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Donnerstag, 26. November 2020, 09:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck & Aufhäuser.

Eröffnungen
DAX-Eröffnung 13.315,21
EuroStoxx50-Eröffnung 3.518,67
Financial Markets
DAX 13.289,80 (-0,02%)
MDAX 29.029,48 (+/-0%)
TecDAX 3.049,68 (+1,03%)
EuroStoxx50 3.511,90 (+0,11%)
Dow Jones 29.872,47 (-0,58%)
Nasdaq 100 12.094.40 (+0,48%)
Nikkei 26.537,31 (+0,91%)
EUR/USD 1,19405  
Gold in $ 1.811,89  
Oil (Brent) in $ 48,69  
DAX Tops:
Vonovia 56,14 (+2,48%)
Delivery Hero 96,94 (+2,09%)
E.ON 9,138 (+1,94%)
DAX Flops:
adidas 237,60 (-2,01%)
MTU Aero 205,00 (-1,68%)
BMW 75,40 (-1,67%)

Märkte

Deutschland - Unverändert
Am Mittwoch hat der DAX sich kaum verändert gezeigt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 13.289,90 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,02 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Marktbeobachtern zufolge warten die Anleger angesichts drohender Corona-Maßnahmen-Verschärfungen im Dezember aktuell eher ab. Die Aktien von Delivery Hero und Vonovia gehörten mit Kursgewinnen von deutlich über zwei Prozent kurz vor Handelsende zu den Tagesfavoriten. Die Werte von Volkswagen, Adidas und Münchener Rück rangierten mit Verlusten um die zwei Prozent am Ende der Liste. 
Nach den kräftigen Kursgewinnen vom Vortag haben auch die anderen Börsen Europas am Mittwoch wenig verändert geschlossen, der Euro-Stoxx-50 gewann 0,1 Prozent auf 3.512 Punkte. Das Umfeld bleibt günstig. Gestützt wird die Stimmung nach wie vor von der Erwartung einer schnellen Verfügbarkeit der Impfstoffe. 
Nach Geschäftszahlen ging es für Aroundtown um 1,4 Prozent nach oben. Die Neun-Monats-Zahlen des Immobilienunternehmens übertrafen die Erwartungen von Berenberg. Das auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Unternehmen habe Mieteinnahmen von netto 758,4 Mio. € erzielt - die Bank war von 717,2 Mio. € ausgegangen. Berenberg hat daraufhin die Kaufempfehlung für die Aktie bestätigt. Neue Mittelfristziele von Jungheinrich kamen bei den Anlegern nicht gut an. Die Ziele bis 2025 lägen bestenfalls im Rahmen der Markterwartungen, teilweise lägen sie darunter, hieß es im Handel. Die neuen Ziele seien vielleicht eine gute Gelegenheit, Gewinne in der Aktie mitzunehmen. Diese ist seit Jahresbeginn um 80 Prozent gestiegen. Das Papier gab um 4,1 Prozent nach. Für die Aktie von Softing ging es dagegen um 18 Prozent nach oben. Als Treiber wurde die Nachricht genannt, dass die Softing-Tochter GlobalmatiX gemeinsam mit Projektpartnern vom Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg den Zuschlag für das autonome Buslinienkonzept in Waiblingen erhalten hat. Über finanzielle Details wurde dagegen nichts gesagt.
Die Deutsche Bank setzt in ihrer Anlagestrategie stärker auf zyklische Werte. Das Haus hat ThyssenKrupp auf die Kaufliste genommen, mit einem Kursziel von 8 Euro. Der Kurs hatte in den vergangenen vier Handelstagen schon um 20 Prozent zugelegt. Dennoch gewannen Thyssenkrupp weitere 3 Prozent auf 5,84 Euro. Voestalpine wurden von den Analysten dagegen auf "Hold" gesenkt - für die Aktie ging es daraufhin an der Wiener Börse um 0,2 Prozent nach unten.

USA - Dow Jones wieder unter der 30.000-er Marke
Nach der Rekordjagd des Vortages hat die Wall Street zur Wochenmitte eine Verschnaufpause eingelegt. Im Vorfeld des Feiertages "Thanksgiving" am Donnerstag und dem verkürzten Handel am Freitag sprachen Händler von Gewinnmitnahmen und Zurückhaltung vor dem langen Wochenende. Denn viele Marktteilnehmer kehren am "Black Friday" nicht an den Markt zurück, sondern kaufen Weihnachtsgeschenke. Der Dow-Jones verlor 0,6 Prozent auf 29.872 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,2 Prozent nach unten, der Nasdaq-Composite gewann dagegen 0,5 Prozent.
Der PC-Hersteller HP hatte die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Das Unternehmen kündigte zudem an, die Dividende im Geschäftsjahr 2020/21 um 10 Prozent zu steigern. Die Aktie legte um 2,3 Prozent zu. Die Dell-Aktie verlor dagegen 1,4 Prozent. Auch hier wurden die Marktprognosen übertroffen, doch machte der Konzern keine Angaben über die Abspaltung der Tochter VMware. Diese legte ebenfalls Quartalszahlen vor. Der Hersteller von Cloud-Software hatte im 3. Quartal die Markterwartungen übertroffen und seinen Jahresausblick angehoben. Anleger dürften hier Gewinne mitgenommen haben, da die Aktie zuletzt zugelegt hatte. Die Titel verloren 5,9 Prozent. Ein mögliches Interesse von Salesforce an Slack sorgte bei der Aktie des Messengerdienstes für ein Plus von 37,6 Prozent. Laut Kreisen befindet sich Salesforce in Verhandlungen über den Kauf von Slack Technologies. Die Titel von Salesforce verloren 5,4 Prozent. Gap brachen um 19,6 Prozent ein. Der Mode-Einzelhändler enttäuschte mit stagnierenden Umsätzen in der 3. Periode. Gute Geschäftszahlen und ein positiver Ausblick wurden bei Deere genutzt, um Gewinne einzustreichen. Das Papier des Landmaschinenherstellers büßte 1,9 Prozent ein. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits 53 Prozent zugelegt. Der US-Fintech-Konzern Intuit darf das Finanzportal Credit Karma für rund 7 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien kaufen. Das US-Justizministerium genehmigte die Akquisition. Intuit zogen um 1,5 Prozent an.

Asien - Nikkei im Plus
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich am Donnerstag mehrheitlich mit leichten Gewinnen. Nachdem die Meldungen über die baldige Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen an den Märkten für Optimismus gesorgt hatten, rücken nun wieder die steigenden Infektionszahlen und Eindämmungsmaßnehmen in den Blick.
Am stärksten aufwärts geht es im Tokio. Der Nikkei gewinnt 0,9 Prozent auf 26.523 Punkte. Aufmerksam verfolgen Investoren die Entwicklungen der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen, nachdem die Stadtverwaltung von Tokio die Öffnungszeiten für Restaurants ab Samstag verkürzt hat. Angesichts dessen knicken die Aktien des Restaurant-Betreibers Watami um 5,1 Prozent ein, Daisyo verlieren 2,0 Prozent. Gefragt sind vor allem Aktien aus dem E-Commerce-Bereich: Z Holdings - der japanische Yahoo!-Betreiber - rücken 4,7 Prozent vor, Rakuten gewinnen 3,0 Prozent.
In Hongkong notiert der Hang-Seng-Index 0,3 Prozent fester. Unter Abgabedruck stehen jedoch Immobilienwerte wie China Resources (-2,6 Prozent), Hang Lung Properties (-3,1 Prozent) und Wharf Real Estate (-6,6 Prozent). Die Regierung von Hongkong plant, die chinesische Sonderverwaltungszone weiter in die Greater Bay Area zu integrieren, wie Regierungschefin Carrie Lam in ihrer jährlichen Grundsatzrede angekündigt hat. Auf dem chinesischen Festland liegt der Schanghai-Composite ebenfalls mit 0,3 Prozent im positiven Bereich. In Südkorea gewinnt der Kospi 0,7 Prozent auf 2.619 Punkte. Die Zentralbank des Landes hat wie erwartet den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent belassen. Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung zeigt sich die Notenbank etwas optimistischer und hat ihre Wachstumsprognose für das laufende und kommende Jahr etwas angehoben. Die Börse in Sydney schloss mit 0,7 Prozent im Minus. Unter Abgabedruck standen hier vor allem Bankenwerte, die zuletzt deutliche Gewinne verbucht hatten. Commonwealth Bank, NAB, ANZ und Westpac gaben zwischen 1,3 und 2,4 Prozent nach.  

Ausblick für heute

DAX
Der Dax versucht sich weiter hartnäckig an der Charthürde um die 13.300 Punkte und notiert vorbörslich mit einem Plus von 0,20% bei 13.317,00 Punkten.
Auf neue Impulse aus den USA müssen die Anleger nun wegen des "Thanksgiving"-Feiertages bis zum morgigen Freitag warten.

Deutschland
Das Robert-Koch-Institut meldet 22.268 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Das sind gut 3600 mehr als am Mittwoch, aber rund 340 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg damit binnen 24 Stunden auf 983.588. Weitere 389 Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 15.160. Als genesen gelten rund 676.100.
Bund und Länder verschärfen angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen den Kurs in der Pandemie. Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten beschlossen am Abend nach mehr als siebenstündigen Beratungen, dass Gastronomie, Freizeit- und Kulturreinrichtungen bis zum 20. Dezember geschlossen bleiben müssen. Ab dem 1. Dezember werden zudem Regelungen für den Einzelhandel eingeführt, um eine Überfüllung der Läden vor allem im Weihnachtsgeschäft zu vermeiden. Außerdem einigte man sich auf eine neue Strategie für Corona-Hotspots, in denen es mehr als 200 Fälle auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt.  

USA
Die US-Seuchenzentren CDC geben 165.282 neue Positiv-Tests und 1989 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 12,5 Millionen Infektionen und 259.005 Tote verzeichnet.
Die US-Notenbank Fed hat ihre Möglichkeiten für eine noch laxere Geldpolitik in der Corona-Krise auf ihrer jüngsten Zinssitzung eingehend durchgespielt. Derzeit sei zwar noch keine Anpassung des laufenden Wertpapierkaufprogramms angebracht, heißt es in den am Mittwochabend (MEZ) veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung vom Monatsanfang. Doch seien sich die Teilnehmer einig, dass ein verändertes Umfeld auch eine Anpassung erfordern könne. Entsprechend sei eine sorgfältige Abwägung möglicher nächster Schritte als angemessen erachtet worden, um die Orientierungshilfe für die Käufe zu verbessern. Derzeit erwirbt die Fed Monat für Monat Wertpapiere im Volumen von mindestens 120 Mrd. USD. Die Fed beließ auf der Sitzung den Leitzins in der Spanne von 0 - 0,25 Prozent und hielt zugleich die Tür für neue Nothilfen in der Corona-Pandemie offen.

Unternehmen

Amazon
Die Gewerkschaft Verdi will mit Streiks bei Amazon während der Schnäppchenjagd um den "Black Friday" Druck auf den US-Onlinehändler ausüben. Mit Beginn der Nachtschicht auf den Donnerstag rief die Gewerkschaft die Beschäftigten in sieben Versandzentren in der Bundesrepublik zu einem dreitägigen Ausstand auf, wie sie mitteilte. Den Beschäftigten werde die "geforderte tarifvertragliche und existenzsichernde Entlohnung vorenthalten", während Amazon zugleich Milliardengewinne einfahre, kritisierte Verdi.  

Astrazeneca
Der Konzern rechnet mit einer baldigen Zulassung seines Corona-Impfstoffs in Europa. "Wir hoffen, dass wir im ersten Quartal in Europa die Zulassung bekommen. Plan ist, dann direkt mit den Lieferungen zu beginnen", sagte Deutschland-Chef Hans Sijbesma der "FAZ". 

Immofinanz
Der Wiener Immobilienkonzern hat wegen Corona-bedingten Abwertungen in den ersten 9 Monaten einen Verlust geschrieben. Die Abwertung des Immobilienvermögens habe sich auf 153,7 Mio. € belaufen, teilte Immofinanz mit.  

Renault
Deutschland-Chef Uwe Hochgeschurtz hat sich für eine Fertigung von Batterien für Elektroautos in Europa ausgesprochen. "In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer mehr Teile fremd eingekauft. Das hat dazu geführt, dass unsere Autos qualitativ besser geworden sind und in der Herstellung günstiger", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger. Aber es gebe eben auch strategische Teile, wie etwa die Batterie. "Es wäre besser, wenn wir langfristig bei der Batteriefertigung auch in Europa Kapazitäten hätten. Denn erstens würde es Arbeitsplätze erhalten. Zweitens würde es helfen, die Technologien weiterzuentwickeln und drittens würde es uns natürlich wirtschaftlich weniger abhängig machen", sagte der Automobilmanager. Hochgeschurtz sprach sich dabei für eine europäische Koordination nach dem Vorbild des Luftfahrtunternehmens Airbus aus.  

Salesforce
Der Cloud-Anbieter und SAP-Rivale ist Insidern zufolge an einer Übernahme des Bürochat-Dienstes Slack interessiert. Salesforce sei mit einer Übernahme-Offerte an Slack herangetreten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.  

Wirecard
Die Wirtschaftsprüfer von EY geraten immer stärker unter Druck. In einem Schreiben an die Generalstaatsanwaltschaft Berlin erhebt die Wirtschaftsprüferaufsicht Apas Vorwürfe gegen die Bilanz-Kontrolleure. Demnach soll es Hinweise auf Straftaten der beteiligten Akteure von EY geben. Das berichten Personen, die im Wirecard-Untersuchungsausschuss mit dem Vorgang betraut sind. Die Aufsicht, die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zugeordnet ist, hat die Strafverfolgungsbehörden darüber informiert, dass es Verstöße gegen die Berichtspflichten geben könnte. EY erklärte dazu, dass es keinerlei Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten von Abschlussprüfern und auch keinen Verdacht der Mitwirkung eines Abschlussprüfers an falschen Angaben zu Wirecard gebe. "Die Staatsanwaltschaft München hat bestätigt, dass sie keinen Anfangsverdacht gegen EY hat. Jede andere Information wäre eine Falschinformation und würde einer extremen Rufschädigung gleichkommen", sagte ein EY-Sprecher. Auch auf die Wirtschaftsprüfung KPMG erhöht sich im Zusammenhang mit der Wirecard-Affäre der Druck. Interne Dokumente von KPMG offenbaren, dass das Unternehmen stärker als bisher bekannt für einen dubiosen Fonds auf Mauritius aktiv war was bislang verschwiegen wurde. 

Börsenfeiertag USA („Thanksgiving“) 

Termine
08:00 DE Umsatzentwicklung der gewerblichen Wirtschaft, Oktober
08:00 DE GfK-Konsumklima für Deember
09:30 SE Sveriges Riksbank, Zinsentscheid
10:00 EU Geldmente M3 Oktober y/y
10:00 EU Kredite an den privaten Sektor Oktober y/y
13:30 EU Protokoll der letzten EZB-Sitzung
Quartalszahlen und andere Ereignisse
Quartalszahlen / Termine Europa: Aroundtown SA, Fyber N.V.
Hauptversammlungen: Varengold Bank AG
Dividendenabschläge u.a.: Nextera Energy Inc. (0,35 USD)
Sonstige Veranstaltungen u.a.: Akasol AG (Analystenveranstaltung),
Deutsche Euroshop AG (Analystenveranstaltung), Evotec AG (Analystenveranstaltung), GRENKE AG (Analystenveranstaltung), Knorr-Bremse AG (Investorenkonferenz), Sixt SE (Investorenkonferenz), Süss MicroTec SE (Analystenveranstaltung), Vonovia SE (Analystenveranstaltung)  

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

Portrait Volker Kölsch Leiter Fondshandel
Volker Kölsch
Leiter Fondshandel
+49 (0)69 2161-1303
+49 (0)69 2161-1303
volker.koelsch@hauck-aufhaeuser.com
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