registriert worden.
Die Blicke sind nun auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für März am Freitag gerichtet. Jedoch reicht der Berichtszeitraum für diesen nur bis zum 12. März, berücksichtigt also noch nicht die jüngsten Tendenzen am US-Arbeitsmarkt. Die Aussagekraft dürfte daher eher begrenzt sein und die Lage erst im April-Bericht vollständig widergespiegelt werden. 
Die Börse hakte die schlechten Nachrichten vom Arbeitsmarkt aber rasch ab, denn am Ölmarkt kam es nach dem Preiseinbruch der vergangenen Tage zu einer rasanten Erholung. Offenbar wollen sich Russland und Saudi-Arabien nun doch auf eine Kürzung der Fördermengen einigen. Das jedenfalls verkündete US-Präsident Donald Trump via Twitter. Er behauptete, mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gesprochen zu haben, der wiederum mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verhandelt habe. 
Der Dow-Jones-Index schloss 2,2 Prozent höher bei 21.413 Punkten. Für den S&P-500 und den Nasdaq-Composite ging es um 2,3 und 1,7 Prozent nach oben.
Unterdessen breitet sich das Coronavirus in den USA anscheinend mit einem immer höheren Tempo aus. Die Zahl der Todesopfer hat inzwischen die Marke von 5.000 überschritten, wie die Johns-Hopkins-Universität bekannt gab. Besonders betroffen sind weiterhin der Bundesstaat New York und die gleichnamige Millionenstadt.
Am Aktienmarkt waren Energiewerte mit Kursgewinnen von durchschnittlich 9 Prozent der mit Abstand stärkste Sektor, getragen von der deutlichen Ölpreiserholung. Im Dow Jones gewannen Chevron 11 Prozent und Exxon Mobil 7,6 Prozent. Die Aktien von Caterpillar, die auch Maschinen für die Öl- und Gasindustrie herstellt, legten um 4,8 Prozent zu.
Für die Aktie von Walgreens Boots Alliance ging es um 6,3 Prozent nach unten, obwohl die US-Drogerie- und Apothekenkette in ihrem Zweitquartal dank der Tendenz der Kunden zur Vorratshaltung wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Pandemie mehr umgesetzt hat als erwartet. Allerdings zog Walgreens wegen der Unsicherheit über Dauer und Folgen der Krise den Ausblick auf das Geschäftsjahr zurück.
Boston Scientific gewannen 2,9 Prozent. Das Medizintechnikunternehmen hatte seinen Ausblick gesenkt, aber nicht so stark wie befürchtet, sagte die Citigroup, die ihre Kaufempfehlung für die Aktie bekräftigte.
Die Aktien der chinesischen Kaffeehauskette Luckin Coffee brachen um rund 75 Prozent ein. Luckin, die in China mit dem US-Unternehmen Starbucks konkurriert, hat ihren COO und andere Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Bilanzmanipulation entlassen.

Asien - Aktien vor dem Wochenende im Minus

Nach einem anfänglich richtungslosen Handel setzt sich an den asiatischen Börsen am Freitag im späten Geschäft eine verhalten negative Tendenz durch. Händler verweisen angesichts der Coronovirus-Pandemie auf das nahende Wochenende, welches Anleger zur Vorsicht mahne. Anleger wollten übers Wochenende nicht zuviel risikoreiche Positionen halten, heißt es angesichts der weltweit weiter explodierenden Fallzahlen bei Neuinfektionen und Todesfällen.
Darüber hinaus ist die Ölpreisrally des Vortages schon wieder ausgelaufen, die Ölpreise geben ein gutes Stück ihrer Vortagesaufschläge wieder ab. US-Präsident Donald Trump hatte mit seiner Ankündigung, die sich einen Preiskrieg liefernden Streithähne Saudi-Arabien und Russland zu einer Förderbegrenzung bewegen zu können, die Erdölpreise nach oben getrieben. Nun kommen Zweifel über den Erfolg von Trumps Vorstoß auf. Händler bezweifeln, dass es überhaupt eine Dreierkonferenz geben werde. Die sinkenden Rohölpreise belasten auch die Aktienmärkte. 
Andere Händler verweisen auf die historisch hohe Zahl an US-Bürgern, die sich in der Vorwoche wegen der Coronakrise arbeitslos gemeldet hatten. Die Erstanträge auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung waren doppelt so hoch wie die ohnehin schon befürchteten hohen Zahlen ausgefallen. Die USA steuerten auf eine gewaltige Massenarbeitslosigkeit mit einbrechendem privaten Konsum zu - keine schönen Aussichten für die globale Konjunktur, so eine Stimme im Handel. Annähernd 10 Millionen Amerikaner haben in den vergangenen zwei Wochen ihre Jobs verloren - damit übersteigen die Auswirkungen die der Finanzkrise 2008/09. 
In China zeigten sich die Leitindizes leichter: Der Schanghai-Composite sinkt um 0,3 Prozent, der HSI in Hongkong um 0,6 Prozent. Bei den chinesischen Dienstleistern hat sich die Geschäftsaktivität im März zwar verbessert. Der von Caixin und Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor lag damit aber immer noch auf dem zweitniedrigsten Niveau seit Beginn der Erhebung und weiterhin außerhalb des Wachstumsbereichs.
In Tokio beendet der Nikkei-225 nach anfänglichen Gewinnen von über 1 Prozent unverändert bei 17.820 Punkten den Handel. Toshiba steigen um 2,6 Prozent. Laut einem Bericht wird der Elektronikkonzern die Rückkehr in die erste Reihe der Tokioter Börse beantragen. 
In Südkorea zeigt sich der Kospi schwach, nachdem der Markt auch hier zunächst mit Aufschlägen gehandelt worden ist. In Australien hat der S&P/ASX-200 sehr schwach geschlossen, obwohl der Einzelhandelsumsatz etwas stärker als gedacht ausgefallen war. Die Daten stammten allerdings aus dem Februar. In Singapur sank der Einkaufsmanagerindex laut IHS Markit auf Rekordtief im März. Vor einer flächendeckenden Erholung in Asien könne daher keine Rede sein, merken Händler an. Der Aktienmarkt des Stadtstaates zeigt sich sehr schwach.

Ausblick für heute

DAX
Der DAX dürfte am heutigen Freitag mit Abschlägen in den Handel starten. L&S taxierte den Leitindex zuletzt auf 9.512 Punkte (Vortag: 9.570,82 Punkte).  Die Corona-Pandemie bestimmt weiter das Geschehen. Der üblicherweise stark beachtete monatliche US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag dürfte diesmal kaum für Impulse sorgen. Denn seine Erhebung reicht nur bis zum 12. März, berücksichtigt also noch nicht die jüngst extrem gestiegenen US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Daneben steht der Ölmarkt im Fokus mit möglichen Nachrichten zu Förderkürzungen seitens der Opec-Staaten um Saudi-Arabien. 

Coronavirus
Die Zahl der weltweit am Coronavirus erkrankten Menschen hat nach Angaben der US-Universität Johns Hopkins die Schwelle von einer Million Fälle überschritten. Über 51.000 Menschen seien gestorben, teilte die Universität mit. In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mehr als 1000 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben. Die Zahl der Toten erhöhte sich gegenüber dem Vortag um 145 auf 1.017. Die Zahl der Infektionen stieg um 6.174 auf 79.696 Fälle.

Coronavirus / Deutschland
Wirtschaftsprüfer warnen vor einem Scheitern des Kreditprogramms für Corona-geschädigte Unternehmen. "Wir sehen die Gefahr, dass die Maßnahmen zur Liquiditätsversorgung an der Umsetzung scheitern", erklärte Klaus-Peter Naumann, Chef des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW), in einem Schreiben das Reuters vorlag. Die Anforderungen an die Hilfskredite könnten nur von einem Bruchteil der Unternehmen erfüllt werden.

Coronavirus / China
In China gibt es nach Behördenangaben 31 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, darunter zwei lokal übertragene Infektionen. Zudem seien am Donnerstag auch vier neue Todesfälle gemeldet worden, alle in der Millionenmetropole Wuhan, wo der Ausbruch begann. Die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland beläuft sich den Behörden zufolge nun auf 81.620. Die Zahl der Verstorbenen beträgt 3.322. 

USA / Konjunktur
Das Haushaltsbüro des US-Kongresses (CBO) erwartet wegen der Coronavirus-Epidemie einen Anstieg der Arbeitslosenquote in Q2 auf mehr als zehn Prozent. In dem Zeitraum sei auch ein Rückgang des BIP um über sieben Prozent zu erwarten. Der Zins der zehnjährigen Staatsanleihen<US10YT=RR> werde nicht die Marke von ein Prozent übersteigen. Heute werden weitere Arbeitsmarktdaten erwartet.

Unternehmen

Adidas
Adidas will einem Agenturbericht zufolge Staatshilfen in Milliardenhöhe beantragen. Mit der KfW verhandele der Sportartikelkonzern laut Bloomberg über ein Darlehen im Volumen von 1 Milliarde bis 2 Milliarden Euro. Es sei derzeit unklar, wieviel und wann der DAX-Konzern die Gelder beantragen werde. Die Agentur beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. 

Bayer
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt zur Bekämpfung schwerer Corona-Erkrankungen auf das Malaria-Medikament Resochin des Pharmakonzerns Bayer. "Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen", sagte der CDU-Politiker der "Bild". Allerdings seien weitergehende Studien nötig, da jedes Pharmazeutikum Nebenwirkungen habe.

Beiersdorf
Der Hersteller von Tesa-Klebeprodukten und Nivea-Kosmetik zieht wegen der Corona-Krise seine Prognose für 2020 zurück. Die noch Anfang März veröffentlichten Ziele würden "voraussichtlich nicht erreicht und daher nicht länger aufrechterhalten." Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise seien noch nicht hinreichend abzuschätzen. Im ersten Quartal sei der Konzernumsatz um 3,6 Prozent auf 1,910 Milliarden Euro zurückgegangen. Im Unternehmensbereich Consumer sei der Umsatz organisch um 3,3 Prozent gesunken, im deutlich kleineren Unternehmensbereich Tesa um 5,1 Prozent. 

Daimler
Der Autokonzern hat sich bei den Banken BNP, Santander, Deutsche Bank und JPMorgan eine weitere Milliarden-Kreditlinie gesichert. Die neue Kreditlinie über zwölf Milliarden Euro ergänze einen bestehenden Vertrag über elf Milliarden. Die neue Darlehensfazilität könne in einem Zeitraum von zwölf Monaten mit zwei Verlängerungsoptionen von sechs Monaten gezogen werden. Die weitere Kreditlinie verschaffe Daimler einen weiteren Liquiditätspuffer. Zum Jahresende 2019 habe der Konzern eine Bruttoliquidität von rund 24 Milliarden im Industriegeschäft verzeichnet.

Hella
Rolf Breidenbach führt Hella bereits durch die dritte Krise - und jedes Mal steht er vor derselben Herausforderung: die Kosten senken. Als er 2004 mit gerade einmal 40 Jahren Chef des Zulieferers aus Lippstadt wurde, 2009 inmitten der Finanzkrise und jetzt, in der wohl größten Wirtschaftskrise der jüngeren Zeit. Die Corona-Pandemie fordert den Kostenspezialisten Breidenbach wie keine andere Krise zuvor heraus. "Wir haben sehr viel Erfahrung damit, unsere Kosten zu senken und Liquidität zu schützen", sagt der 56-jährige Manager. Aber diesmal ist es trotz eingeübter Vorgehensweise anders, sagt Breidenbach: "In der jetzigen Krise ist die Aufgabe deutlich schwerer und allumfassender als in den Krisen davor."   

Karstadt
René Benko wollte die Traditionshäuser Karstadt und Kaufhof groß rausbringen. Jetzt steckt der Warenhauskonzern unter dem Schutzschirm - und wird der erste große Testfall für das Insolvenzrecht in der Corona-Krise.

Lufthansa
Die Konzerntochter Germanwings hat nach Darstellung der Lufthansa mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) keine Einigung in Sachen Kurzarbeit für Piloten erzielt. Die VC hatte am Mittwochabend erklärt, es gebe auch bei Germanwings eine Einigung etwa zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.

MVV Energie
Mitten in der Wirtschaftskrise bekommt der Mannheimer Regionalversorger MVV Energie einen Private-Equity-Investor als neuen Großaktionär. EnBW und Rheinenergie verkaufen ihre Beteiligungen von addiert 45,1 Prozent für ungefähr 750 Millionen Euro an den Infrastrukturinvestor First State. Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat dem schon seit Monaten vorbereiteten Deal am Donnerstagabend einstimmig zugestimmt. Die Aktienpakete - EnBW hält 28,8 Prozent, Rheinenergie 16,3 Prozent - haben einen Börsenwert von 750 Millionen Euro. Mehrheitseigner bleibt die Stadt Mannheim mit 50,1 Prozent. 

Nokia / Daimler
Ein Patentstreit von Nokia mit Daimler könnte beim deutschen Automobilbauer zu einem Verkaufs- und Produktionsverbot führen. "Das ist eine reale Gefahr", heißt es aus der Branche. Nokia hat Daimler in zehn Fällen wegen Patentverletzung bei Komponenten für den Bordcomputer verklagt. Das Patentgericht in München entscheidet am 9. April über einen dieser Fälle. Es gilt als klägerfreundlich. Bei einer einstweiligen Verfügung müsste Daimler die Produktion und den Verkauf von Modellen einstellen, in denen die umstrittene Kommunikationskomponente eingebaut wird. Insidern zufolge würde Daimler ein Schaden von 4,5 Milliarden Euro entstehen.

ThyssenKrupp
ThyssenKrupp fährt wegen der Corona-Krise die Stahl-Produktion zurück. "Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen in Folge der Corona-Krise passen wir unsere gesamte Produktionskette an", teilte Thyssenkrupp Steel Europe am Donnerstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit. Dies beinhalte die Hochofen- und die Weiterverarbeitungsstufen. Abhängig von der weiteren Entwicklung seien zusätzliche Produktionskürzungen möglich. Parallel zu diesen Maßnahmen werde die Stahlsparte in der Produktion und Verwaltung in Kurzarbeit gehen.

Volkswagen
Volkswagen-Vorstand Ralf Brandstätter rechnet mit einer Normalisierung der Nachfrage im Sommer. "Nun wird entscheidend sein, wann die Märkte wieder Fahrt aufnehmen werden. Denn auch erst dann macht es Sinn, die Produktion wieder vollumfänglich hochzufahren", sagte er der "Welt". 

Termine
08:00 DE Öffentlicher Gesamthaushalt, 2019
08:45 FR Staatshaushalt Februar in Mrd € ytd
09:15 SP Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
09:45 IT Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
09:50 FR Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (endgültig)
09:55 DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (endgültig)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (endgültig)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Composite März (endgültig)
10:00 DE VDMA-Auftragseingang Maschinenbau Februar
10:30 GB Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
11:00 EU Einzelhandelsumsatz Februar m/m
14:30 US Neugeschaffene Stellen ex Agrar März in Tsd., erw. -81,00
14:30 US Arbeitslosenquote März
14:30 US Durchschnittliche Stundenlöhne März m/m
15:45 US Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (endgültig)
16:00 US ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
21:30 US Commitments of Traders (COT) Report
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Europa: EQS Group, Francotyp-Postalia Holding, H & M Hennes & Mauritz AB, InterCard Informationssysteme, Muehlhan
Quartalszahlen USA: Constellation Brands, The Greenbrier Companies
EX-Dividende Europa:  
Geberit AG 11,30 CHF  
Zurich Insurance Group AG 20,00 CHF  
Sonstige Veranstaltungen: Instone Real Estate Group AG (Roadshow)

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Portrait Volker Kölsch Leiter Fondshandel
Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
+49 (0)69 2161-1303
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