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Freitag, 25. September 2020, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 12.615,91
EuroStoxx50-Eröffnung 3.159,28
Financial Markets
DAX 12.606,57 (-0,29%)
MDAX 26.424,05 (-1,31%)
TecDAX 3.011,20 (-0,98%)
EuroStoxx50 3.159,64 (-0,64%)
Dow Jones 26.815,44 (+0,20%)
Nasdaq 100 10.896,47 (+0,58%)
Nikkei 23.204,62 (+0,51%)
EUR/USD 1,1670
Gold in $ 1.869,23
Oil (Brent) in $ 41,44  
DAX Tops:
Continental 88,80 (+1,69%)
Delivery Hero 97,12 (+1,17%)
Siemens 113,50 (+1,03%)
DAX Flops:
MTU Aero Engines 135,45 (-2,38%)
Adidas 278,06 (-2,04%)
Beiersdorf 93,04 (-1,90%)

Märkte

Deutschland - Erholung beendet, Ifo-Index hilft nicht
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag schwer getan. Der Ifo-Index zur Stimmung in den deutschen Unternehmen hellte sich im September zwar den fünften Monat in Folge auf, blieb jedoch ein wenig hinter den Erwartungen am Markt zurück. Auch die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen drückten wieder etwas auf die Börsenstimmung. Der Leitindex Dax beendete vorerst die Aufwärtsbewegung der vergangenen beiden Tage und gab um 0,29 Prozent auf 12.606,57 Punkte nach.

"Die Wirtschaft bleibt auf Erholungskurs", stellte Volkswirt Jörg Zeuner vom Vermögensverwalter DWS mit Blick auf den Ifo-Index fest. Bei weiter steigenden Infektionszahlen könnten aber Einschränkungen des öffentlichen Lebens einen raschen Aufschwung verhindern. Vor allem Dienstleister wären dann überproportional von temporären Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte fiel mit 1,31 Prozent auf 26.424,05 Zähler deutlich stärker zurück als der Dax. Hier wirkten sich die Kursverluste der Index-Schwergewichte Airbus und Zalando belastend aus. In Deutschland wurden zum vierten Mal binnen gut eines Monats mehr als 2.000 Corona-Neuinfektionen erfasst. Großbritannien meldete mit mehr als 6.000 neuen Fällen innerhalb eines Tages den höchsten Stand an Neuinfektionen seit Anfang Mai. Im Dax traf es angesichts dieser Zahlen die Aktien von MTU , die um 2,4 Prozent fielen. Der Hersteller von Triebwerken für Flugzeuge gilt als Verlierer der Coronavirus-Pandemie.

Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr bietet institutionellen Anlegern Wandelanleihen an. Wandeln die Investoren die Anleihen später in Aktien um, verwässert das den Gewinn je Aktie. Die Papiere sackten am Ende des MDax um 5,5 Prozent ab. Der Licht- und Elektronikspezialist Hella litt derweil auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres unter den Folgen der Corona-Krise. Der Kurs fiel um 1,5 Prozent.

Unter den im Nebenwerte-Index SDax enthaltenen Titeln gewannen die Aktien von SNP in einem schwachen Börsenumfeld 2,9 Prozent. Der Softwareanbieter und IT-Berater kooperiert künftig mit dem japanischen IT-Unternehmen Fujitsu zur Nutzung von SNP-Software. Für die Anteilsscheine von Klöckner & Co ging es um 3,2 Prozent nach oben. Der Duisburger Stahlhändler konnte die Folgen der Covid-19-Pandemie auf seine Geschäfte weiter abmildern und rechnet nun im dritten Quartal mit mehr Gewinn.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,64 Prozent nach. In Paris sank der CAC 40 um 0,83 % und in London verlor der FTSE 100 mit einem Minus von 1,3 Prozent noch mehr.


USA - Wall Street nach volatiler Sitzung leicht erholt
Etwas erholt von den heftigen Vortagesverlusten sind die US-Aktienmärkte aus einer volatilen Sitzung gegangen. Nach einer regelrechten Achterbahnfahrt schloss der Dow-Jones-Index am Donnerstag 0,2 Prozent höher bei 26.815 Punkten. Der S&P-500 rückte 0,3 Prozent vor. Der am Vortag besonders gebeutelte Nasdaq-Composite stieg um 0,4 Prozent. Den 1.465 (Mittwoch: 300) Kursgewinnern standen 1.580 (2.757) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 66 (41) Titel.

Die Anleger zeigen sich derzeit angesichts der vielfältigen Risikofaktoren, die über den Aktienmärkten liegen, massiv verunsichert, was sich in erheblichen Kursschwankungen ausdrückt. So hat die steigende Zahl an Corona-Infektionszahlen neuerliche Einschränkungen der Wirtschaftsaktivitäten in Europa zur Folge, was eine Erholung der Weltwirtschaft massiv gefährden könnte. Auch in den USA ist die Zahl der Corona-Fälle unverändert hoch. Gleichzeitig ist immer noch unklar, ab wann ein Corona-Impfstoff verfügbar sein wird.

Zudem lähmt der an Schärfe gewinnende US-Präsidentschaftswahlkampf die Handlungsfähigkeit der US-Politik zunehmend. US-Präsident Donald Trump hatte es am Mittwoch abgelehnt, für den Fall einer Wahlniederlage in knapp sechs Wochen eine friedliche Machtübergabe zuzusichern. Das verunsicherte die Märkte am Donnerstag zunächst. Erst als der Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, eine geregelte Machtübergabe für den Fall versprach, dass der Amtsinhaber die Wahl verlieren werde, trauten sich wieder Käufer an die Börse, deren Enthusiasmus im späten Handel dann von neuen rekordhohen Infektionszahlen aus Frankreich gedämpft wurde.

Bezüglich eines von der US-Notenbank dringend angemahnten staatlichen Stimulierungspakets gibt es offenbar einen neuen Vorstoß der Demokratischen Partei: Nancy Pelosi, die demokratische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, bereite einen entsprechenden Vorschlag vor, hieß es aus Kreisen der Demokraten. Das Volumen der geplanten Hilfsmaßnahmen sei abgespeckt worden auf 2,4 Billionen, womit man den Forderungen der Republikaner nach einer Beschränkung der Ausgaben entgegenkomme. US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte vor dem Bankenausschuss des US-Senats, er und Pelosi hätten sich auf die Fortführung der Verhandlungen verständigt und auch über die Möglichkeit eines Haushaltsgesetzes gesprochen, mit dem eine Schließung von Behörden und staatlichen Einrichtungen wenigstens bis 11. Dezember verhindert würde. Die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt verdeutlichte derweil die Notwendigkeit weitere Unterstützungsmaßnahmen. Bei den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe wurde ein Anstieg auf 870.000 verzeichnet. Analysten hatten hingegen nur mit 850.000 gerechnet. Etwas Unterstützung erhielt der Aktienmarkt von Daten zu den Neubauverkäufen, die im August auf den höchsten Stand seit fast 14 Jahren gestiegen waren.

Der Dow-Jones-Index wurde von der Goldman-Sachs-Aktie angeführt, die an den Vortagen im Zuge eines Ausverkaufs bei Bankenwerten kräftig Federn gelassen hatte. Sie erholte sich nun um 4,8 Prozent nach der Hochstufung auf Kaufen durch UBS. Die Analysten lobten die trotz der Krise solide Ertragslage der Bank; sie sehen Goldman auch als Nutznießer der aktuellen Volatilität der Märkte. Der Bankensektor machte 0,5 Prozent gut.

Am übrigen Markt fielen H.B. Fuller um 1,5 Prozent. Der Hersteller von Klebstoffen hat zwar im dritten Quartal weniger umgesetzt und verdient als im Jahr zuvor, doch die Prognosen wurden übertroffen. Für das vierte Quartal geht das Unternehmen von einer Erholung des Umsatzes im Vergleich zum dritten aus, verglichen mit dem Vorjahr dürfte der Umsatz aber bestenfalls stagnieren.

Walt Disney sanken um 0,6 Prozent. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen sorgen für weitere Verzögerungen bei der Veröffentlichung potenzieller Blockbuster. Der Medienkonzern hat eine ganze Reihe Filmstarts, darunter die mit Spannung erwartete Comic-Verfilmung "Black Widow", verschoben. In der TV-Landschaft in den USA kommt es indessen zu einer milliardenschweren Fusion. E.W. Scripps, ein Betreiber von regionalen TV-Stationen, übernimmt ION Media für 2,65 Milliarden US-Dollar. Einen Teil davon finanziert das Unternehmen mithilfe eines 600 Millionen Dollar schweren Investments von Warren Buffetts Firma Berkshire Hathaway. Das Unternehmen wird die Zahl seiner TV-Stationen von derzeit 60 mit dem Zukauf in etwa verdoppeln. Die Scripps-Aktie machte einen Satz um 7,6 Prozent nach oben.

Oracle erholten sich um 0,6 Prozent, Walmart gewannen 0,5 Prozent. Die Entscheidung über eine zwischen Bytedance und den beiden US-Konzernen ausgehandelte Partnerschaft für die Videoplattform Tiktok liegt nun bei den chinesischen Behörden. Die Vereinbarung sieht vor, dass Oracle die Cloud-Dienstleistungen für Tiktok bereitstellt und für die Sicherheit der US-Nutzerdaten garantiert. Damit soll ein Verbot der App vermieden werden, die US-Präsident Trump ein Dorn im Auge ist.

Asien - Flaue Erholung - Chinas Börsen drehen ins Minus
Moderat freundliche Vorgaben von der Wall Street sorgen an den Börsen in Ostasien und Australien am Freitag für eine ähnliche Tendenz. Die Gewinne halten sich überwiegend in Grenzen, nachdem es am Vortag zu deutlichen Verlusten gekommen war. Die chinesischen Börsen haben sogar wieder leicht ins Minus gedreht.

Teilnehmer bleiben skeptisch, weil belastende Faktoren wie die steigende Zahl von Corona-Infektionen in vielen Ländern sowie die Unsicherheit wegen der US-Präsidentschaftswahlen stehen weiter im Raum. Ein von der US-Notenbank gefordertes US-Hilfspaket für die Ökonomie lässt zudem weiter auf sich warten, wenngleich es hier zuletzt wieder etwas Bewegung gab.

In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 23.185 Punkte. Zu den Favoriten am Markt gehören die unlängst besonders schwachen Finanzwerte. Daishi Hokuetsu Financial Group steigern sich um 2,1 Prozent und Tokyo Kiraboshi Financial Group um 2,2 Prozent. Mitsubishi UFJ Lease & Finance und Hitachi Capital Corp. wollen ihr Geschäft im April zusammenlegen, die Kurse gewinnen 0,4 bzw 1,1 Prozent.

Einer Erholung in Hongkong im frühen Handel folgen bereits wieder leichte Abgaben. Nach dem jüngsten Ausverkauf trauten Teilnehmer von Beginn an der Gegenbewegung nicht allzuviel zu. Hierzu verweist KGI Securities auch darauf, dass die Tagesaufschläge im frühen Geschäft mit geringen Volumen einhergegangen seien.

Auch in Schanghai hat der Markt ins Minus gedreht. Hier stehen vor allem die Spannungen mit den USA im Blick. Zuletzt hat China in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats empört auf die US-Kritik an seinem Vorgehen in der Corona-Krise reagiert. "Ich muss sagen: Genug ist genug!" sagte Botschafter Zhang Jun. Er verwies darauf, dass die USA die höchsten Coronavirus-Infektionszahlen und -Todesopfer der Welt verzeichneten.

In Südkorea geht es um 0,7 Prozent aufwärts, auch wenn die Investoren mit Sorge auf die wieder zunehmende Zahl von Corona-Fällen blicken. Daten der Zentralbank zeigen, dass die Verbraucherstimmung im September den stärksten Rückschlag seit sechs Monaten verzeichnet hat. Als Profiteure dieser Sorgen erweisen sich am Freitag Pharmawerte.

Ausblick für heute

DAX
Bei letztlich robuster Wall Street knüpft auch der DAX am Freitag an seinen Stabilisierungsversuch an: Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor der Eröffnung 0,6 Prozent höher auf 12.685 Punkte. Bislang ist die Woche mit einem Rutsch um fast vier Prozent dennoch tiefrot. Mit Aufschlägen zeigt sich der DAX-Future am Freitagmorgen. Der Dezember-Kontrakt steigt gegen 8.20 Uhr um 25,0 Punkte auf 12.608,0. In den Handel gegangen war er mit 12.641,0. Das Tageshoch liegt bislang bei 12.692,5 und das Tagestief bei 12.596,0 Punkten. Umgesetzt wurden bisher 2375 Kontrakte.

CORONAVIRUS
In Deutschland steigt die Zahl der Positiv-Tests nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 2153 auf 280.223. Weitere 15 Menschen sind gestorben, die positiv getestet wurden. Damit wächst die Zahl der Todesfälle auf 9443. In Frankreich breitet sich das Virus weiter stark aus. Das Gesundheitsministerium registriert 16.096 Neuinfektionen binnen eines Tages. Insgesamt haben sich nachweislich 497.237 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 52 auf 31.511. In den USA sind mittlerweile in mehr als sieben Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ergeben Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahl entspricht mehr als 20 Prozent der weltweiten Positiv-Tests.

CORONAVIRUS/WIRTSCHAFT
Angesichts wieder zunehmender Reisewarnungen in der Corona-Krise sieht die deutsche Tourismusbranche ihr Überleben in Gefahr und äußert Kritik an der Bundesregierung. "Die Situation in der Reisewirtschaft ist existenzbedrohend", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Bundesregierung steuere die Reisewirtschaft in einen "zweiten sektoralen Lockdown". Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, warnt angesichts steigender Infektionszahlen davor, dass weiter Produktions- und Geschäftsausfälle Unternehmen in ihrer Existenz gefährden, und ruft die Politik zu "Beschränkungen mit Augenmaß" auf. "Ausbleibende Umsätze sorgen vielfach weiterhin für Finanzierungsprobleme", sagt er der "Rheinischen Post".

VIRUS/G7
Das Schuldenerleichterungs-Programm zur Entlastung der ärmsten Länder in der Corona-Krise soll verlängert werden. Dies dürften die Finanzminister der sieben größten Industrienationen (G7) in ihrer heutigen Videokonferenz signalisieren, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagen.

MEXIKO
Die mexikanische Notenbank hat im Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie erneut den Leitzins gesenkt. Sie reduzierte den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Die Entscheidung im geldpolitischen Gremium fiel einstimmig. Im Juni und Juli habe es zwar Anzeichen einer Erholung der Wirtschaft gegeben. Die Lage sei aber insgesamt von Unsicherheit und Risiken geprägt.

USA
Vom billionenschweren Corona-Hilfspaket des US-Kongresses sind bis zu 380 Milliarden Dollar noch nicht genutzt worden. Diese Zahl nannten Notenbankchef Jerome Powell und Finanzminister Steven Mnuchin in einer gemeinsamen Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats.

Die Demokraten im Repräsentantenhaus arbeiten an einem Programm zur Ankurbelung der Konjunktur im Volumen von 2,2 Billionen Dollar. Darüber könne kommende Woche abgestimmt werden, sagte der Abgeordnete Richard Neal.

USA-WAHL
Nach den unklaren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Amtsübergabe im Fall einer Wahlniederlage bemüht sich das Weiße Haus um Klarstellung. "Der Präsident wird die Ergebnisse einer freien und fairen Wahl akzeptieren", erklärte Präsidialamtssprecherin Kayleigh McEnany auf Nachfrage von Journalisten. Trump hatte ausweichend auf die Frage geantwortet, ob er bei einem Sieg seines demokratischen Rivalen Joe Biden für eine friedliche Amtsübergabe sorgen werde. "Wir werden sehen, was passiert", sagte er.

Vor der US-Präsidentenwahl im November will YouTube Videos zum Thema Briefwahl nach eigenen Angaben mit Zusatzinformationen versehen. Bei den Filmen würden auch Links hin zu geprüften Informationsquellen platziert, teilte das zur Google-Mutter Alphabet gehörende soziale Netzwerk mit. YouTube reagiert mit der verschärften Kontrolle und Einordnung von Inhalten wie auch schon Facebook und Twitter auf Vorwürfe, Fehlinformationen auf den Plattformen hätten das Ergebnis der US-Präsidentenwahl 2016 beeinflusst.

USA/IRAN
Die USA belegen den Iran mit neuen Sanktionen wegen massiver Verstöße gegen die Menschenrechte. Betroffen seien unter anderem Vertreter der Islamischen Republik, Behörden und Haftanstalten, teilte das amerikanische Außenministeriummit. Auch ein Richter sei mit Strafmaßnahmen belegt worden. Dieser sei in den Fall eines 27-jährigen Ringers involviert gewesen sei, der hingerichtet wurde.

BRASILIEN/UMFRAGE
Trotz Corona-Krise wächst die Zustimmung für Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro. Rund 40 Prozent der Bevölkerung bewerten seine Amtsführung gut oder sogar großartig, wie aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinsituts Ibope hervorgeht. Im Dezember betrug der Anteil nur 29 Prozent. Schlecht oder fürchterlich bezeichneten 29 Prozent der Befragten seinen Stil nach 38 Prozent in der vorherigen Umfrage.

UN
UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat scharfe Kritik am internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie geübt. "Die Pandemie ist ein eindeutiger Test für die internationale Zusammenarbeit - ein Test, den wir im Wesentlichen nicht bestanden haben", sagte er. Das Virus sei mit weltweit mehr als 30 Millionen bestätigten Infektionen und annähernd einer Million Toten außer Kontrolle geraten. Grund dafür sei, dass es weltweit an "Vorbereitung, Kooperation, Einigkeit und Solidarität" gefehlt habe. Wenn der Klimakrise genauso uneins und ungeordnet begegnet werde wie der Viruskrise, "dann fürchte ich das Schlimmste."

Unternehmen

BAYER
Bei den Glyphosat-Vergleichen in den USA gibt es laut Anwälten des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer und der Kläger Fortschritte. Die juristischen Vertreter beider Seiten erklärten vor Gericht, dass sie Tausende weiterer Klagen im Zusammenhang mit der angeblich krebserregenden Wirkung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup beilegten. Damit dürften die Chancen steigen, dass der Rechtsstreit mit dem elf Milliarden Dollar schweren Vergleichspaket beendet werden könnte. Mediator Ken Feinberg zeigte sich zuversichtlich: Sein "Optimismus kenne keine Grenzen".

BMW
Der Autobauer und zwei seiner US-Töchter haben sich in den USA auf einen Vergleich mit der Börsenaufsicht SEC geeinigt, der eine Strafzahlung in Millionenhöhe vorsieht. Mit einer Geldbuße von 18 Millionen Dollar werde der Streit beigelegt, teilte die SEC mit. Die Behörde wirft BMW vor, Verkaufs-zahlungen im Zusammenhang mit der Emission eines milliardenschweren Firmenbonds in den USA geschönt zu haben

TIKTOK
Die Regierung in Washington ist von einem US-Gericht dazu verpflichtet worden, ein Verbot der Kurzvideo-Plattform Tiktok bis Freitag schriftlich zu begründen oder aber zu verschieben. Tiktok war gegen die Anordnung der US-Regierung vorgegangen, die App des Unternehmens aus dem Angebot von Apple und Google zu verbannen und damit ein Herunterladen in den USA zu verhindern. Die Plattform, die der chinesischen Firma Bytedance gehört, stellte einen entsprechenden Antrag.

NOVAVAX
Das US-Biotechunternehmen hat nach eigener Auskunft eine Spätphasen-Studie für seinen Corona-Impfstoff gestartet. Novavax-Aktien legten nach Bekanntgabe des Studienbeginns im nachbörslichen Handel um sechs Prozent zu.

Termine
08:00 DE Aufträge im Bauhauptgewerbe Juli (saisonbereinigt) m/m
10:00 EWU Geldmenge M3 August y/y
10:00 EWU Kredite an den privaten Sektor August y/y
13:00 GB BoE-Quartalsbericht zur Inflation
14:30 US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter August m/m
15:00 New York Fed-Präsident John Williams spricht
21:10 New York Fed-Präsident John Williams spricht
21:30 US Commitments of Traders (COT) Report
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen Deutschland: artec technologies AG Veröffentlichung Halbjahresabschluss Borussia Dortmund Veröffentlichung Jahresfinanzbericht FinLab AG Veröffentlichung Halbjahresabschluss
Dividendenabschläge: American Tower Corp. 1,14 USD Danaher Corp. 0,18 USD General Electric Co. 0,01 USD
Hauptversammlungen: HELLA GmbH & Co. KGaA, KPS AG, STS Group AG, ifa systems AG
Sonstige Veranstaltungen: Cliq Digital AG Roadshow, DFV Deutsche Familienversicherung Analystenveranstaltung, FCR Immobilien AG Analystenveranstaltung, creditshelf AG Analystenveranstaltung, home24 SE Analystenkonferenz

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Portrait Volker Kölsch Leiter Fondshandel
Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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